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Clearnet, Deepweb, Darknet

| Studierendenvertretung, Hochschulkommunikation

Ausflug ins Darknet – Aber was ist eigentlich dieses Darknet? Zu diesem Thema hat der Studentische Konvent einen spannenden Vortragsabend an beiden Standorten der OTH Amberg-Weiden organisiert. Referent Benjamin Weigl brachte mit seinem Impulsvortrag „Darknet: anonym – frei – unkontrolliert“ etwas Licht in die dunkle Seite des World Wide Web. Ein Thema, das sehr viele Studierende interessierte.

Benjamin Weigl erklärt das Darknet in Amberg

Das Darknet ist Teil des sogenannten Deepwebs, dem Teil des Internets, dessen Seiten nicht indiziert sind. Und was soll das nun wieder heißen?
Ganz einfach: Das Internet lässt sich in zwei Bereiche einteilen, das Clearnet und das Deepweb. Das Clearnet bilden alle Seiten, die man mit gängigen Suchmaschinen wie Google finden kann. Das Deepweb ist der ganze Rest, also alle Seiten, die nicht über herkömmliche Suchmaschinen zu finden sind. Netzwerke innerhalb des Deepwebs bilden das Darknet. Die Netzwerke können allerdings nur über spezielle Zugangspunkte betreten werden. Innerhalb solcher Netzwerke sind die Daten während der Weiterleitung verschlüsselt.
Im Gegensatz zum Clearnet, in dem sämtliche Metadaten der Nutzer (z.B. Absender und Empfänger von Nachrichten) erhoben werden können, ist es im Darknet also möglich, Nachrichten anonym zu verschicken. Frei ist das Darknet, weil aufgrund anonymer, verteilter Server und durch den verschlüsselten Zugang keine Zensur möglich ist. Diese Aspekte sorgen auch dafür, dass das Darknet ein unkontrollierter Bereich des Internets ist.
Auf der einen Seite bietet dies natürlich eine geeignete Plattform für Illegales, auf der anderen Seite können sich z.B. Nutzer aus Ländern, deren Regierung das Internet zensiert, im Darknet anonym und unkontrolliert informieren und austauschen. An sich ist diese Technik, so wie jede andere, nicht pauschal negativ, denn die Gesellschaft entscheidet, was aus der Technik und wie diese genutzt wird. Obwohl das alles sehr abstrakt klingt, gelang es Benjamin Weigl auf beeindruckende Weise, die Sachverhalte auch für Nichtinformatiker nachvollziehbar darzustellen. So simulierte er beispielsweise die Weitergabe einer verschlüsselten Nachricht im Darknet, indem er eine Nachricht, verpackt in mehrere Briefumschläge, quer durch das Publikum einem Empfänger zukommen ließ. Dabei stellten die Zuhörer/innen einzelne Verbindungspunkte auf dem Weg der anonymen Nachricht dar. Der einzelne wusste nur, von wem er die Nachricht erhalten hat und an wen er sie weitergeben soll, nicht aber, wer der ursprüngliche Absender ist oder wer die Nachricht schlussendlich bekommen soll. Bevor Benjamin Weigl sich den vielen Fragen der Studierenden stellte, nahm er die Zuhörer auf einen Ausflug ins Darknet mit und stellte einige unverfängliche Seiten vor. „Wenn man mit offenen Augen und gesundem Menschenverstand im Darknet surft, kann eigentlich nicht viel passieren“, gibt er den Studierenden mit auf den Weg. Also so, wie man sich auch im Clearnet verhalten sollte.

Auch in Weiden wurde der Vortrag „Darknet: anonym – frei – unkontrolliert“ angeboten

Das Darknet sorgt für einen vollbesetzten Hörsaal

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