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„Den Song schauen wir uns mal genau an“ dachten und machten zwölf Schülerinnen an der OTH Amberg-Weiden. Beim MINT-Mädchen-Projekt visualisierten sie gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Beham Musikstücke. Der Workshop gewährte Einblicke – nicht nur in die Welt der Töne und Klänge, sondern auch in die der Elektrotechnik und Programmierung.

Gruppenbild: Die MINT-Mädchen mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Beham

So sieht Musik aus: die Audiovisualisierung einer Teilnehmerin

Wie wird aus einem Hör- ein Seherlebnis? Man erarbeitet eine dynamische Computergrafik, die sich synchron zur Musik bewegt. Grundlage dafür ist ein Verständnis, wie Audiosignale digital erfasst werden – und das entwickelten die Schülerinnen im ersten Teil der Veranstaltung. Sie erfuhren, wie sich spektrale Merkmale eines Tons abbilden lassen und lernten Konzepte wie die Fourier-Transformation kennen.

Dass nichts so praktisch ist wie eine gute Theorie erkannten die jungen Forscherinnen im zweiten Teil. Sie setzen die noch abstrakten Erkenntnisse in einer Java-Entwicklungsumgebung um – eine Art digitale Werkstatt mit Tools für die Programmiersprache Java. Dabei brachten sie eigene Vorlieben für Farben oder Formen ein. Das Ergebnis: eine animierte Grafik, die Musik optisch ansprechend abbildet. Ausgangspunkt dafür war die Spektralanalyse des Musikstücks, also im Prinzip eine Menge Zahlen. So klingt Mathe nicht nur gut, sondern sieht auch hübsch aus!

„Der Forschungsworkshop kam bei den MINT-Mädchen sehr gut an“, sagt Stephanie Schönfeld, Projektkoordinatorin des MINT-Mädchen-Projekts. „Da sich das Interesse am Erlernen einer Programmiersprache bei einigen Schülerinnen herauskristallisiert hat, planen wir eine Projektgruppe zu diesem Themenbereich.“

MINT-Mädchen erkunden MINT-Berufswelt

Das MINT-Mädchen-Projekt umfasst vier solcher Forschungsworkshops pro Projektjahr. Zudem können die Schülerinnen in MINT-Berufswelten eintauchen. In den Herbstferien besuchten sie regionale Technikunternehmen wie IGZ, BHS Corrugated und Witron. Dort erhielten sie Einblicke in SAP, gestengesteuerte Kommissionierung, virtuelle Planung von Konstruktionen mit CAD oder die Welt der Lagerlogistik. Dazu kam ein Empowerment-Workshop, in dem sie sich über Rollenzuschreibungen, eigene Erfahrungen damit und die Geschlechterdarstellung in den Medien austauschten.

Vor den Weihnachtsferien haben die Mädchen noch Gelegenheit, sich über das duale Studium zu informieren und Mathematik- und Physiktutorien zu besuchen – im neuen Jahr geht‘s mit spannenden Forschungsveranstaltungen und Exkursionen weiter. 

Das MINT-Mädchen-Projekt richtet sich an MINT-talentierte Schülerinnen und zielt darauf ab, diese für ein MINT-Studium oder einen MINT-Beruf zu gewinnen. Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 01FP1716 gefördert.

 

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