Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
liebe Studierende,

unsere Hochschule befasst sich bereits seit vielen Jahren mit Themenstellungen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie- und Ressourceneffizienz und Klima. Die Lehre, die Forschung und der Transfer in diesen Zukunftsfeldern gehören zu den Kernkompetenzen unserer Hochschule. 

Unser gemeinsames hochschulweites Ziel ist es vor diesem Hintergrund, unser umweltbewusstes Verhalten am Campus weiter im Sinne einer nachhaltigen Strategie auszubauen. Dieses Ziel ist auch in unseren Zielvereinbarungen 2019 – 2022 mit dem Wissenschaftsministerium im Bereich „Third Mission, Ethik und Nachhaltigkeit“ aufgenommen worden. 

Als eine Maßnahme zur Umsetzung dieses Ziels wird an der Hochschule ein Umweltmanagementsystem aufgebaut. Das Projekt wird zentral geleitet von Prof. Dr. Burkhard Berninger und Georg Klampfl.

Die Veröffentlichung einer Umweltpolitik, die Sie nachfolgend finden, ist der erste Schritt in der Umsetzung. Sie enthält allgemeine Leitlinien, die wir uns als Hochschulfamilie selbst zum Ziel setzen, um einen nachhaltigen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen auf dem Campus zu erreichen.

Das Umweltmanagementsystem setzt die Mitwirkung aller Mitglieder unserer Hochschulfamilie voraus. Jeder von uns kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Gerade in der Aufbauphase werden wir auf Ihre Unterstützung angewiesen sein, meist nur in geringem Umfang. Die Projektleitung wird bei Bedarf auf Sie zukommen und informiert Sie gerne zu den vorliegenden Inhalten und deren Umsetzung.

Ich freue mich, dass wir mit diesem Projekt und unserer Strategie als Hochschule einen Beitrag für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt leisten. 

 

Beste Grüße

Prof. Dr. Andrea Klug
Präsidentin
OTH Amberg-Weiden

 

 

Umweltleitlinien der OTH Amberg-Weiden

  • Wir setzen uns innerhalb aller Prozesse von Lehre, Forschung, Campusmanagement und Transfer das Ziel, den Schutz und Erhalt der natürlichen Umwelt als Lebensgrundlage aufrechtzuerhalten und unsere Leistungen im Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.
  • Der Tatsache geschuldet, dass natürliche Ressourcen und Energie nur begrenzt zur Verfügung stehen, verbrauchen wir diese möglichst sparsam und effizient. Wir sehen dies nicht nur als eine Notwendigkeit an, stattdessen begreifen wir es vielmehr als unsere Pflicht gegenüber nachfolgenden Generationen, einen nachhaltigen und sparsamen Umgang mit Rohstoffen, Energie und Wasser zu realisieren.
  • Als Selbstverständlichkeit fassen wir die Einhaltung der geltenden Umweltvorschriften auf. Zudem streben wir im Sinne einer ständigen Verbesserung an, dass wir uns zusätzlich umweltbezogene Ziele auferlegen, welche über die gesetzlichen Anforderungen hinaus gehen.
  • Durch den wirtschaftlich vertretbaren Einsatz verfügbarer Technik, welche regelmäßig überwacht und entsprechend moderner Anforderungen weiterentwickelt wird, verpflichten wir uns zur kontinuierlichen Verringerung und Vermeidung von umweltbelastenden Emissionen, Abwasser und Lärm. Die Abfallvermeidung besitzt für uns höchste Priorität. In den Fällen, in denen das nicht möglich ist, streben wir eine möglichst hochwertige stoffliche oder energetische Verwertung verbleibender Abfälle an. Umweltbelastungen aller Art werden hochschulintern kontinuierlich ermittelt, beurteilt, minimiert sowie im erforderlichem Maß überwacht. Notfallpläne mit dem Ziel, in Notfallsituationen ungünstige Auswirkungen auf die Umwelt zu verhindern, werden erarbeitet und erprobt.
  • Das Bewusstsein jedes Hochschulangehörigen soll durch nachhaltiges und umweltfreundliches Handeln geprägt sein. Jedem Studierenden wird der Zugang zu diesen Normen und Verhaltensweisen ermöglicht. Wir streben an, dass sich alle Hochschulangehörigen am Campus und dessen Umwelt an der Umsetzung beteiligen. Darüber hinaus sollen Studierende durch die Teilnahme an Lehrveranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit und Ethik sowie dessen konkrete Umsetzung in praxisrelevanten Projekten ihr persönliches Profil schärfen können. Durch regelmäßig stattfindende Veranstaltungen und interne Schulungen wird das Verständnis vom umweltfreundlichen und nachhaltigen Handeln im Diskurs produktiv ausgetauscht und vertieft.
  • Umweltbezogenen Themen räumen wir im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit einen sehr hohen Stellenwert ein. Mit der Fachkompetenz und dem Innovationspotenzial unserer Studierenden, Hochschullehrenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir zusammen mit Behörden, öffentlichen Institutionen, Wirtschaftsunternehmen sowie Verbrauchern in der Region wertvolle Beiträge zur Nachhaltigkeit leisten. Deutlich wird dies beispielsweise durch eine offene und konstruktive Kommunikation mit den oben genannten Stakeholdern.
  • Bei der Beschaffung von Produkten und Materialien werden Umweltauswirkungen, die bei der Erzeugung, Verteilung, Verwendung und Entsorgung entstehen, berücksichtigt und es wird die umweltverträglichste Variante gewählt, soweit diese vergabe- und haushaltsrechtlich möglich und sinnvoll ist. Wir bevorzugen Lieferanten, welche sich ebenfalls zur Einhaltung der für uns geltenden Umweltnormen verpflichtet haben.

Amberg, 24.06.2020

gez.
Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin