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Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen: Zertifizierungskurs REFA-Grundausbildung 2.0

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen

Der REFA-Grundschein ist eine in vielen Unternehmen anerkannte Grundlage für das Aufgabengebiet Industrial Engineering. Nach der erstmaligen Durchführung 2017 konnte dieser Zertifizierungskurs im September 2019 in Zusammenarbeit mit der Gliederung Amberg des REFA Bayern e.V. erneut an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden angeboten werden. 14 Studierende des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen nahmen erfolgreich an dem zwei-wöchigen Intensivkurs teil und konnten sich über die renommierte Urkunde „REFA-Grundschein Arbeitsorganisation“ freuen.

Die Kursteilnehmer zusammen mit Volker Simon (ganz rechts) und Florian Walter (ganz links) aus dem Dozententeam, beide Siemens AG

Der Kurs wurde in enger Abstimmung zwischen Volker Simon (Lehrgangsleiter und stellv. Vorsitzender des Vorstands von REFA Bayern e.V.), Manfred Ederer (Stellv. Vorsitzender des Vorstands der REFA Gliederung Amberg) und Prof. Dr.-Ing. Günter Kummetsteiner (OTH Amberg-Weiden) speziell auf Teilnehmer des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zugeschnitten. Vorkenntnisse, u.a. aus den Vorlesungen Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation, werden als Zugangsvoraussetzungen genutzt, um einen zeitlich und finanziell auch für Studierende passenden Rahmen zu ermöglichen. Um den Studierenden die Teilnahme zusätzlich finanziell zu erleichtern, förderte die emz-Hanauer GmbH & Co. KGaA (Nabburg) den Kurs mit einem großzügigen Zuschuss, so dass sich die Kursgebühr für die Teilnehmer nochmals nicht unerheblich reduzierte.

Inhalt der ersten Kurswoche waren fachliche und methodische Grundlagen zur Gestaltung und Optimierung von Fertigungs- und Montagesystemen. Als Dozenten fungierten Fachleute mit langjähriger betrieblicher Erfahrung – getreu dem REFA-Motto „Aus der Praxis für die Praxis.“. In der zweiten Woche konnte das Erlernte in Teams an einem konkreten und durchgängigen Beispiel angewendet werden. Anhand eines Metallbau-LKWs erfolgte die umfassende Planung und Optimierung eines Montagesystems inkl. Zeitermittlung, Austaktung der Arbeitsinhalte, Kostenermittlung und Arbeitsplatzgestaltung. Besondere Herausforderung war dabei die Berücksichtigung von zwei Varianten: der LKW war als Pritschenwagen und als Abschleppwagen mit Kranaufbau zu montieren. Zudem mussten unterschiedliche Stückzahl-Szenarien betrachtet werden. Als zusätzliches technisches Highlight hatte Florian Walter, der Leiter dieser Praxiswoche, den Einsatz eines 3D-Druckers integriert. Damit konnten nach den Entwürfen der Kursteilnehmer spezifische Montagevorrichtungen erstellt werden.

Die Vorgehensweise und das Ergebnis wurden dann von jedem Team in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Neben den schriftlichen Prüfungen war auch diese Ausarbeitung und Präsentation Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats. Das abschließende Fazit der Teilnehmer war durchweg positiv: Denn durch die Kombination von Grundlagen-Vermittlung und durchgängiger Anwendung der fachlichen und methodischen Grundlagen mit dem Ziel aufgabenspezifischer Handlungskompetenz bietet dieser Kurs einen hohen Nutzwert für die spätere betriebliche Praxis.

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