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Ein Elefant im machbar Innovationslabor

TRIO-Design Thinking Days in Weiden

| Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, machbar Innovationslabor

Die ersten Design Thinking Days in Weiden waren ein voller Erfolg: erschöpfte, aber glückliche TeilnehmerInnen, zufriedene Coaches und viele originelle Problemlösungen.

Moderatorin Christine Raps

Geht es Ihnen nicht gut? Dann kann ein Elefant helfen… Normalerweise muss man vorsichtig sein, wenn der Dickhäuter und das Thema „Medizin“ in einem Satz auftauchen – zu viele der majestätischen Tiere werden für einen vermeintlichen medizinischen Zweck jedes Jahr von skrupellosen Wilderern getötet. Dieser Elefant aber ist gar keiner. Helfen kann er trotzdem. Denn Elefant steht für „Elegante Lösung: Einfaches Fach-Arzt-Notfall-Telefon“.

Das Gerät kann im Wohnzimmer platziert werden und ermöglicht Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die auf dem Lande wohnen, elektronische bzw. digitale Gesundheitsdienstleistungen (eHealth) in Anspruch zu nehmen. Von der Prävention über die Überwachung bis hin zur Akutversorgung durch FachärztInnen. Besser gesagt: könnte – denn der Elefant ist bisher nur ein Prototyp.Entwickelt während der ersten „Design Thinking Days“ in Weiden.

An zwei Tagen beschäftigten sich TeilnehmerInnen aus Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft mit verschiedenen Fragestellungen zum Thema „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“. Mittels Methoden und Werkzeugen des Design Thinking erarbeiteten interdisziplinäre Kleingruppen von maximal sechs Personen innovative Lösungsansätze für verschiedene Zielgruppen: junge Menschen, Familien mit Kindern, pflegende Angehörige, Krankenkassen und Krankenhäuser.

Das Team des machbar Innovationslabor an der OTH Amberg-Weiden rund um Moderatorin Christine Raps leitete die Gruppen an und vermittelte kritisches und nutzerorientiertes Problemverstehen und -analysieren, Storytelling, diverse Techniken der Ideenfindung und Bewertung, Rapid Prototyping sowie Pitching. Verschiedene Experten wie der ärztliche Direktor der Kliniken Nordoberpfalz AG, Dr. Thomas Egginger, standen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die gefundenen Lösungen wurden prototypisch getestet und können sich sehen lassen: Der bereits erwähnte „Elefant“, das soziale Netzwerk „Senior Care“, ein Baukasten für Krankenversicherungsmodelle oder der „Support-Buddy“, ein digitales Unterstützungssystem auf Basis der elektronischen Gesundheitsakte.

Prof. Dr. Clemens Bulitta, machbar-Projektleiter und Dekan der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen an der OTH Amberg-Weiden, freute sich über die gelungenen Ergebnisse: „Diese Ideen besitzen Umsetzungspotenzial und werden weiter konkretisiert.“ Sie würden auch dringend gebraucht, um zukünftig eine leistungsstarke Versorgung in häuslichem Umfeld zu sichern.

Die Veranstaltung ist Teil einer Design Thinking Day- Reihe, die im Rahmen des Verbundvorhabens „Transfer und Innovation Ostbayern“ (TRIO) stattfindet. Daher beteiligten sich auch MitarbeiterInnen der TH Deggendorf, der HAW Landshut, der OTH Regensburg sowie der Universität Passau als Team-Coaches. Das TRIO-Projekt soll die Zusammenarbeit von Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft im ostbayerischen Raum weiterentwickeln und wird von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert.

In interdisziplinären Kleingruppen wurden Lösungsansätze entwickelt.

Die gefundenen Lösungen wurden prototypisch getestet.

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