Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Mensch und Industrie 4.0 – von Assistenzsystemen zu Machine Learning

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

Auf Einladung des Standortleiters Alfred Koch von Siemens Healthineers und Prof. Dr. Franz Magerl referierte diesmal Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart in den Räumen des Innovativen LernOrtes der Hochschule am Siemens Healthineers Standort in Kemnath zum Themenschwerpunkt „Mensch und Industrie 4.0 – von Assistenzsystemen zu Machine Learning“.

Prof. Dr. Gunther Reinhard und Standortleiter Alfred Koch, Standortleiter Siemens Healthineers

70 Gäste verfolgten gespannt den Vortrag des Referenten, der es perfekt beherrschte, die Thematik umfassend und fundiert darzustellen. Prof. Dr.-Ing. Gunther Reinhart ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswissenschaften und Montagetechnik am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der Technischen Universität München. Gleichzeitig ist er Vorstandsvorsitzender des Bayerischen Clusters für Mechatronik und Automation e.V. Seit dem 1. Juli 2016 ist Prof. Reinhart geschäftsführender Institutsleiter der Fraunhofer Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (FhG IGCV).

Basierend auf seinem umfangreichen wissenschaftlichen und praktischen Hintergrund holte er die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Mega-Thema Industrie 4.0 auf den pragmatischen Boden der realen Arbeitswelt zurück. Prof. Reinhart sieht in dem Begriff vor allem einen Appell an die Industrie, die Automatisierung und Produktivität zu erhöhen – begleitet mit einer außergewöhnliche Steigerung der Informationsdichte. So heiße „Big Data“ schlichtweg großes Datenvolumen – nicht mehr. Es liege ausschließlich am Menschen, aus diesen Rohdaten Wissen zu gewinnen. Faszinierend erläutert der renommierte Referent Kognitive Assistenzsysteme und physische Assistenzsysteme mittels Robotik. Natürlich stehe bei diesen Automatisierungs- und Assistenzsystemen der Kostenfaktor im Vordergrund.

In der anschließenden Diskussion gibt der Referent klar zu verstehen, dass die klassischen Qualifizierungsmaßnahmen dem rasanten Tempo der Digitalisierung nicht mehr folgen können: „Ohne die Eigendynamik der Menschen schaffen wir es nicht." Der Professor plädiert für das „spielerische Lernen" und prognostiziert, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland nur durch die Nutzung des digitalen und elektronischen Potentials erhalten werden kann.

Nach oben