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Studiengang der Woche: Medizintechnik

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen | Studiengang der Woche

Was haben Menschen und Studiengänge gemeinsam? Sie müssen sich regelmäßig neu erfinden, um jung und interessant zu bleiben. Das Bachelorangebot Medizintechnik hat sich in den vergangenen Monaten komplett neu aufgestellt. Im Interview spricht es über Digitalisierung und vier aktuelle Vertiefungsrichtungen.

Studieren und Arbeiten in einem hochmodernen Lehr- und Forschungs-OP

Du hast Dich in den vergangenen Monaten intensiv mit Digitalisierung auseinandergesetzt. Warum?

Die Zukunft der Gesundheit ist digital. Bilddaten optimieren Vorbereitung und Ablauf der Operation. Roboter unterstützen Chirurginnen und Chirurgen bei der Herz-OP, manövrieren das Messer an die optimale Stelle, schneiden präzise ohne das geringste Zittern. Künstliche Organe oder Prothesen werden aus dem 3D-Drucker kommen – exakt abgestimmt auf die Anforderungen der Patientin oder des Patienten. Das alles ist Science, ohne Fiction. Schon heute setzen Ärztinnen und Ärzte auf computerassistierte Chirurgie, auch Implantate aus dem 3D-Druck gibt es bereits. Als verantwortungsbewusster Studiengang möchte ich, dass meine Studierenden von topaktuellem Fachwissen profitieren und optimale Karrierechancen haben. Und Digitalisierung ist in der Medizintechnik ein ganz großes Thema!

Wie zeichnet sich das in den Studieninhalten an?

Ein Megatrend wie Digitalisierung spiegelt sich in vielen meiner Module wider, ganz besonders aber in einer meiner vier neuen Vertiefungsrichtungen: der digitalen Medizintechnik. Studierende, die sich dafür entscheiden, beschäftigen sich mit Mustererkennung in der medizinischen Bildverarbeitung, zum Beispiel mit Diagnose-Software, die die Ärztin oder den Arzt bei der Bestimmung einer Krankheit unterstützt. Oder mit medizinischen Informationssystemen wie einer digital geführten Patientenakte und Krankenhausinformationssystemen. Außerdem auf dem Studienprogramm: Usability Engineering, Datenbank-Analyse oder System- und Signaltheorie in der Medizintechnik.

Du hast von vier neuen Vertiefungen gesprochen. Um was geht es bei den drei anderen?

Der Schwerpunkt „Medizinische Physik“ ist an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft und Heilkunde angesiedelt. Fachkräfte mit entsprechenden Kenntnissen sind in Gesundheitseinrichtungen oder in der Forschung sehr gefragt. Denn viele medizinische Großgeräte in der Strahlentherapie oder Lasermedizin benötigen das interdisziplinäre Know-how aus Physik und Medizin, um sie optimal betreiben zu können. Die Vertiefungsrichtung „Application & Service“ orientiert sich am Schwerpunkt „Medizinische Physik“ mit einem besonderen Akzent auf den Bereich Service. Denn die Nachfrage nach Serviceingenieurinnen und -ingenieuren sowie Applikations-Spezialistinnen und -spezialisten wächst zunehmend: Absolventinnen und Absolventen können dann zum Beispiel für nationale und internationale Medizintechnik-Unternehmen arbeiten – sie unterstützen Kundinnen und Kunden beim Aufbau, der Einrichtung oder Wartung der Geräte. „Medizinische Produktentwicklung und Regulatory Affairs“ spricht für sich. Wer diesen Schwerpunkt wählt, kann im Berufsleben die Zulassung von Medizinprodukten betreuen. Auch ein Bereich, in dem Fachkräfte gesucht sind.

Was für Studierende wünscht Du Dir?

Bei mir kommen Ingenieurswissenschaften und Medizin zusammen. Wer neugierig ist und Spaß daran hat, interdisziplinär zu denken und zu arbeiten, kommt bei mir voll auf seine Kosten. Auf dem Studienprogramm stehen naturwissenschaftliche, feinwerktechnische, elektrotechnische und medizintechnische Kurse. Außerdem Module über Physiologie oder Anatomie. In den Integrationsmodulen erhalten Studierende zudem Schlüsselqualifikationen, die sie für ihre spätere Karriere brauchen.

Wie bringst Du Praxis und Theorie zusammen?

Wie es sich für eine Hochschule für angewandte Wissenschaften gehört, bringen Praktika, Projektarbeiten, Gastvorträge und Exkursionen Farbe in Studium. Dafür arbeiten wir mit innovativen LernOrten wie der Kliniken Nordoberpfalz AG und dem Klinikum St. Marien in Amberg zusammen. Außerdem lernen und forschen die Studierenden bei uns in hochmodernen Laboren: ein Reinraum der ISO-Klasse 7, ein Radiologie-Nuklearmedizinbereich und der innovative Lehr- und Forschungs-OP gehören zu unseren Ausstattungs-Highlights.

Was erwartet die Absolventinnen und Absolventen nach Ihrem Abschluss?

Der Gesundheitsmarkt boomt. Allein in Deutschland arbeiten rund sieben Millionen Menschen in der Gesundheitswirtschaft. Tendenz steigend. Nach ihrem Abschluss stehen den Studierenden viele Karrierewege offen: Sie können in Krankenhäusern, in der medizinischen Industrie oder in Forschungsinstituten arbeiten. Die Einsatzgebiete: Entwicklung und Konstruktion von Medizinprodukten, Design und Betreuung von medizinischen Geräten, Vertrieb, Beratung, Qualitätssicherung und vieles mehr. Sie können sich aber auch weiter qualifizieren und den Master machen. Den bekommen sie auch bei uns!

Wo kann man Dich kennenlernen?

Natürlich an der OTH Amberg-Weiden, im Studien- und Career-Service. Wer sich vorab über mich informieren möchte, klickt Medizintechnik.

 

Studierende lernen an modernen medizinischen Systemen.

Studierende bringen sich auf Veranstaltungen wie OTHealthy oder ORTHO – Kongress der Master ein, die fast vollständig von ihnen geplant und umgesetzt werden. Studierende lernen an modernen medizinischen Systemen.

Studierende lernen bei Exkursionen und Gastvorträgen von Exoerten!

Die OTH Amberg-Weiden besitzt einen Reinraum der ISO-Klasse 7.

Studierende erleben vor Ort, wie Medizintechnik in Kliniken eingesetzt wird.

Praxisnah und modernste Austattung: 1.000 qm mit modernen, fachspezifischen Laboren

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