Spendenaktion für den Wiederaufbau der Nationalen Universität "Saporischschja Polytechnik"

Die Nationale Universität "Saporischschja Polytechnik" (NU ZP) wurde am 7. Juli 2025 wiederholt heftig bombardiert. Bei dem Drohnenangriff wurde ein Hauptgebäude zerstört, außerdem wurden Studentenwohnheime, Labore und Vorlesungssäle schwer beschädigt. Zahlreiche technische Geräte und Ausstattung, die Forschungs- und Lehrzwecken dienten, wurden unbrauchbar gemacht.

Im August 2025 initiierte das OTH AW Kompetenzzentrum Bayern – Mittel- und Osteuropa (KOMO) eine Spendenaktion zur Unterstützung des Wiederaufbaus ihrer Partnerhochschule. Dafür arbeitete sie intensiv mit der Hilfsorganisation Space-Eye e.V. zusammen, die sehr viel Erfahrung mit humanitären Hilfsprojekten hat. Der gemeinnützige Verein sammelte und lagerte die Sachspenden und organisierte den Transport des gesammelten Materials in das umkämpfe Gebiet.

Die OTH AW leitete den Spendenaufruf an die Hochschulfamilie sowie die PartnerCircle-Unternehmen weiter. Es wurden gebrauchte Handy, Laptops und Tablets gesammelte sowie mithilfe von Studierenden und Mitarbeitenden Obstnetze gefaltet, die als Drohnenabwehr eingesetzt werden können. Auch die Rotary-Clubs aus Weiden beteiligten sich mit einer Geldspende.

Mit der Hochschule Offenburg beteiligte sich eine weitere deutsche Partnerhochschule an der Hilfsaktion.

Anfang Dezember 2025 konnten schließlich rund 16.000 Artikel mit 14 Tonnen Gewicht bestehend aus 750 Kartons und 220 losen Artikeln nach Saporischschja geliefert werden. Von Computern und Schulmöbeln, über medizinische Produkte und mehreren tausend Quadratmeter Schutznetze bis zu Textilien und Ausstattungen für die zerstörten Wohnheime, Labore und Lehrsäle. Space-Eye stellte unter anderem ein Großaggregat zur Stromversorgung der Universität zur Verfügung.  

Die Nationale Universität "Saporischschja Polytechnik" (NU ZP) ist ein wichtiger Partner der OTH Amberg-Weiden in den vom DAAD geförderten Projekten Dillugis (2022-2025) und neu TANDEM-UA-DE (2025-2029). Im Rahmen dieser Projekte sind zwei ukrainische Wissenschaftler, die aus Saporischschja stammen, an der Hochschule tätig. Die OTH Amberg-Weiden möchte mit der Spendenaktion dazu beitragen, dass der akademische Austausch, Forschungsaktivitäten sowie die Ausbildung ukrainischer Studierender auch unter schwierigsten Bedingungen fortgesetzt werden können.

Vertreter der NU ZP bedankten sich während persönlicher Begegnungen in Weiden und Berlin für die großzügige Unterstützung, die den Menschen in Saporischschja in schwierigen Zeiten etwas Hoffnung geben (Prof. Dr. Nadiia Shmygol und Dr. Andrii Kuts beim Arbeitstreffen des Projekts TANDEM-UA-DE vom 24. bis 26.11.25 in Weiden, Rektor Prof. Dr. Viktor Greshta bei der Auftaktveranstaltung des DAAD-Programms "Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk" am 03. und 04.12.25 in Berlin).

 

Presse-Echo: