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Auf dem Surfbrett ins Start-up

Campus Cup: Planspielwettbewerb an der OTH in Weiden

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen

Nieselregen, graue Wolken und kalter Wind in der Oberpfalz – das sind gleich drei gute Gründe, sein Glück im sonnigen Kalifornien zu suchen. Studierende der OTH Amberg-Weiden haben genau das gemacht, zumindest im Kopf. In drei Teams rangen sie letzte Woche um die Vormachtstellung am fiktiven Surfbrettermarkt von Santa Beach beim Campus Cup Planspielwettbewerb. Geleitet und betreut wurde der Wettbewerb von Prof. Dr. Josef Duttle und Maritha Wagner von der OTH Regensburg sowie Prof. Dr. Julia Heigl von der OTH Amberg-Weiden.

Die Spielleiter Prof. Duttle und Prof. Heigl helfen bei der „Buchführung“.

Wo eine Welle ist, ist auch ein Weg: Beim Planspielwettbewerb starten vor allem Studierende technischer Fachrichtungen. Deshalb ging es zunächst einmal darum, Grundlagen der BWL im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“. Dabei half das haptische Gründungs-Planspiels SEED. Hier spielten die TeilnehmerInnen zunächst verschiedene einfache Geschäftsvorfälle von Einzahlung des Gründungs-Stammkapitals über Warenkäufe, Lohnzahlungen, Fertigung bis zum Verkauf der Waren an den Kunden und Einzahlung von Forderungen durch. Dabei lernten sie auch Kassenbuch zu führen und Inventar, Bilanz und GuV zu erstellen.

Dieses Wissen konnten sie gut gebrauchen, denn nach der Mittagspause ging es ans Eingemachte. Im computergestützten Planspiel easyStartup versuchten sich die Teams aus den Studiengängen Internationales Technologiemanagement und Wirtschaftsingenieurwesen am fiktiven Markt „Santa Beach“ als Surfbrett-Hersteller.

Schon bei der Gründung der Surfbrett-Firmen gab es viel zu bedenken – ein ansprechender Name, die Kompetenzen der Gründer, die Höhe der Venture Capital Beteiligung und nicht zuletzt ein strategisch schlüssiger und detailliert ausgeplanter Businessplan. Damit ging es dann in die „Höhle der Löwen“ – Prof. Dr. Josef Duttle und Prof. Dr. Julia Heigl zeigten sich aber zahm und konnten die Teams nicht nur mit dem gewünschten Kapital, sondern auch hilfreichen Tipps versorgen.

Nun war es an den Teams, ihre Pläne auch umzusetzen. In sechs Spielperioden waren eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen – von Absatzplanung, Preisstellung und Marketingausgaben über Produktionsplanung, Einkauf und Personalbedarf hin zu Liquiditätsplanung und Kreditaufnahme. Die Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen auf Marktwachstum, Marktanteile, Lageraufbau und nicht zuletzt Betriebsergebnis und Periodenüberschuss wurden nach jeder Runde in der Planspiel-Software simuliert und im Plenum besprochen.

Damit es nicht langweilig wurde, hielt jede einzelne Spielperiode Überraschungen bereit: saisonale Schwankungen, Nachfragekrisen, variierende Einkaufspreise, Fluktuation oder Fachkräftemangel – die Spielleitung stellte die Teams vor immer neue, durchaus realitätsnahe Herausforderungen. Verständlich, dass es nicht für alle Teams immer nur rosig lief. Doch in der letzten Periode konnten alle Teams ein positives Periodenergebnis verbuchen. Dementsprechend begeistert und überzeugend präsentierten die Teams am Ende ihre Ergebnisse und gaben den „Investoren“ Prof. Dr. Josef Duttle und Prof. Dr. Julia Heigl einen Ausblick auf die kommenden Perioden.

Aus Businessplan, Spielergebnis und Präsentation wurden abschließend die GewinnerInnen ermittelt. Zum Abschluss hatte Prof. Dr. Josef Duttle noch eine Überraschung parat: Alle TeilnehmerInnen sind für den Masters-Cup im kommenden Jahr bei Siemens Healtheneers in Kemnath qualifiziert und werden die OTH Amberg-Weiden im Wettbewerb gegen andere Hochschulen vertreten.

Zufriedene TeilnehmerInnen am Ende des Wettbewerbs

Unternehmen 3 tüftelt an der richtigen Strategie.

Unternehmen 1 beim Bankgespräch mit den Professoren Duttle und Heigl

Unternehmen 2 diskutiert die Ergebnisse mit den Spielleitern.

Unternehmen 1 bei der Abschlusspräsentation

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