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25 Jahre – 25 Orte: Digitalisierung – eine Chance für Frauen in der Arbeitswelt?

| Hochschulkommunikation, Fakultät Betriebswirtschaft, Jubiläum

Die Digitalisierung stellt die Arbeitswelt auf den Kopf. Aber bringt sie auch mehr Gendergerechtigkeit? Im evangelischen Gemeindehaus in Vohenstrauß sprach Prof. Dr. Christiane Hellbach, Vizepräsidentin und Frauenbeauftragte an der OTH Amberg-Weiden, über Chancen und Risiken für Frauen in der Arbeitswelt 4.0.

Prof. Dr. Christiane Hellbach, Vizepräsidentin und Frauenbeauftragte an der OTH Amberg-Weiden

Frauen sind sehr gut ausgebildet. Dennoch arbeiten sie seltener in Führungspositionen als Männer, verdienen im Durchschnitt weniger und sind damit im Alter schlechter abgesichert. Die Digitalisierung und der damit einhergehende Strukturwandel in der Berufswelt könnten das ändern.

Die Digitalisierung mit ihren neuen Arbeitsformen kommen den Anforderungen nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie entgegen. Cloudwork (ortsunabhängige Dienstleistungen) oder Gigwork (ortsgebundene Dienstleistungen) ermöglichen Flexibilität in der Wahl der Arbeitszeit und des Arbeitsortes – und damit selbstbestimmtes, mobiles Arbeiten. Außerdem könnten Frauen von veränderten Rahmenbedingungen profitieren, u.a. von der abnehmenden Präsenzkultur, einer neuen, mit vernetztem Arbeiten einhergehenden Führungskultur oder der Aufwertung frauenspezifischer, kommunikativer und sozialer Kompetenzen.

Doch die Digitalisierung birgt auch Herausforderungen: Insgesamt liegen Frauen bei digitalen Kompetenzen weiterhin leicht hinter den Männern zurück. Sie werden bei betrieblicher Weiterbildung generell weniger berücksichtigt und erhalten von Arbeitgebern seltener notwendige Geräte und Systeme, um auch mobil arbeiten zu können. Außerdem passen eine uneingeschränkte zeitliche Verfügbarkeit und hohe Mobilitätsbereitschaft nicht zu allen Lebensentwürfen.

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