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Zuckerkrankheit – ein harmloser Name für ein gefährliches Leiden. Fast sieben Millionen Menschen in Deutschland haben Typ-2-Diabetes, täglich werden 700 bis 800 Neuerkrankungen diagnostiziert. Moderne Medizintechnik unterstützt diese Patienten in der Früherkennung und Behandlung. Wie genau erfuhren die Medizintechnik-Studierenden am Praktikumstag „Diabetes und Technologie“ in der OTH Amberg-Weiden am Standort Weiden.

Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, mit zwei Studierenden bei der Blutzucker-Messung

Die Kliniken Nordoberpfalz AG und die Hochschule haben den Praktikumstag gemeinsam organisiert. Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor der AG, stellte im Rahmen seines Lehrauftrages in der Veranstaltung „Diagnostische Systeme“ von Prof. Dr. Clemens Bulitta, Studiengangsleiter Medizintechnik, ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine, das die Studierenden durch Theorie und Praxis der modernen Diabetesversorgung führte.

Dabei zeigte sich: Auf die Technik kommt es an! Denn wer den Alltag eines Zuckerkranken kennt, weiß, wie wichtig medizintechnische Hilfsmittel in der Behandlung der insulinpflichtigen Diabetes sind – beim Messen und bei der Dokumentation der Blutzuckerwerte genauso wie bei der Dosierung und Injektion des Insulins. In drei Stationen erhielten die Studierenden fundierte und praxisnahe Einblicke.

Station 1: Im Blut liegt die Wahrheit. Aber nur, wenn die modernen Verfahren der Blutzuckermessung korrekt angewandt werden. Wie das geht, erfuhren die Studierenden von Monika Kainz, Diabetes-Assistentin DDG. Sie erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den gesamten Prozess der Blutzuckermessung: von der Vorbereitung des Testgeräts und den Hygienemaßnahmen über Punktion und Auftragen des Blutes auf den Teststreifen bis zur Auswertung und Dokumentation. Mit diesem Wissen im Hinterkopf bestimmten die Studierenden ihre eigenen Blutzuckerwerte und stellten fest: Das Messen verläuft nahezu schmerzfrei und ist bemerkenswert unblutig.

Station 2: Digital ist besser. Sabine Friderichs, RDC Deutschland GmbH, erklärte, welche Probleme handschriftliche Diabetes-Tagebücher mit sich bringen können. Modernes Diabetes-Management erlaubt dagegen elektronisches Auslesen und Datenübertragung auf Smartphone, Tablet oder Computer. So werden Fehlerquellen vermieden und strukturiertes Testen (7-Punkt-Tagesprofil) vereinfacht.

Station 3: Spritzen sind out – der Trend geht zum Pen: Insulinpens sind zuverlässig und robust. Sie verfügen über gut lesbare Dosis-Anzeigen, sind leicht zu bedienen und können in der Öffentlichkeit unauffällig benutzt werden. Dr. Peter Wittenbeck, Lilly Deutschland GmbH, erläuterte in seinem Vortrag Aufbau, Technik und Anwendung der Pens.

„Der Praktikumstag mit seinen drei Stationen zeigt: Theorie und Praxis gehen in der OTH Amberg-Weiden Hand in Hand“, sagt Prof. Dr. Clemens Bulitta. „Dank starker Partner wie der Kliniken Nordoberpfalz AG können unsere Studierenden wertvolle Praxis-Erfahrungen sammeln, die sie in ihrer späteren Karriere mit großem Gewinn einsetzen werden.“

Monika Kainz, Diabetes-Assistentin DDG, führte durch den Prozess der Blutzuckermessung.

Blutzuckermessen ist nahezu schmerzfrei und bemerkenswert unblutig.

Sabine Friderichs, RDC Deutschland GmbH, sprach u.a. über elektronisches Diabetes-Management.

Dr. Thomas Egginger (2.v.l.) und Sabine Friderichs (3.v.l.) mit Studierenden

Dr. Peter Wittenbeck, Lilly Deutschland GmbH, erläuterte in seinem Vortrag Aufbau, Technik und Anwendung der Insulinpens.

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