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Zugvögel

Über den Blog

Der Blog „Zugvögel“ wird verfasst von Studierenden der OTH Amberg-Weiden, die ein Auslandspraktikum oder ein Studiensemester im Ausland verbringen. Das International Office wünscht den Lesern viel Spaß mit den interessanten Einblicken in das internationale Studentenleben.

Beiträge unserer „Zugvögel“

| Jakob Hermann | Indien

Es ist keine leichte Übung Indien zu beschreiben und vielleicht sollte ich das garnicht erst versuchen weil ich damit ihren Eindruck des Landes zumindest oberflächlich manipuliere. Ich bin aber so begeistert vom “incredible India” (offizielles Tourismus Slogan) dass ich mich damit kaum zurückhalten kann und Indien wohl auch in absehbarer Zukunft nicht abhaken möchte. Es folgt ein einigermassen zusammenhangloser Salat aus alltäglichen Eindrücken.

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| Jakob Hermann | Indien

wir hatten ein paar Schwierigkeiten beim einstellen auf die neue Website, aber jetzt können wir wieder Einträge hochladen. Inzwischen waren wir mit Professor Späte und einigen anderen Studenten von der OTH in Mithradham auf der global village week (dazu mehr von Markus) und von dort sind wir fast die ganze indische Westküste entlang mit dem Zug zurück gefahren. (Wir arbeiten auch viel an unseren Projekten, aber davon werde ich vielleicht ein andermal erzählen, wenn ein Meilenstein erreicht ist, oder etwas spannendes passiert ist)

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Nach zwei Wochen frei wieder in die Arbeit

Da der upload leider nicht funktioniert hat, hier mein Blog vom 16.11.16

| Markus Eder | Indien Markus Eder

Am 29. Oktober sind Jakob und ich über Delhi nach Kochi geflogen und wurden dort am Flughafen vom Fahrer aus Mithradham abgeholt. Nach einer halben Stunde Fahrt durch saftiges Grün sind wir im Renewable Energie Center angekommen, da wir einen Tag vor den anderen Studenten aus Amberg, mit denen wir zusammen die Global Village in Mithradham gestalten, angekommen sind hatte ich noch Zeit die Gegend zu erkunden. Es gab überall Kokospalmen, auf die ich mich aber nicht getraut habe hinaufzuklettern, weil die schon an die 25 bis 20 Meter hoch waren, alle anderen Flächen waren entweder sehr verwildert oder man hat sie für den Ackerbau verwendet. Am Abend hatte ich dann noch Glück und habe auf dem Dach des runden Gebäudes, das sehr schön ist, eine von einer Palme gefallene Kokosnuss zu finden, nach einer halben Stunde Arbeit, da noch eine sehr faserige Schale um den Kokosnusskern herum war, hatte ich die dann auch offen. Das Essen in Mithradham hat mich etwas enttäuscht, da ich mich auf südindische Küche gefreut hatte und es dort eher magere Auswahl gab. Als am nächsten Tag, Professor Späte und die anderen 8 Studenten aus Amberg angekommen sind haben wir uns die ganze Anlage, mit zwei Wasseraufbereitungsanlagen, bei der kleineren Spielen die Wurzeln einer bestimmten Pflanze eine wichtige Rolle für die Wasserreinheit, eine 10 Kilowatt Solaranlage und ein ein Kilowatt Windrad auf dem Dach, einen Solartrockner für die Trocknung von verschieden Gewürzen und eine Biogasanlage, die leider nicht funktioniert hat, angeschaut. An den nächsten zwei Tagen haben wir dann verschiedene Schulklassen durch das Center geführt, und ihnen dabei die verschiedensten Fragen zu den Anlagen, über uns selbst und über Deutschland beantwortet. Da auch indische Schüler meistens nur vormittags Unterricht haben, hatten wir auch Montagnachmittag frei, und ich habe mit den anderen das nahgelegene Dorf angeschaut. Es war sehr amüsant zu sehen welche Problem die anderen hatten, um sich zurechtzufinden, da es mir am Anfang genauso erging. Am Dienstagnachmittag waren wir in dem College in welchem Dr. Peter, der Leiter von Mithradham, davor unterrichtet hatte, um einen interkulturellen Austausch zwischen den Studenten dort und uns zu haben. Für den nächsten Tag hatten immer zwei von uns zusammen einen Vortrag über verschieden Erneuerbare Energien vorbereite, die wir in einem Workshop an einem anderen Collage halten sollten. Mein Vortrag ging gemeinsam mit Jakob zusammen über unsere jeweilige Arbeit am MNIT, dazu im nächsten Blog, und unseren Problemstellungen in unserm Arbeits- und Freizeitleben, da Jakob aber schon seit zwei Tagen etwas Fieber hatte habe ich den Vortag alleine gehalten. Es wurden auch Vorträge von indischen Studenten gehalten, und das übliche Drumherum hat auch nicht gefehlt, so, dass wir erst wieder am Abend in Mithradham waren. Am nächsten Morgen sind wir mit einem Kleinbus zu den Back Waters von Kochi gefahren, die früher zu Transport von Reis uns. von den Feldern genutzt wurden. Wir haben eine Bootstour auf den angelegten Kanälen und einem dahinterliegenden See gemacht. Zum Mittagessen sind wir dann in ein Luxus Beach Resort, da sie dort sehr auf Erneuerbare Energien setzen, gefahren. Das Buffet war überwältigend, es gab verschiedenstes Essen aus ganz Indien und man konnte sich an einem Grill verschiede Meere Spezialitäten zaubern lassen. Nach dem Essen in Mithradham eine sehr willkommene Abwechslung und wir haben uns alle vollgefressen, danach sind wir so schnell wie möglich ins Meer gegangen, da das Klima im Süden feucht und warm ist war das eine super Erfrischung. Nach einem Chai am Strand gab es dann auch schon Abendessen, wieder ein Buffet mit verschiedenen Sachen, deswegen sind wir alle nach einem kleinen Verdauungsspaziergang ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen sind wir wieder nach Mithradham gefahren und haben uns Vorträge über verschiedene Umweltproblematiken in Indien anhören können. Am Ende der Woche haben wir uns noch Kochi selbst angeschaut, dort haben wir uns auch wieder von den anderen getrennt, da Jakob und ich am Sonntag in der Nacht einen Zug nach Norden hatten. Wir haben uns am Sonntag noch Kochi angeschaut, da unser Zug erst um 01:45 ging sind wir noch ins Kino gegangen, obwohl es kein Bollywood Film war, war der Kinobesuch sehr lustig, immer wieder wurde vom Publikum geklatscht und es wurden immer wieder Kommentare von einzelnen hereingerufen. Die erste Zugfahrt hat uns nach Kozhikode geführt, das circa 200 km nördlich von Kochi liegt, die kleine Stadt am Meer ist ein Umschlagplatz für allmögliches Gemüse und Obst. Garagen voller Kartoffeln und Zwiebel wurden dort auf Lkw’s geladen. Wir haben uns etwas die Stadt angeschaut, und sind danach an den Strand, da es dort am kühlsten war. In der nächsten Nacht ist unser Zug leider schon nach Plan erst um 2:45 gefahren und hatte noch eine kleine Verspätung von fast zwei Stunden, so, dass wir diese Nacht eher am Bahnhof als im Zug verbrachten. Dafür war die nächste Stadt, Udupi sehr schön. Es gab einen Krishna Tempel der sehr nett war und in dem wir uns den Vormittag herüber rumgetrieben haben, da es dort auch irgendwann wie am Tag davor zu heiß wurde sind wir mit einer Rikscha zum nächsten Strand, der sehr schön war gefahren. Wir sind etwas nach Norden gegangen um einen ruhigen Platz unter Baumen und Palmen am Strand zu finden, dort haben ich meine Hängematte aufgehängt und habe den Schlaf der letzten Tage nachgeholt. Am Abend wurden wir von dem Grundstücksbesitzer sehr freundlich Angesprochen was wir hier machen und woher wir kommen. Nach einem kurzen Gespräch sind wir mit ihm, da er meine er müsse eh etwas in der Stadt erledigen, mit in sein Ferienhaus gegangen um dann mit dem Auto nach Udupi zu fahren. Wie die Inder halt so sind hat er uns dann noch Stadt gezeigt und in sein Lieblingsrestaurant eingeladen, da Atul in Udupi aufgewachsen ist kannte er auch viele Leute hier und er hat uns bis unser Zug um 23 Uhr kam auch noch die Uni, die eine der besten in Indien ist, gezeigt und wir mussten noch für den nächsten Tag Frühstück, Chicken Biryani von seinem Cousin mitnehmen. Als wir am Bahnhof auf den Zug warteten haben wir dann eine WhatsApp Nachricht von Praveen bekommen das ab jetzt keine 500er und 1000er Scheine mehr funktionsfähig sind, das hat einige Problem aufgeworfen aber dazu später kurz mehr. Als wir am Mittwochmorgen in Madgaon in Goa angekommen sind haben wir uns für die nächsten drei Tage einen Roller ausgeliehen. Am ersten Tag haben wir den Süden von Goa erkundet, dort gibt es wunderschöne Strände, die nicht so Touristisch sind. Wir haben beschlossen nachdem unser Geld eh nicht funktionierte einfach an einem der Strände zu schlafen. Wir hatten schon am Morgen einen kleinen Stand entdeckt der für Feuer und zum überachten wunderbar geeignet war. Die Nacht war sternenklar und man konnte sogar die Milchstraße sehen, als am nächsten Morgen die Russischen Touristen mit dem Boot kamen haben wir uns in Richtung Nordgoa aufgemacht. Die Fahrt in den Norden ging durch eine abwechslungsreiche Strecke durch kleine Orte und Wälder, nach circa sechs Stunden fahrt waren wir dann im Norden in einem sehr netten Hostel nicht weit weg vom Strand. Da Goa in Indien und in der Welt für seine Trancepartys bekannt ist und wir dank dem Hostelbesitzer den Eintritt, der relativ teuer gewesen wäre, nicht zahlen mussten, sind wir am zweiten Abend auf eine Beach Party gegangen. Am Freitag fuhren wir, diesmal mit einem Bus von Madgaon nach Mumbai, diese Fahrt werde ich nie mehr vergessen, da es die holprigste bis jetzt war und ich hatte am nächsten Morgen in Mumbai mehrere Blaufelchen. In Mumbai hatten wir dann 6 Stunden Zeit uns die Viertel um den Bahnhof herum anzuschauen. Da Mumbai halt doch die Größe Metropole in Indien ist haben wir dann wegen des Verkehrs fast unseren letzten Zug von Mumbai zurück nach Jaipur verpasst. Das wäre besonders Dämlich gewesen, da die Fahrt erste Klasse war und 18 Stunden gedauert hat. Da die letzte Zugfahrt sehr komfortable war sind die 18 Stunden auch wie im Flug vergangen. Am Sonntagvormittag war ich dennoch sehr erleichtert nach insgesamt 45 Stunden Zugfahrt für über 2.500 Kilometer wieder in Jaipur in meinem Zimmer zu sein. Am Sonntag haben wir dann noch erfahren das am Montag ein Feiertag ist und wir noch einen Tag nach der Reise relaxen können. Jetzt noch zu der Aktuellen Geldsituation wie ich sie mitbekomme, nachdem in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch alle 500er (7€) und 1000er (14€) Scheine, was Größeres gibt es nicht, nichtmehr als Zahlungsmittel akzeptiert ist, herrscht in ganz Indien ein gewisser Ausnahmezustand, nur wenig Leute bekommen und haben Geld. Nach fast einer Woche ist immer noch vor jeder Bank, die Geld hat eine Schlange oder besser gesagt ein Haufen der wartet das er Geld bekommt. Das alles ist wie ich finde für Indien ein großer Schritt gegen Schwarzgeld und vor allem Falschgeld, was es wie Sand am Meer gibt. Es wird jetzt noch eine Zeit ein Geldmangel geben aber das wird von Tag zu Tag besser, des Weiteren sind die Inder auch sehr hilfsbereit, und versuchen auch das wir an Geld komme, das ist im Moment zwar auch ohne riesigen Zeitaufwand nicht möglich und wir leben gerade ohne Geld, aber trotz alle dem fehlt es uns an nichts was wir brauchen.

| Sandra Breu | Indien Sandra Breu

Hallo zusammen,
diesmal geht es mal um einen kleinen Ausblick über die indische Kleidung (für Frauen) und das „Wohnen“ in einem Mehrbettzimmer im Hostel.

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| Jakob Hermann | Indien

"Wir haben genug muh von dem ständigen Gehupe muhmuh und der Vermischung von Nahrung, Plastik und Metallteilen in den Futtertrögen muh am Straßenrand. Muhmuhmuh außerdem empfinden wir die gedankenlose Verteilung von plastikabfällen muh als eine unmögliche Verschandelung des Landschaftsbildes. Wir fordern einen respektvollen Umgang mit muh Mutter Natur und allen Verkörperung der göttlichen Weiblichkeit." - sri Muh, Sprecher des BHK e.V.

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Delhi

| Markus Eder | Indien Markus Eder

Die letzten Tage in Jaipur waren sehr heiß, am Tag hat es zwischen 35°C und 38°C und in der Nacht hat es auch noch zwischen 25°C und 27°C. Unter Tags sitzen wir im klimatisierten Büro, dort lässt es sich gut aushalten, solange es keinen Stromausfall, was in letzter Zeit öfter passiert, gibt. Doch in der Nacht ist es in unserem Zimmer nicht auszuhalten, obwohl wir einen Deckenventilator haben, hat es drinnen gefühlte 45°C, deswegen schlafe ich seit mehreren Tagen auf dem Dach. Dort ist es sehr angenehm, es weht eine leichte Brise und man kann wunderbar den Himmel beobachten und wird in der Früh sanft von der Sonne geweckt.

Letzte Woche haben wir auch unseren Arbeitsplan aufgestellt und uns Meilensteine gesetzt. Ich werde jetzt den Schlamm einer Biogasanlage auf ihre Inhalts Stoffe (CSB, Ca2+, Mg2+, Cl-, SO42-, NH4+, P) untersuchen, des Weiteren wird dann auch noch das Feld auf dem der Biogasschlamm seit längerem verwendet wird, untersucht, um anschließend eine Bilanz zu ziehen, ob der Boden über- oder unterdüngt ist und welche Pflanzen sich am besten zum Anbau eignen. Das alles läuft sehr schleppend an, da ich erst einmal das Internet nach den passenden quantitativen Analysemethoden durchforstet habe und nun natürlich nicht alle benötigten Chemikalien vorhanden sind, ist wieder eine Woche vergangen in der in der Arbeit nicht alles so nach Plan läuft. Daran habe ich mich langsam schon gewöhnt, man bekommt nie, dass was man, nach etwas Längerem warten, erwartet.

Letztes Wochenende waren wir in Delhi und haben dort Sandra besucht und uns mit ihr zusammen die Stadt angeschaut. Die Zugfahrt nach Delhi war schon ein Erlebnis für sich selbst, unser Zug ging um 5 Uhr morgens, da wir nicht genau wussten wie lange wir zu Fuß zum Bahnhof brauchen würden, sind wir um 3 Uhr aufgestanden und haben uns dann auf den leeren Straßen auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Das war sehr interessant die sonst so überfüllten, chaotischen Straße auch einmal Menschenleer zu sehen. Als wir dann endlich im Zug waren haben wir auch ziemlich schnell unsere Schlafplätze gefunden. Die Zugfahrt war super angenehm, ich habe die meiste Zeit geschlafen, obwohl der Zug doch relativ voll war. In jedem „Abteil“ gab es 8 Betten, auf den gegenüberliegenden Seiten jeweils drei Schlafmöglichkeiten übereinander und an der Stirnseite zwei übereinander. In Delhi angekommen hat uns Sandra vom Bahnhof abgeholt und wir haben zusammen die Stadt erkundet. Delhi ist eine sehr kontroverse Stadt, im alten Teil von Delhi ist es sehr chaotisch und dreckig, wohingegen im Regierungsbezirk und in den angrenzenden Bezirken es sehr sauber und gepflegt ist. In einer Metropole wie Delhi, wo circa 25 Millionen Menschen leben und überleben, gibt es alles was man braucht und was man auch nicht braucht. Zu unserem Glück gibt es eine Metro die man auch als Ausländer sehr einfach benutzen kann und wir mussten keine Rikscha, die in Delhi extrem teuer sind, nehmen. Wir haben uns das Red Fort, das um 1640 gebaut wurde und von einer 18 Meter hohen Mauer umgeben ist, angeschaut. Ein weiteres Highlight in Delhi ist das India Gate, das aber durch und durch von Touristen belagert ist, nicht weit davon befinden sich die Regierungsgebäude, die sehr pompös wirkten. Doch der zentrale Punkt in New Delhi ist ein rießiger, mehrspuriger Kreisverkehr, wo in alle Himmelsrichtungen gefahren wird, und den Namen Rajiv Chowk tragt. Dort gibt es viele kleine Restaurants und Läden, und in der Mitte befindet sich ein netter Park wo wir einer Kundgebung und einem Konzert zu ehren von Gandhis Geburtstag lauschen konnten. Da wir am Montag um 9 Uhr wieder in der Arbeit sein mussten, haben wir diesmal einen Bus von Delhi nach Jaipur genommen und sind auch nach 6 Stunden fahrt um 5 Uhr morgens in Jaipur angekommen. Nach noch einmal 2 Stunden Schlaf und einer Dusche saßen wir wieder in der Arbeit.

Diese Arbeitswoche ist jedoch sehr schnell vergangen, da wir einiges zu tun hatten. Wir haben endlich die Biogasanlage, von der ich den Schlamm analysieren werde, angeschaut. Dort gibt es drei Biogasanlagen, mit 25m3, 60m3 und 80m3, die Biogas erzeugen. Das „Abfallprodukt“, der Schlamm wird dort getrocknet, dann mithilfe von Würmern kompostiert und anschließend für 2€ das Kilo als Dünger verkauft.

Dieses Wochenende fahren wir zusammen mit Praveen, der mir inzwischen unglaublich ans Herz gewachsen ist, in den Bundesstaat Uttarakhand, wo er zu Hause ist, und werden dort voraussichtlich auf dem Ganges eine Rafting Tour machen und in Dehra Dun, seiner Heimatstadt, auf ein kulturelles Festival gehen. Ich bin sehr gespannt was wir dort erleben werden und werde euch in dem nächsten Blog Bericht erstatten.

Liebe Grüße

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