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KoKWK: Zweites ORC-Forschungsgkraftwerk hat den Testbetrieb aufgenommen

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik

Abwärme von industriellen Prozessen oder von Biogasanlagen werden häufig nicht genutzt. Das Kompetenzzentrum für Kraftwärmekopplung (KoKWK, Prof. Dr. Brautsch) an der OTH Amberg-Weiden arbeitet seit mehreren Jahren mit dem Zentrum für Energietechnik (ZET, Prof. Dr. Dieter Brüggemann) an der Universität Bayreuth zusammen. Gemeinsames Forschungsgebiet sind kleine Dampfkraftwerke zur Abwärmeverstromung in der Industrie, die anstatt Wasserdampf ein organisches Arbeitsmittel verdampfen (ORC = Organic Rankine Cycle).

Die ORC-Anlage mit dem fränkisch-oberpfälzerischen ORC-Team (v.l.nr., hintere Reihe): S. Kuzner/Uni Bayreuth, Dipl.-Ing. (FH) J. Hauer/DEPRAG (Alumnus OTH), Dr. M. Preißinger/Geschäftsführer ZET, M. Görl/Techniker ZET, (v.l.nr., vordere Reihe): T. Popp B. Eng./OTH, Prof. Dr. A. P. Weiß/KoKWK.

Das neue ORC-Versuchskraftwerk (von oben) am ZET/Bayreuth mit dem Amberger Turbinengenerator unten links im Bild.

Der Vorteil hierbei ist, dass Abwärmequellen mit niedrigem Temperaturniveau wie z. B. die Abgase und das Kühlwasser von BHKW-Motoren genutzt werden können. Die Expertise der Bayreuther Kollegen (Prof. Dr. Dieter Brüggemann, Dr. Markus Preißinger) liegt hiebei auf der Thermodynamik des Prozesses, das Amberger Team (Prof. Bernhard Frenzel, Prof. Dr. Andreas P. Weiß, Fa. DEPRAG) ist für den Turbinengenerator zuständig.

Nachdem 2015 bereits ein erstes ORC-Versuchskraftwerk mit Cyclopentan als Arbeitsmittel  erfolgreich getestet worden war, entwickelt das Team die letzten Jahre eine zweite, verbesserte Anlage mit internem Rekuperatur und Hexamethyldisiloxan als Arbeitsmittel. Mitte Januar 2017 konnte nun die erste komplette Versuchsreihe mit umfangreichen Turbinentests gefahren werden, die die Auslegungen voll bestätigten. Im Verlauf des Frühjahrs sind weitere Tests mit einer neuartigen Turbine geplant.

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