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Absolventin der OTH Amberg-Weiden erhält „Bayerischen Ingenieurinnenpreis 2021“

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Jedes Jahr verleiht der Freistaat Bayern fünf Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen an Studentinnen der Ingenieurwissenschaften. Die mit jeweils 2.000 Euro dotierten Preise sollen einerseits die beeindruckenden Leistungen der Studentinnen in ihrem Fachbereich honorieren und zugleich auch andere Frauen zu einem Ingenieurstudium ermutigen. „Mit ihren Erfolgen sind Sie ein leuchtendes Vorbild für die Absolventinnen von morgen!“, betont Wissenschaftsminister Bernd Sibler an die Preisträgerinnen gerichtet.

20211022 83 Bayerischer Ingenieurinnenpreis 2021

Katharina Lutter entwickelte einen automatisierten Prüfplatz, der die gleichzeitige Prüfung mehrerer Not-Halt-Taster gestattet.

Dieses Jahr wird diese besondere Ehre mit Katharina Lutter einer Absolventin der OTH Amberg-Weiden zuteil. „Katharina Lutter hat diese Auszeichnung durch ihre herausragenden Leistungen im Studium, ihr großes Engagement, auch abseits der Hochschule, und ihre ausgesprochen beeindruckende Bachelorarbeit äußerst verdient erhalten“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Alfred Höß, der ihre Bachelorarbeit betreute. So stach sie bereits zu Beginn ihres Studiums der Elektro- und Informationstechnik durch sehr gute Leistungen und großen Eifer hervor und absolvierte dabei im Rahmen eines dualen Studiums zusätzlich noch eine Ausbildung zur Mechatronikerin. Ihr Studium schloss sie mit einem Notendurchschnitt von 1,1 als Jahrgangsbeste ab und belegte währenddessen zudem schon erste Kurse für ein anschließendes Masterstudium. Darüber hinaus zeigte sie ausgesprochen großes ehrenamtliches Engagement, sowohl in ihrem Heimatort Bodenwöhr als auch in Amberg.

Prof. Dr. Wolfgang Weber, der als Mitglied des Präsidiums der OTH Amberg-Weiden unter anderem für Forschung und Entwicklung zuständig ist, betont: „Dem wissenschaftlichen Nachwuchs gehört die Zukunft. Umso mehr freut es uns, dass die praxisnahe Forschungsleistung einer hervorragenden Absolventin der OTH Amberg-Weiden mit einer bayernweiten Auszeichnung gewürdigt wird, und damit auch über unsere Hochschulregion hinaus sichtbar ist.“ „Unser erklärtes Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Studium, Forschung und Lehre zu erhöhen. Denn Frauen sind in der Wissenschaft und Forschung auch heute noch unterrepräsentiert. Diese Auszeichnung zeigt: In unserer Hochschule absolvieren junge Frauen naturwissenschaftlich-technische Studiengänge mit großem Erfolg“, ergänzt Prof. Dr. Christiane Hellbach, Vizepräsidentin und Frauenbeauftragte der OTH Amberg-Weiden.

Außergewöhnliche Abschlussarbeit

Ganz besonders hervorzuheben ist ihre bei der Siemens AG durchgeführte Bachelorarbeit mit dem Thema „Erweiterung einer Lebensdauerprüfanlage mit Linearantrieb bzgl. der Produktgruppe Not-Halt-Zugentriegelt und Erstellung eines Auswertetools“. Mit dieser anspruchsvollen und vielschichtigen Bachelorarbeit übertraf sie die Erwartungen der Fachabteilung und ihres Betreuers erheblich und wurde folgerichtig mit der Bestnote 1,0 bewertet. Die Zielsetzung dieser Arbeit bestand in einer Verbesserung des Prozesses zur Prüfung der mechanischen und elektrischen Lebensdauer zugentriegelter Not-Halt-Taster und deren Schaltelemente. Dafür entwickelte Katharina Lutter einen geeigneten automatisierten Prüfplatz, der die gleichzeitige Prüfung mehrerer Not-Halt-Taster gestattet. Und dies mit ausgesprochen hohem Erfolg, das von ihr entwickelte Lebensdauerprüfsystem kam bereits vor Ende ihrer Bachelorarbeit im Unternehmen zum Einsatz.

Auch nach ihrem Bachelorabschluss ist Katharina Lutter der OTH Amberg-Weiden treu geblieben, so absolviert sie derzeit den Masterstudiengang IT und Automation und ist als Projektingenieurin an der Hochschule beschäftigt.

Virtuell aber dennoch feierlich

Die Preisverleihung des Bayerischen Ingenieurinnenpreis fand in diesem Jahr pandemiebedingt online statt, was der Feierlichkeit aber keinen Abbruch tat. Katharina Lutter selbst sagt dazu: „Ich freue mich wirklich sehr über diese Auszeichnung. Ich habe im Bereich der Automatisierungstechnik und der Softwareentwicklung ein Umfeld gefunden, in dem ich meine Interessen zum Beruf machen konnte. Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr junge Frauen den Schritt in ein technisches Studium oder eine technische Ausbildung wagen.“

 

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