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Neue Wege in der Rekrutierung von Studierenden

Teilnahme an Bildungsmesse in Kasachstan

| International | Kompetenzzentrum Bayern - Mittel-/Osteuropa

Um neue Wege in der Rekrutierung von internationalen Studierenden zu gehen, nahm die OTH Amberg-Weiden Anfang Oktober erstmals an der Bildungsmesse International Education Fair in Kasachstan teil. Innerhalb von 11 Tagen wurde in sechs Städten des zentralasiatischen Landes Station gemacht. Olga Axt präsentierte die Hochschule zwei Tage lang an einem Informationsstand in der Kongresshalle der Hauptstadt Nur-Sultan (vormals Astana).

Stand der OTH Amberg-Weiden in der Kongresshalle der Hauptstadt Nur-Sultan

„Die Bevölkerung hier ist jung und wächst, überall wird modernisiert. Die Studierenden und Schüler haben großes Interesse an einem Studium in Deutschland gezeigt. Die meisten sprechen sehr gut Englisch, sind aber auch bereit Deutsch zu lernen“, so die OTH-Mitarbeiterin. Bisher für Europäer eher unbekannt, birgt Kasachstan viel Potenzial zur Zusammenarbeit. Dies zeigte auch die Teilnahme von 14 deutschen Bildungseinrichtungen wie der Universität und Hochschule Würzburg sowie Bremen, der TU Chemnitz, der Hochschule Hof und der Viadrina Frankfurt (Oder).

Das kasachische Bildungssystem ist darauf ausgelegt, dass möglichst alle SchülerInnen ein Studium absolvieren. Momentan sind rund 120.000 Studierende aus Kasachstan an Universitäten und Hochschulen im Ausland eingeschrieben. Aufgrund des Bevölkerungswachstums ist zu erwarten, dass sich ihre Zahl in den nächsten fünf Jahren verdoppelt. Die Jugendlichen sind besonders in MINT-Fächern stark, haben ausgezeichnete Englischkenntnisse und interessieren sich für praktisch orientierte Studiengänge. Dies bestätigt auch Olga Axt: „Fragen kamen zu wirtschaftswissenschaftlichen Programmen, vor allem zum neuen Angebot International Business. Aber auch die Fächer Elektrotechnik, IT, Erneuerbare Energien und Umwelttechnik weckten Interesse.“ In Kasachstan gibt es 16 PASCH Schulen (Partnerschulen der Zukunft) mit vertieftem Deutschunterricht. 1999 wurde die Deutsch-Kasachische Universität gegründet, um Fachkräfte nach deutschem Standard auszubilden. Aktuell sind an der in der größten Stadt des Landes, Almaty, ansässigen Privatuniversität über 700 Studierende eingeschrieben. jh
Olga Axt nutzte ihren Aufenthalt in Nur-Sultan auch, um die Stadt zwischen Tradition und Moderne zu erkunden. Sie besuchte das moderne Regierungsviertel, eine Moschee und wurde in eine traditionelle Jurte eingeladen. Die junge Frau war überrascht über die Sauberkeit, die Radwege und die Gastfreundschaft. "Die Menschen hier sind höflich, interessiert und sehr hilfsbereit."

Für die OTH Amberg-Weiden war die Teilnahme an der Messe ein erster Test. "Wir haben im Nachgang zahlreiche Mailanfragen aus Kasachstan erhalten und sind sehr zufrieden mit den Rückmeldungen", so Marian Mure, Leiterin des OTH AW Kompetenzzentrums Bayern –Mittel-Osteuropa, das die Präsentation in Kasachstan initiiert und organisiert hatte. 

Eindrücke aus der kasachischen Stadt zwischen Tradition ...

... und Moderne

Olga Axt, Mitarbeiterin der OTH Amberg-Weiden, berät Interessierte auf Russich.

Gemeinsam mit Kolleginnen von der Universität Bremen wurde Olga Axt in eine traditionelle Jurte eingeladen.

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