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Licht in der Medizin: Fachgruppe BioPhotonik an der OTH Amberg-Weiden

| Hochschulkommunikation, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit, Medizintechnik, Pressemeldungen

Optische Technologien sind überall – vom Scanner an der Supermarkt-Kasse bis zum Laser in der Mikroelektronik. Auch in der Medizin spielen Laser oder neue LED-Lichtquellen für Diagnostik und Therapie eine entscheidende Rolle, deren Bedeutung in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Das zeigte die Tagung der Fachgruppe BioPhotonik an der OTH Amberg-Weiden in Weiden: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich mit innovativen, optischen Technologien und ihren Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin.

Prof. Dr. Ralf Ringler (links) führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung durch die medizintechnischen Labore der OTH Amberg-Weiden.

Menschliches Gewebe ist äußerst komplex. Das wird deutlich, wenn dessen optische Eigenschaften auf dem Computer simuliert werden sollen: Forscher und Entwickler müssen zahlreiche physikalische Parameter berücksichtigen, um ein realistisches, virtuelles Modell zu erstellen, angefangen von der Lichtstreuung über die Absorption bis hin zur geometrischen Struktur.

Dr. Bernhard Michel, Hembach Photonik GmbH, beschäftigt sich seit Jahren mit dieser Aufgabe und zeigte in seinem Vortrag über die optische Simulation von biologischem Gewebe Lösungen auf. Diese Optik-Simulationen sind ein wichtiger Baustein in der Entwicklung von Medizinprodukten für die Diagnose oder Therapie basierend auf Licht oder Laser.

Der zweite Referent rückte eines der wichtigsten Anwendungsgebiete der Lasermedizin in den Mittelpunkt: die Augenheilkunde. Olaf Kittelmann, WaveLight GmbH, stellte dar, wie Femtosekunden- und Excimerlaser in der Augenmedizin eingesetzt werden, u. a. zur Korrektur von Alterssichtigkeit oder Kataraktoperationen. Dabei ermöglichen die Geräte zielgenaue, oft schmerzfreie Eingriffe.

Über weitere innovative Therapieformen in der Lasermedizin sprach Dr. Sebastian Aretz, A.R.C. Laser GmbH. Er zeigte auf, wie Patienten von modernen Lasergeräten in der Dermatologie, Chirurgie, Zahnmedizin oder Augenheilkunde profitieren.

Im anschließenden Brainstorming loteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtige Technologie-Trends und weitere Kooperationsmöglichkeiten aus.

Die Fachgruppe BioPhotonik ist Teil von bayern photonics, dem Innovationsnetzwerk Optische Technologien. Sie beschäftigt sich mit optischen Technologien in der Medizin, Pharmazie, Biologie und Lebensmittelüberwachung. Dabei bietet sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich im jeweiligen Fachgebiet spezifisch auszutauschen, gemeinsame Projekte zu planen und sich mit neuen Partnern aus der Branche zu vernetzen. Die Tagung in Weiden wurde von Prof. Dr. Ralf Ringler aus dem Studiengang Medizintechnik, Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, organisiert.

 

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