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Erfolgreiche Ingenieurinnen: Beruf und Familie ist vereinbar

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik, Zentrum für Gender und Diversity, Veranstaltungen

Sie haben sich zu Beginn ihres Maschinenbaustudiums im Siemens Innovatorium der OTH Amberg-Weiden kennen und lieben gelernt. Inzwischen sind beide Diplomingenieure, glücklich verheiratet, haben zwei Kinder und stehen mitten im Berufsleben. Im Rahmen der Vortragsreihe „Erfolgreiche Ingenieurinnen“ referierte OTH-Alumna Dipl.-Ing. (FH) Maria Traub über ihren Weg als Absolventin eines Mädchengymnasiums zum Maschinenbaustudium und schließlich zur Projektingenieurin bei Bauman GmbH/Amberg und zur zweifachen, glücklichen Mutter. Ihr Mann Dipl.-Ing. (FH) Andreas Traub ergänzte den Vortrag um seine Erfahrungen.

Dipl.-Ing. (FH) Maria Traub und ihr Mann Dipl.-Ing. (FH) Andreas Traub

Die Familien-Ingenieur-Geschichte von Maria, Andreas, Anna (3) und Alexander (1) ist eine Erfolgsgeschichte – auch oder vor allem deshalb, da die vier auf die Unterstützung von Großeltern und Tanten vertrauen können. „Die Chance, dass die Großeltern aufpassen, ist für alle ein Gewinn“, so Maria Traub. So konnte sie nach zwölf Monaten Elternzeit für zehn Stunden wieder in die Berufswelt einsteigen. „Ich fand es schön, auch wieder über andere Themen zu sprechen, mich mit Technik zu beschäftigen und nicht nur über Kinderthemen zu reden. Das war ein guter Ausgleich“, sagte die junge Mutter.
Da nicht jedes junge Elternpaar in einer so glücklichen Situation ist, gab Maria Traub einen guten Überblick über die finanziellen Unterstützungen und über die Betreuungsmöglichkeiten, die der Staat, die Gemeinden, Kirchen und auch Arbeitgeber jungen Familien bieten. Sie machte deutlich, dass es heutzutage für junge, hochqualifizierte Arbeitskräfte ein wichtiges Entscheidungsmerkmal ist, welche Unterstützung ein Unternehmen einer jungen Familie bietet. Auch am Beispiel ihrer Arbeitgeber (Baumann GmbH bzw. Siemens AG) zeigten Maria und Andreas Traub auf, dass die Unternehmen sich dieser Herausforderung bewusst sind und den Anforderungen der jungen Familien mit vielen unterschiedlichen Angeboten nachkommen. „Familienfreundlichkeit ist die neue Anforderung an Arbeitgeber, aber eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“

Die anwesende Amberger Bürgermeisterin Brigitte Netta, auch Leiterin der Kindertagesstätte „CampusKids“ der OTH Amberg-Weiden, wies in der anschließenden Diskussion darauf hin, dass es viele Unterstützungsangebote für studierende Eltern gebe. Welche das genau sind, kann bei Özlem Ajazay-Tangoba (oe.ajazaj-tangobay@oth-aw.de), Zentrum für Gender und Diversity der OTH Amberg-Weiden, abgefragt werden. Moderator Prof. Dr. Andreas P. Weiß konnte den Abend somit mit der positiven Zusammenfassung schließen, dass in unserer Zeit Ingenieurstudium und -beruf sehr wohl für beide Geschlechter mit Kindern vereinbar ist. Einfacher wird das Leben mit ihnen sicher nicht – aber reicher!

Die Vortragsreihe „Erfolgreiche Ingenieurinnen“ wird vom Zentrum für Gender und Diversity der OTH Amberg-Weiden mit Unterstützung der VDI Bezirksgruppe Amberg-Weiden und Prof. Dr. Andreas Weiß, Frauenbeauftragter Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik, veranstaltet. Dabei wird beispielhaft gezeigt, dass Ingenieurberuf und Familie vereinbar sind.

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