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3. IAF-ForschungsForum mit Schwerpunkt „Gründung aus der Hochschule heraus“

| Hochschulkommunikation

Ein Ziel der Bayerischen Hochschulrechtsreform ist es, die Kooperation zwischen Hochschulen und der Wirtschaft im Sinne eines Wissens- und Technologietransfers zu stärken. Ein Ziel, das schon jetzt an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften eine bedeutende Rolle spielt. So sind Unternehmensgründungen und Start-ups von Hochschulangehörigen oder Alumni nichts Unbekanntes. Das 3. ForschungsForum des Instituts für Angewandte Forschung IAF an der OTH Amberg-Weiden, das diesmal virtuell durchgeführt wurde, stellte Best-Practice-Beispiele vor.

Zu Beginn erläuterte Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug die Eckpunkte der Hochschulrechtsreform mit dem Fokus auf Forschung und Transfer. Die Aufgaben der bayerischen staatlichen Hochschulen sollen durch die Hochschulreform in Zukunft als Dreiklang von Lehre, Forschung und Transfer sowie im Wirken in die Gesellschaft neu gefasst werden. Ziel sei, mehr Wissenstransfer in die Praxis und mehr Attraktivität im internationalen Wettbewerb zu erreichen sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs zu stärken. Dabei spielen die Punkte Unterstützung erster Gründungsschritte für Start-ups, Erleichterungen für Professorinnen und Professoren, neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit auch unternehmerisch tätig zu werden, und neue Anreize für die unternehmerische Betätigung der Hochschulen, eine Rolle.

Wie eine Gründung aus der Professorenschaft heraus aussehen kann, das stellte anschließend Prof. Dr. Markus Brautsch vor. Prof. Brautsch forscht seit 1998 zum Thema erneuerbare Energien, KWK und Energieeffizienz und gründete 2006 die BHKW Forschungs- und Entwicklungs-GbR, die 2013 in das Institut für Energietechnik (IfE) als An-Institut überführt wurde. „Wir sind Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung an der OTH Amberg-Weiden, die im Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird, und dem Technologietransfer“, so Prof. Dr. Brautsch. „Dabei arbeiten wir ausschließlich in Technologieförderprogrammen des Bundes und Landes, industrielle Forschung findet außerhalb der OTH statt.“ Sein Fazit: An-Institute als eigenständige Einheit sind eine ideale Ergänzung und keine Konkurrenz zu Forschung und Lehre an der OTH.

In den vergangenen Jahren hat sich eine Gründerkultur aus der Studentenschaft heraus entwickelt. Masterstudent Fabian Süß berichtete von seinen Erfahrungen. Fabian Süß hat bereits vor seinem Studium als Auszubildender sein erstes Unternehmen als Nebengewerbe gegründet. Auf seine Ausbildung setzte er noch ein Studium. Im letzten Drittel gründete er ein weiteres Unternehmen: Cloudfuchs. Was er Gründungsinteressierten weitergeben möchte, ist „dass man Freude an dem, was man macht, haben muss“. Dabei sei wichtig, dass man selbst weiß, was man kann und was nicht. Zuletzt gab er den TeilnehmerInnen den Rat mit auf den Weg: „Keine Luftschlösser bauen, das Geld ist erst da, wenn es auf dem Konto ist.“

Gründungsinteressierte werden an der OTH Amberg-Weiden nicht alleine gelassen. So unterstützen die Digitale Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) und das Oberpfalz Start-up HUB (O/HUB) bei Unternehmensgründungen. Dr. Bastian Vergnon, Projektleiter O/HUB, und André Pscherer, DGO-Projektmanager, stellten zum Ende des ForschungsForums ihre Projekte und Unterstützungsangebote vor.

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