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„Im Verbund sind wir stärker“

| Hochschulkommunikation | TRIO

Unter dem Motto „Im Verbund sind wir stärker“ kamen am 8. und 9. Mai Projektverantwortliche, Koordination, Projektleitung, wissenschaftliche Leitung und Mitarbeitende des Hochschulverbunds TRIO (Transfer und Innovation Ostbayern) zu einem ersten Gesamttreffen zusammen.

World Café: Gemeinsame Erarbeitung der Schnittstellen zwischen den Verbundvorhaben. Foto: Antonella Giannitelli (OTH Regensburg)

Mittlerweile sind an den vier beteiligten Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Amberg-Weiden, Deggendorf, Landshut, Regensburg) und den beiden Universitäten (Passau, Regensburg) beinahe sämtliche der insgesamt 29 Projektstellen besetzt. Das Arbeitstreffen hat den Rahmen für einen intensiven Austausch und eine gute Zusammenarbeit für die Projektlaufzeit bis Ende 2022 gesetzt.

Ideale Rahmenbedingungen bot das Kloster Plankstetten als einer der Innovativen Lernorte der OTH Amberg-Weiden. Innovative Lernorte bieten als dezentrale Orte außerhalb des Campus eine außergewöhnliche Lernumgebung für Studierende und Lehrende, die Kreativität und Innovation befördern sollen. Nach der Begrüßung durch den Projektleiter Boris Goldberg (OTH Regensburg) und einer kurzen Vorstellung des Konzepts der Innovativen Lernorte durch Veronika Wiesmet (OTH Amberg-Weiden) wurde der Ablauf der zwei Tage von Karen Fisher (Verbundkoordination, OTH Regensburg) vorgestellt.

Schon beim gegenseitigen Kennenlernen der Beteiligten wurde klar, dass die TRIO-Mitarbeitenden eine große Vielfalt an Disziplinen und Erfahrungen in diesem Projekt vereinen. Aufgrund der Vielzahl der Teilnehmenden wurde auf eine klassische Vorstellungsrunde verzichtet; verschiedene Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden über ein Aufstellen im Raum sichtbar gemacht: Zugehörigkeit zu welcher Hochschule, zu welchem Projekt, Herkunft, wissenschaftliche Fachrichtung.

Die Projektmitarbeiterinnen und –mitarbeiter decken ein breites Spektrum an Wissen und Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen ab und können ihre ganz unterschiedlichen beruflichen Vorerfahrungen gewinnbringend in das Projekt einbringen. Die Komplementarität an fachlichen und beruflichen Hintergründen wird TRIO dabei helfen, die komplexen Herausforderungen selbst interdisziplinär zu diskutieren.

Ziele und Transferverständnis

Dr. Herrad Schmidt stellte als Referentin des wissenschaftlichen Leiters Prof. Burkhard Freitag (beide Universität Passau) die Ziele und das Transferverständnis von TRIO vor. Die Mission von TRIO lautet: „TRIO bringt Innovation und strahlt als Innovationsmotor in die Region hinein.“ Der Transfer soll durch das Projekt im wechselseitigen Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in der Region Ostbayern stattfinden. Wissenschaftliche Ergebnisse können für Innovationen nutzbar gemacht werden und Impulse aus Wirtschaft und Gesellschaft zurück in die Forschung getragen werden. Der Hochschulverbund versteht sich hierbei als Drehscheibe.

Präsentation der Verbundvorhaben

Um diese noch abstrakten Ideen mit Leben zu füllen, wurden am Nachmittag die fünf Verbundvorhaben sowie die Zuständigkeiten der wissenschaftlichen Leitung und der Verbundkoordination vorgestellt. Die Verbundvorhaben beschäftigen sich mit verschiedenen Teilbereichen, unter anderem mit folgenden Themen:

  • Bedarfsanalyse in engem Austausch mit Unternehmen;
  • Wissenschaftsscouting, d.h. die Suche nach neuen, innovativen Ergebnissen aus der Wissenschaft, an den Verbundhochschulen;
  • Einrichtung und Betrieb von Innovationslaboren;
  • Wissenschaftskommunikation;
  • Vereinheitlichung und Standardisierung von Prozessen und Rahmenbedingungen.

Die Teams, Arbeitspakete und Meilensteine wurden reihum vorgestellt sowie die Themen und Fragestellungen, die sich aus den bereits erfolgten Einzel-Kick-offs der jeweiligen Verbundvorhaben ergeben hatten.

Enge Verknüpfungen, hohe Komplexität

Wie eng die einzelnen Vorhaben miteinander verknüpft sind, wurde im Rahmen eines World-Cafés am zweiten Tag erarbeitet. Diese Workshop-Methode bringt Teilnehmende in einen konstruktiven Austausch. Die Teilnehmenden stehen im Raum verteilt an Tischen mit bis zu sechs Personen. „Gastgeber“ an den Tischen sorgen für die inhaltliche Verknüpfung der Erkenntnisse aus den unterschiedlichen Diskussionsrunden. Als Hochschulentwicklungsprojekt zielt TRIO auf die Weiterentwicklung und Professionalisierung von bestehenden Strukturen und Prozessen im Bereich Transfer an allen beteiligten Verbundhochschulen. „TRIO will den Transfer stärken und das gesamte Prozedere von der Bedarfsanalyse und Ideenfindung bis zur Umsetzung einer Innovation für alle Beteiligten einheitlicher, direkter und effizienter machen – damit hat der Hochschulverbund eine große Aufgabe vor sich, die man nur in gleichberechtigter Kooperation und auf der Grundlage funktionierender Kommunikation umsetzen kann“, betont Prof. Freitag.

Dazu müssen die Teams, die hochschulübergreifend zusammenarbeiten, gute Prozesse, Strukturen, Ideen und messbare Bewertungskriterien erarbeiten.

Nach dem Gesamttreffen steht fest: Die Komplexität im Projekt ist hoch, die Themen spannend, und die Beteiligten sind mit viel Enthusiasmus und Expertise am Start.

Informationen zum Projekt

Transfer und Innovation Ostbayern (TRIO) ist ein Verbundprojekt der ostbayerischen Hochschulen und Universitäten und seinen regionalen Partnern und wird durch das Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“ gefördert (2018-2022). TRIO versteht sich als aktiver Gestalter des Wissens- und Technologietransfers. Durch die hochschul- und fächerübergreifende Bündelung von Kompetenzen im Themenfeld Digitalisierung und durch den aktiven Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft leistet der Hochschulverbund TRIO einen wichtigen Beitrag zu regionaler Innovation.

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