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Vertreter der Hokkaido University zu Gast an der OTH Amberg-Weiden

| Hochschulkommunikation, Erneuerbare Energien / Umwelttechnik, International | Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung

Japan baut die Biomasse-Kapazität stark aus. Dabei blicken sie auch in andere Länder, um von erfolgreichen Projekten zu lernen. Anfang Juli folgten Prof. Shiho Ishikawa und Prof. Kazunori Iwabuchi von der Hokkaido University in Japan einer Einladung von Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch an die OTH Amberg-Weiden. Sie wurden von Raphael Lechner und Tobias Popp vom Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung sowie von Dr. Annabelle Wolff vom International Office in Empfang genommen.

Deutsch-Japanischer Austausch: (v.l.) Tobias Popp, Shiho Ishikawa, Kazunori Iwabuchi und Raphael Lechner

Nach einer Vorstellung der OTH Amberg-Weiden und ihrer Auslandsaktivitäten tauschten sich die Forscher über die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte und die Kooperationsmöglichkeiten auf wissenschaftlicher Ebene aus. Shiho Ishikawa untersucht an einer Demonstrationsanlage der Hokkaido Universität derzeit das dynamische Verhalten von Biogas-Blockheizkraftwerken, u. a. mit dem Ziel, nach Katastrophenfällen einen Wiederaufbau der Energieversorgung über Bioenergie sicherzustellen. Prof. Iwabuchi beschäftigt sich mit der Herstellung von Biokohle aus Biomasse, insbesondere durch natürliche Pyrolyse bei niedrigen Temperaturen (Torrefizierung). In beiden Forschungsbereichen gibt es Schnittmengen mit den Arbeitsgebieten der OTH Amberg-Weiden, weshalb nun die Möglichkeiten für eine weitergehende Zusammenarbeit ausgelotet werden sollen.

Die Hokkaido Universität in Sapporo blickt auf eine über 100jährige Geschichte zurück und gilt als eine der angesehensten Universitäten Japans. Im Rahmen der „Graduate School of Information Science and Technology“ mit ihrer „Division of Systems Science and Informatics“ betreibt die Hokkaido Universität ein „Power and Energy Systems Lab“ und eine „Power-to-Heat Demonstration Site“ in dem komplexe Energieversorgungsstrukturen mit hohem Anteil Erneuerbarer Energien und Sektorkopplung im Realmaßstab untersucht werden können. Die OTH Amberg-Weiden verfolgt mit ihrem Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung und dem An-Institut für Energietechnik einen ähnlichen Forschungsansatz, ausgehend von „Reallaboren“, die im Rahmen von Demonstrationsprojekten in Kooperation mit bayerischen Unternehmen und Kommunen aufgebaut werden und als Grundlage für die Forschung unter Praxisbedingungen dienen.

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