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Deutsch-tschechische Teamarbeit: Fachexkursion zum Thema Glas

| Hochschulkommunikation

Die Glasindustrie hat in der bayerisch-tschechischen Grenzregion nicht nur eine lange Tradition, sondern auch eine Menge Zukunft. Das können Studierende von vier Partneruniversitäten bestätigen – sie wandelten auf den Spuren der böhmischen und bayerischen Glashütten.

Unterwegs in Sachen Glas: die tschechisch-deutsche Exkursionsgruppe

Ziel dieser Fachexkursion im Projekt Studykom war das Beleuchten des Themas Glas aus verschiedenen Blickwinkeln: Technik, Design, Handel und Wirtschaft. Darüber hinaus sollten die Studierenden der OTH Amberg-Weiden, der TH Deggendorf, der Westböhmischen Universität Pilsen und der Südböhmischen Universität Budweis auch das Grenzgebiet kennen lernen. Daher hielt Jaroslava Pongratz, die Netzwerkmanagerin Bayern-Böhmen für die Donau-Moldau-Region, am ersten Abend einen kurzen Vortrag zur aktuellen Situation im Grenzgebiet. Ihr Fazit: „Es ist eine gute Zeit, hier zu studieren, da auf beiden Seiten Fachkräftemangel herrscht.“

Die Fachexkursion begann mit einer kurzen Führung über den Campus der Technischen Hochschule und durch die Altstadt von Deggendorf. Danach folgten an vier Tagen Unternehmensbesichtigungen, zum Beispiel beim Brillenhersteller Rodenstock in Klatovy und der Glashütte Theresienthal. Für den Maschinenbaustudenten Thomas Beimler war interessant, dass einige Studierende dabei „selbst Glaskugeln blasen oder Glastiere basteln konnten.“ Hinzu kamen Rundgänge, etwa durch die Katakomben unterhalb der Jesuitenkirche von Klatovy mit Krypten und mumifizierten Verstorbenen sowie eine Stadtführung in Passau zum Ende der Exkursion.

Um die Gruppen zu durchmischen, teilten die Organisatoren die Studierenden von Anfang an in internationale Teams aus Deutschen und Tschechen ein, die am Ende einen Projektbericht schreiben und ein Planspiel absolvieren sollten. Teil des Projektberichts war zum Beispiel eine Einschätzung von kulturellen Unterschieden zwischen beiden Nationen.

Im Planspiel ging es um den Fall eines Glasunternehmens, das sich im deutsch-tschechischen Grenzraum neu positionieren musste. Die Teams sollten dazu neue Visionen entwickeln, die sie am letzten Abend präsentierten. Hier war „die Zusammenarbeit sehr gut, aber sprachlich eine Herausforderung“, so der Student des Internationalen Technologiemanagements Marek Popp. Sein Team schlug zum Beispiel eine Erweiterung des Sortiments auf Glaspokale vor. Die Sieger konnten sich am Ende über tschechische Spezialitäten freuen.

Das Projekt Studykom fördert die Berufschancen im bayerisch-tschechischen Grenzraum. Neben der Exkursion sind dazu in den Semesterferien ein Besuch der Existenzgründerwoche sowie ein Tschechisch-Sprachkurs für Anfänger in Pilsen geplant. Ebenso unterstützt Studykom bei der Suche nach Praktika in der Tschechischen Republik. Bei Fragen wenden Sie sich an den Projektkoordinator, Dr. Bastian Vergnon, unter b.vergnon@oth-aw.de oder +49 (961) 382-1915.

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