Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

SummerSchool 2010

Almaty - Kasachstan

09.04. bis 23.04.2010

Im April 2010 reisten 13 bayerischen Medientechnik-Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden mit ihrer Professorin Nailja Luth nach Almaty, der früheren Hauptstadt Kasachstans. Innerhalb der zwei Wochen bekamen sie die Möglichkeit, das Leben In Almaty kennen zu lernen. In Vorbereitung der Reise wurde das Projekt konzipiert: die Erstellung eines anspruchsvollen und professionellen Dokumentarfilms über diese Reise. Konzipiert wurde ein experimentelles neuartiges Vorgehen, in dem die gewöhnliche Metapher einer Dokumentation durch Einsatz neuartiger Visualisierungen und Mediengestaltung erweitert werden sollte. Die Dramaturgie des Films entwickelt sich sowohl aus dem persönlichen Blickwinkel der Studierenden, ihren Erwartungen und Vorstellungen von einem fremden Land als auch aus den neuen Kenntnissen, Erfahrungen und Erlebnissen. Vor der Reise sind in ihren Köpfen Bilder von Borat und wilden Steppenreitern. Dass diese Vorstellungen am Ende der Reise ganz anders aussahen, lag an ihrer Professorin: Nailja Luth ist gebürtige Kasachin und Almatynerin, sie lebt seit über 30 Jahren in Deutschland und hat die Insiderreise organisiert. Ausgerüstet mit professionellen Kameras tauchten die zukünftigen Medientechniker für zwei Wochen in das Leben der Millionenstadt ein. Sie besuchen mit ihren kasachischen Gastgebern Märkte und Moscheen, Universitäten, Unternehmen und Nachtclubs. Auf Exkursionen lernen sie auch die grandiose Natur am Fuße des Alatau Gebirges kennen. Die Studenten erleben dabei ein Land voller Kontraste, ein Land zwischen Europa und Asien, zwischen Tradition und Moderne. Die Präsidialrepublik Kasachstan lebt von der Erdöl- und Erdgasförderung. Bodenschätze sind die Basis des kasachischen Aufschwungs. Die Studenten erkunden ein Kasachstan, wie es Touristen und selbst Journalisten und professionellen Dokumentarfilmern meist verschlossen bleibt. Ein Land, das – ganz nebenbei - mit den Erzählungen aus „Borat“ wenige Gemeinsamkeiten aufweist. Die jungen Deutschen lernen: Nicht Pferde galoppieren über die Steppe, sondern große Geländejeeps rollen durch überfüllte Straßen. Das Auto ist hier ein noch größeres Statussymbol als in Deutschland. Das Land selbst, vor allem die Wirtschaft, erlebt durch die reichlichen Bodenschätze eine schnelle Entwicklung. Geld wird in neue Technologien investiert. In den Städten ist der Anschluss an westliche Standards längst vollzogen. Was fehlt, sind Fachleute aus dem eigenen Land. Bildung und Erfolg sind deshalb für junge Kasachen die obersten Ziele.

Nach oben