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Mit SEED, Surfbrettern und Spaß zum Start-up

Campus Cup: Planspielwettbewerb an der OTH in Weiden

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

Der Surfbrett-Markt ist hart umkämpft: 15 Studierende der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen haben das hautnah erlebt. Sie rangen am vergangenen Freitag und Samstag um die Vormachtstellung in Santa Beach, der Surf-Metropole im sonnigen Kalifornieren. Na gut. Eigentlich waren sie im nicht so sonnigen Weiden. Auch Strand und Szenario sind frei erfunden. Aber die Lernerfolge an den beiden Tagen waren echt.

Das Planspiel SEED vermittelt Verständnis für Geld- und Warenflüsse im Unternehmen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielten SEED, ein haptisches Planspiel, das eine Unternehmensgründung simuliert. Spielleiter waren Prof. Dr. Josef Duttle von der OTH Regensburg sowie Prof. Dr. Julia Heigl und Prof. Dr. Clemens Bulitta von der OTH Amberg-Weiden. Spielplatz: die OTH in Weiden.

Zunächst übten die Studierenden verschiedene einfache Geschäftsvorfälle wie Einzahlung des Gründungs-Stammkapitals über Warenkäufe, Lohnzahlungen, Fertigung hin zum Verkauf der Waren an den Kunden und Einzahlung von Forderungen. Dabei lernten sie auch Kassenbuch zu führen sowie Inventar, Bilanz und GuV zu erstellen.

Dieses Wissen konnten sie gut gebrauchen, denn nach der Mittagspause ging’s ans Eingemachte. Im computergestützten Planspiel easyStartup versuchten sich vier Teams bunt zusammengewürfelt aus Bachelor- und Masterstudierenden aus den Studiengängen Medizintechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Internationales Technologiemanagement sowie Interkulturelles Unternehmens- und Technologiemanagement im fiktiven Markt „Santa Beach“ als Surfbrett-Hersteller.

Schon bei der Gründung der Surfbrett-Firmen gab es viel zu bedenken – ein ansprechender Name, die Kompetenzen der Gründer, die Höhe der Venture Capital Beteiligung und nicht zuletzt ein strategisch schlüssiger und detailliert ausgeplanter Businessplan. Diesen mussten die Teams dann in der Höhle der Löwen, dem simulierten Bankgespräch, verteidigen. Mit Erfolg: Alle Teams konnten mit den gewünschten Krediten und hilfreichen Tipps in das Spiel starten.

Bei vorweihnachtlichter Stimmung – manche Teilnehmer hatten über Nacht ihr Talent im Backen von Plätzchen und Kuchen bewiesen – durchlebten vier Teams die drei ersten Jahre ihres Surf-Start-ups.

Dabei war eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen – von der Marktseite mit Absatzplanung, Preisstellung und Werbe- und Verkaufsförderungsausgabe über Produktionsplanung, Einkauf und Personalbedarf hin zu Liquiditätsplanung und Kreditaufnahme. Die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf Marktwachstum, Verkäufe, Marktanteile, Lager, Finanzbedarf, Gewinn etc. wurden in der Planspiel-Software simuliert und im Plenum besprochen, bevor es in die nächste Runde ging.

Jede einzelne Spielperiode hatte es in sich: Ob Hoch- und Nebensaison, Nachfragekrisen oder Rohstoffpreisänderungen, Fluktuation oder Fachkräftemangel – die Spielleitung stellte die Teams vor immer neue, durchaus realitätsnahe Herausforderungen. Dementsprechend hoch war der Lerneffekt. „Viel anschaulicher als in so mancher Vorlesung“ und „Toll, dass man das Gelernte auch gleich anwenden konnte“, lautete das Feedback. „Sogar die Kennzahlen, die in der Vorlesung doch recht langweilig erscheinen, haben auf einmal Spaß gemacht“, meinte eine Teilnehmerin.

Das war keine Übertreibung: Begeistert, überzeugend und routiniert präsentierten die Teams am Ende ihre Ergebnisse und gaben den „Investoren“ Prof. Dr. Duttle und Prof. Dr. Heigl einen Ausblick auf die kommenden Perioden.

Aus Businessplan, Spielergebnis und Präsentation wurden abschließend die Gewinner ermittelt. Zum Abschluss hatte Prof. Dr. Duttle noch eine Überraschung parat: Die erst- und zweitplatzierten Teams werden die OTH Amberg-Weiden im kommenden April beim Masters-Cup bei Siemens Healtheneers in Kemnath gegen andere Hochschulen vertreten.

 

Team 2 beim Bankgespräch mit Prof. Dr. Duttle und Prof. Dr. Heigl

Team 4 bei der Planung

Auch Team 3 tüftelt an der richtigen Strategie.

Unternehmen 1 auf der Suche nach einem Weg durch den Zahlendschungel

Team 4 holt sich Tipps bei der Spielleitung

Team 1 freut sich über das gute Ergebnis.

Prof. Dr. Duttle fasst den Lerneffekt zusammen.

Team 3 bei der Abschlusspräsentation

Zufriedene Gesichter am Ende der Veranstaltung

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