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am 21. Oktober fand unser 18. PartnerCircle Event im Maybach Museum in Neumarkt statt. Ein Ziel der Veranstaltung war es, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam zu überlegen, wie wir als Hochschule unserem Gestaltungsauftrag in der Zusammenarbeit mit Ihnen bestmöglich nachkommen können. Folgende Ergebnisse aus den Diskussionen und Gesprächen möchte ich festhalten, damit wir in der nächsten Zeit daran gemeinsam weiterarbeiten können.

Die OTH AW hat einen Gestaltungsauftrag für die Region. Neben den Kernthemen (Ausbildung, Forschung, Transfer, Weiterbildung), die vor allem die Wirtschaft adressieren, geht es auch um die Gestaltung des Lebensumfeldes der Bevölkerung. Insofern soll sich die OTH AW stärker mit Kommunen und zivilgesellschaftlichen Gruppen vernetzen und Unterstützung z.B. bei Bürgerbeteiligung, Citizen Science etc. durch Reallabore oder das machbar Innovationslabor anbieten. Das Thema Nachhaltigkeit als Querschnittsthema muss in allen Aktivitäten berücksichtigt werden. Hauptfelder der Betätigung sind Technik, Wirtschaft und Gesundheit. Die OTH AW kann sich gerade bei letzterem Feld als Vernetzer betätigen und Kliniken und Gesundheitsunternehmen zusammenbringen.

Die Netzwerkkompetenz der OTH AW ist auch dahingehend gefragt, den kontinuierlichen Austausch zwischen Experten zu verbessern. Hier könnten das Innovationslabor machbar mit seinen Möglichkeiten an der Hochschule, der mobilen „Variante“ und sicher auch in seiner virtuellen Ausprägung sowie andere reale und virtuelle Plattformen und Formate anknüpfen. Netzwerke, die auszuweiten wären, sollen die jüngeren Arbeitnehmer:innen / Unternehmer:innen sowie kleinere Unternehmen / Betriebe in den Blick nehmen – d.h. Kooperationen mit den Wirtschaftsclubs, Workshops zu speziellen Themen, Ansprechen der Alumni (derjenigen, die in den Firmen der Region tätig sind sowie derjenigen, die überregional beruflich situiert sind).

Gerade für hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland muss eine oberpfälzische Willkommenskultur entstehen. Hier sollte die OTH AW vorbildlich sein und ggf. Prozesse „orchestrieren“.

Weiterbildung kann auch für Unternehmen als Gesamtorganisation gelten und muss nicht nur auf die Mitarbeiter:innen beschränkt sein. Themen wären beispielsweise das Weiterentwickeln von Geschäftsmodellen, PPP-Modelle (nach Hochschulreform ggf. auch unter Beteiligung der OTH AW), Freiräume für Mitarbeiter:innen, um in Risiko-freien Umgebungen Neues auszuprobieren, Aufbrechen von Trägheiten / Gewohnheiten, passgenauer Einsatz von Werkstudenten (auch mal austoben lassen und neue Ideen einbringen lassen).

Es gab den Vorschlag, Marktanalysen und Technikvergleiche evtl. auch gemeinsam bzw. über die Vermittlung der OTH AW vorzunehmen. Insofern ein Dienstleistungsauftrag – ggf. im übertragenen Sinn aber auch für Labore (Drittmittel).

Um Mitarbeiter:innen zu aktivieren, könnten für die Firmen Weiterbildungsangebote im Bereich Entrepreneurship angeboten werden. Dazu sollte OTH Professional sein Programm zielgruppengenau bewerben. Bei Ausbildung/Studium und Weiterbildung sollte es möglich sein, Erfahrungen von Kolleg:innen mitzuerleben und inspirierende Erfolgsgeschichten auszutauschen.

Bei der Entwicklung neuer Studiengänge soll die OTH AW die Ideen und Anregungen der Unternehmen erfragen und aufgreifen.

Wie geht es konkret weiter? Grundsätzlich sind wir für jedes Feedback und alle Anregungen dankbar und stehen gerne jederzeit zum Austausch zur Verfügung. Wir nehmen die Impulse in unseren Strategieprozess auf, um dann konkrete Vorschläge vorzulegen, an und mit denen wir weiterarbeiten können. Dazu werden wir wo nötig auch neue Formate für die Zusammenarbeit finden müssen.

Bitte fühlen Sie sich zur Mitarbeit eingeladen, nicht verpflichtet! Die Hochschule ist dankbar für jede Aktivität und Unterstützung – und ist nicht enttäuscht, wenn sie wegen dringlicherer Themen nicht an erster Stelle steht.

Unter dem Motto (das ich auch für meine Amtszeit gewählt habe) „Durch Denken bewegen, mit Wissen wirken“ freue ich mich darauf mit Ihnen gemeinsam darüber nachzudenken, zu machen, und für die Region zu wirken!

Mit freundlichen Grüßen
Clemens Bulitta