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Aufbau

Als Medieninformatiker/innen sind Sie Spezialist für die Produktion digitaler Medien und der Entwicklung interaktiver Computer-Anwendungen. Sie entwerfen und realisieren Software für medientechnische Produkte, Geräte und Anwendungen. Ihre informationstechnische Kompetenz befähigt Sie zur Mitarbeit im Bereich der zunehmenden Integration digitaler Medien. Als Experte für die Mensch-Computer-Interaktion loten Sie darüber hinaus die Möglichkeiten des Mediums „Computer“ aus. Das Know-how für diese vielfältigen Aufgaben erhalten Sie im Studiengang Medieninformatik an der OTH Amberg-Weiden.

 

Studieren an der Schnittstelle zwischen Medien, Mensch und Technik

Medieninformatik ist ein Teil der angewandten Informatik. Deshalb stehen klassische Lehrveranstaltungen der Kerninformatik auf Ihrem Lehrplan, u.a. Datenverarbeitungssysteme, Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Rechnernetze oder Software-Engineering. Außerdem erhalten Sie in den Vorlesungen Mathematik 1 und 2 das mathematische Rüstzeug für das Informatikstudium. Den wertvollen Blick über den Tellerrand holen Sie sich in fachübergreifenden Lehrveranstaltungen wie Englisch, Gesprächsführung und Vortragstechnik, Projektorganisation und Betriebswirtschaftliche Grundlagen – wichtiges Grundlagenwissen für Ihre Karriere.

Dazu kommen eine Vielzahl von Studieninhalten zu den Punkten digitale Medien, Entwicklung benutzerfreundlicher interaktiver Softwaresysteme, Web-Engineering oder Entwicklung mobiler Applikationen. Hier ein Auszug:

  • Design und Produktion digitaler Medien
  • Grundlagen der Codierungstheorie und Kryptologie
  • Mediengestaltung
  • Web-Client-Technologien
  • Mensch-Maschine-Interaktion
  • Web-Datenbanken
  • Web-Anwendungsentwicklung
  • App-Programmierung
  • Mobile & Ubiquitous Computing
  • Informationssicherheit

Praxisemester und Abschlussarbeit

Das fünfte Semester umfasst eine 20-wöchige praktische Studienphase (ergänzt durch praxisbegleitende Lehrveranstaltungen), die Sie in einem Unternehmen Ihrer Wahl absolvieren. Dort haben Sie die Möglichkeit, Ihr Fachwissen in die Unternehmenspraxis einzubringen. Dabei gewinnen Sie erste Einblicke in das spätere Berufsleben und knüpfen Netzwerke für Ihre Karriere.

Im Mittelpunkt des letzten Semesters steht die fünfmonatige Bachelorarbeit, in der Sie eine praxisorientierte Problemstellung aus der Medieninformatik bearbeiten. Mit dem Abschluss des Studiums erhalten Sie den akademischen Grad „B. Eng. für Medieninformatik“.

Lehrpersonen

Professorinnen und Professoren sowie externe Dozentinnen und Dozenten sind Praktiker mit ausgiebiger Berufserfahrung. Sie vertreten mit hoher Kompetenz ihr Fachgebiet als Informatiker/in, Ingenieur/in oder Medien-Designer/in.

Inhalte

Medieninformatik verändert nahezu alle Lebensbereiche. Dementsprechend vielfältig sind die Anwendungsgebiete. An der OTH Amberg-Weiden prägen folgende Akzente diese Studienrichtung.

Web-Engineering

Seit seinem Entstehen in den 1990er Jahren hat sich das World Wide Web rascher als jedes andere Medium vorher zu einem wichtigen Kultur- und Wirtschaftsgut entwickelt. Heute wird im Web mit dem heimischen Personal Computer oder dem Tablet von zu Hause aus gesurft – mit dem Smartphone oder Notebook von unterwegs. Entsprechend vielfältig muss der Inhalt für jedes dieser Geräte aufbereitet sein. Zusätzlich sollten Inhalte so optimiert werden, dass jede Suchmaschine diese rasch findet. Dazu kommt: Jeder Inhalt sollte für jeden Nutzer barrierefrei zugänglich sein, entsprechend staatlicher Verordnungen. So ist das Entwickeln einer Website mittlerweile eine anspruchsvolle Aufgabe.

Immer mehr Software ist nun als webbasierte Anwendung online über Browser verfügbar – früher war sie allenfalls offline als native Desktop-Anwendung auf dem Rechner installiert. Die hochgradig interaktive Web-Anwendung gehört mittlerweile zum Standard und hat die statische Website weitgehend abgelöst. Auch deshalb ist Web-Technologie heute eine Schlüssel-Disziplin der Informatik und Schwerpunkt der Medieninformatik an der OTH Amberg-Weiden.

Mensch-Computer-Interaktion

Digitale Medien bieten mannigfaltige Kommunikationskanäle zwischen Mensch und Computer. Deswegen muss der/die Entwickler/in der jeweiligen Benutzerschnittstelle mit Sorgfalt und Kompetenz ans Werk gehen. Der Studiengang Medieninformatik vermittelt Wissen und Kompetenz zum Gestalten und Realisieren benutzerfreundlicher interaktiver Systeme. Dazu zählt das Wissen um das Gestalten eines ergonomischen Software-Systems ebenso wie der Umgang mit modernen Werkzeugen zum Designen und Entwickeln der Mensch-Computer-Schnittstelle.

Interagiert ein Anwender mit einem multimedialen System, muss er dazu oft ein spezielles Gerät oder eine spezielle Methodik für die Ein- oder Ausgabe einbinden – zum Beispiel, wenn er ein System über Gesten steuert, Information visualisiert oder mit einem Computer in Echtzeit in einer virtuellen Realität interagiert. Wie lassen sich diese unterschiedlichen Dimensionen der Interaktion zwischen Mensch und Computer entwickeln? Wie brauchbar sind sie für den Anwender? Und: Wie wirken sie sich auf die Entwicklung unserer Gesellschaft aus? Antworten gibt’s im Studiengang Medieninformatik.

Mobile Anwendungen

Der stationäre Personal Computer verschwindet zusehends – ihm folgen  kleine, stets verfügbare mobile Geräte nach. Diese neue Art von Computer ist mittlerweile massenhaft verbreitet. Dadurch ergeben sich auch neue Anwendungsszenarien. Alleine das Erfassen der Position des Nutzers eröffnet vielfältige Möglichkeiten: So lassen sich Informationen abhängig vom räumlichen Kontext aus dem Internet abrufen.

Kamera, Lage-, Magnetfeld- und Beschleunigungssensoren sind Standard in allen Smartphones; mit Sensorfusion können per Software die Daten unterschiedlicher Quellen zusammengefügt werden, um z.B. auf die Situation, in der sich ein Benutzer befindet, zu schließen und entsprechend zu agieren. Entwickler brauchen für diese neue Programm-Klasse Spezialwissen. Auch das vermittelt das Medieninformatik-Studium.

Informationssicherheit

Vor einigen Jahren noch als Fiktion angesehen ist der „Cyber War“ heute Realität. Für den Industriestandort Deutschland, Infrastruktureinrichtungen wie Kraft- und Wasserwerke, im Verkehrswesen, für Privatpersonen wie auch den öffentlichen Bereich ist Informationssicherheit heute unabdingbar. Bestehende Netzwerke und Software muss nachgerüstet, bei Neuentwicklungen „Security by Design“ von Anfang an mitgedacht, eingeplant und einkalkuliert werden.

Im Studium wird an der OTH Amberg-Weiden diese Thematik in der Pflichtveranstaltung „Informationssicherheit“ in allen Facetten beleuchtet: Netzwerk- und Web-Anwendungssicherheit, Mobile Sicherheit, Sicherheit Internet der Dinge und Industrie 4.0. Dabei wird nicht nur die „Verteidigungssicht“ gelehrt, sondern auch Angriffstechniken (Penetration Tests) werden in praktischen Aufgabenstellungen erprobt, um Sicherheitstests entwickeln zu können.

Studienablauf

Ihr Studium dauert in der Regel sieben Semester und führt zum Abschluss mit dem akademischen Grad „Bachelor of Engineering für Medieninformatik“.

Der Bachelor-Studiengang Medieninformatik gliedert sich in drei Studienabschnitte. Die ersten beiden Semester vermitteln grundlegende Kenntnisse und umfassen folgende Module:

  • Mathematik
  • Englisch
  • Grundlagen digitaler Systeme
  • Design und Produktion digitaler Medien
  • Mediengestaltung
  • Programmierung
  • Theoretische Informatik
  • Betriebssystem
  • Web-Client-Technologien
  • Informationsvisualisierung
  • Grundlagen der Codierungstheorie und Kryptologie.

Im zweiten Studienabschnitt (Semester 3 und 4) werden die Grundlagen vertieft und die Praxisphase vorbereitet:

  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Stochastik
  • Web-Datenbank-Systeme
  • Computernetzwerke
  • Screen-Design
  • Informationsethik und Technikphilosophie
  • Software-Engineering I
  • Data Analytics
  • Mobile & Ubqiuitous Computing
  • Benutzeroberflächen-Programmierung
  • Mensch-Computer-Interaktion
  • Projektmanagement und agile Entwicklungsmethoden
  • Benutzeroberflächenprogrammierung.

 

Der dritte und letzte Studienabschnitt wird im fünften Studiensemester mit der Praxisphase in einem Unternehmen eingeleitet:

  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen
  • Praxisphase und Praxisseminar.

In Semester 6 und 7 machen folgende Lehrveranstaltungen das Lehrangebot die angehenden AbsolventInnen zu Spezialisten auf dem Gebiet der Informatik und insbesondere Medieninformatik:

  • Software-Engineering 2 und Softwareprojekt
  • Wahlpflichtmodule (z.B. Embedded Systems, Künstliche Intelligenz, Physical Computing uvm.)
  • Computer Vision
  • Web-Anwendungsentwicklung
  • Informationssicherheit
  • Interaktive Systeme
  • App-Programmierung
  • Bachelorseminar und Bachelorarbeit.

Ab Anfang Juli 2017 werden an dieser Stelle Studienunterlagen wie Modulhandbuch, Studienplan sowie Studien- und Prüfungsordnung zur Verfügung stehen.

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