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Zugvögel

Über den Blog

Der Blog „Zugvögel“ wird verfasst von Studierenden der OTH Amberg-Weiden, die ein Auslandspraktikum oder ein Studiensemester im Ausland verbringen. Das International Office wünscht den Lesern viel Spaß mit den interessanten Einblicken in das internationale Studentenleben.

Beiträge unserer „Zugvögel“

| Jonathan Englmeier | Indien Jonathan Englmeier

Donnerstagmorgen, 6:45 IST. Mein Wecker geht. Der große Rucksack ist schon gepackt, das Handgepäck fertig. Ich prüfe das Handtuch, es ist einigermaßen trocken geworden über Nacht. Ich packe den Kulturbeutel fertig, werfe mein eigenes Kissen (so viel Luxus musste sein), den Beutel, das Handtuch sowie die Hausschuhe in den Koffer - und bekomme ihn nicht zu. Mist! Ich hatte doch so viel aussortiert - ein paar durchgelaufene Schuhe, das Hemd mit dem Riss drin und die durchgewetzten zwei Hosen! Ich sortier nochmal um, jetzt liegt das Handtuch auf den Schlappen und der Kulturbeutel passt noch in eine Ecke. Mit etwas Gewalt bekomm ich den Koffer zu. Ich geh nochmal durch alle Schränke und über alle Ablagen - natürlich, das Duschgel vergessen. Ich stopf es in eine Seitentasche des Rucksacks ("hoffentlich läuft das nicht aus!") und bekomm auch da den Reißverschluss kaum zu. Ich werf das Ladekabel noch ins Handgepäck, geh ein weiteres Mal über alles drüber. Ich hab alles. Ich zieh die Weste und das Jacket an und werf einen letzten Blick in mein Zimmer, Nummer Sechs. Fünf Monate war ich hier. Tatsächlich werd ich einiges vermissen.

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Praktikum am MNIT (Teil 3)

Große Unterschiede

| Jonathan Englmeier | Indien Jonathan Englmeier

Was ist Indien? Ich kann nicht allgemein über Indien schreiben, denn ich bin nur in Nordindien. Genauer gesagt: In Jaipur, in Rajasthan.
Also dann: Was ist Jaipur?
Schon in meinem ersten Blogeintrag habe ich die Gegensätze beschrieben, die hier aufeinanderprallen. Und meine weiteren Eindrücke haben das bestätigt. An jeder Ecke wird hier gebaut, die Forschung ist ganz vorne dabei, man arbeitet interdisziplinär mit Forschern aus der EU, den Vereinigten Staaten, China, der Ukraine, an wirklich jeder Ecke wird für diese und jene Schule, Ausbildung oder Universität geworben. Mobiles Internet ist für wirklich jeden erschwinglich, es gibt Tarife, die sich sogar ein Tagelöhner leisten kann, und jeder Tarif bietet noch deutlich mehr Datenvolumen als ein beliebiger Tarif in Deutschland. Es gibt hippe Cafés und schicke Clubs, High Tech und Uber, elektrische Tuktuks und natürlich Audioguides in vier Sprachen im Museum.

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Praktikum am MNIT (Teil 2)

Wie die Zeit vergeht!

| Jonathan Englmeier | Indien Jonathan Englmeier

Nach anfänglichen Schwierigkeiten (die indische Verwaltung ist mindestens genauso anspruchsvoll wie deutsche) bin ich wohl mittlerweile angekommen. Mein Alltag hat sich eingependelt, das Chaos gelichtet und in der näheren Gegend war ich auch schon unterwegs, habe so einiges gesehen und erlebt.

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Zu Gast in Indien

Indo-German Summer-Winter School

| Julius Gehm | Indien

Typische Sehenswürdigkeiten, wie das Taj Mahal und die vielen Tempel in Jaipur sind bestimmt den meisten Lesern bekannt. Worüber wir berichten wollen, sind die Personen, die wir auf unserer Reise kennenlernen durften und durch die wir einen ganz besonderen Blick auf die Gesellschaft Indiens erhalten konnten.

Doch zuerst: Warum waren wir überhaupt in Indien?

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Praktikum am MNIT (Teil 1)

Was ist Indien?

| Jonathan Englmeier | Indien Jonathan Englmeier

Was genau ist Indien?
Ein passendes Adjektiv gibt es nicht. Man nehme folgendes Bild:
Nachdem man das Flugzeug verlassen hat, riecht man etwas Schimmel aus dem Teppichboden der Gangway. Am Schalter zur Einreise wird erstmal vom Zollbeamten eine junge Frau herbefohlen, die dienstbeflissen meinen Pass abschreibt, handschriftlich. Derselbe wird anschließend vom Zollbeamten nochmal eingescannt. Am Gepäckband wird vor der Einreise mal wieder mein Handgepäck durchleuchtet, aber der Beamte schaut nicht mal auf den Bildschirm, da er sich laut mit einem Herrn unterhält, der, wild gestikulierend, Pakete vom Band wuchtet. Vor dem Flughafen trifft einen die Schwüle wie ein Hammer, zusätzlich sprechen mich drei Taxifahrer gleichzeitig an. Zwei Hunde streunen vorbei. Der eine davon legt sich gemütlich vor ein Taxi, das wiederum etwas mehr hupt als sonst. Den Hund stört das nicht.

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| Philipp Reindl | Indien

Ohne die Flasche zu berühren Wasser trinken und dabei trocken bleiben; übertrieben scharf essen, ohne dass die Nase läuft; auf einer Verkehrsinsel oder in einem wackelnden, überfüllten Zug schlafen; ohne Helme auf der falschen Straßenseite zu Dritt auf einem Motorrad fahren, gerne auch im Dunkeln, freilaufenden Kühen ausweichen und ständig Hupen – das kann hier gefühlt jeder.

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