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Weihnachtsvorlesung – gewürzt mit aufregender Wissenschaft

Peter Kurzweil
Besinnlich und ruhig ist es bei der Weihnachtsvorlesung selten.

Wenn das Siemens Innovatorium bis auf den letzten Platz besetzt ist und es raucht, knallt und scheppert, dann hat die Fakultät Maschinebau/Umwelttechnik zur traditionellen Weihnachtsvorlesung geladen. Prof. Dr. Matthias Mändl hat zusammen mit seinen Kollegen ein unterhaltsames Programm zusammengestellt. Doch schon zu Beginn stellt sich die Frage: Wer wird mit seinem Abschlussexperiment den Hörsaal „unbewohnbar“ machen?

Peter Kurzweil
Besinnlich und ruhig ist es bei der Weihnachtsvorlesung selten.

Gastgeber Prof. Dr. Mändl eröffnet die Vorlesung und zeigt, dass Luft alles andere als harmlos ist. Mit einem faszinierenden Experiment beweist er, dass Luft eine „dicke Pampe“ sein kann. In seinem Versuchsaufbau wird ein Tischtennisball zunächst in das offene Ende eines langen Rohres gelegt und das Rohr zugeklebt. Als nächstes wird die Luft aus dem Rohr gepumpt und dann das Vakuum an der hinteren Folie mit einem spitzen Gegenstand zerstochen. Die eindringende Luft ist so stark, dass der Tischtennisball mit Überschallgeschwindigkeit aus dem Rohr geschossen wird. Die passenden Beweisbilder liefert die Hochgeschwindigkeitskamera von Prof. Dr. Marco Taschek.
In der Weihnachtszeit blickt man nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. Prof. Dr. Horst Rönnebeck hat dabei Ostern im Blick. Er lässt Eier kreiseln und erklärt dabei, wie man erkennt, ob das Ei bereits hartgekocht ist. Prof. Dr. Wolfgang Blöchl wiederum beweist, dass man durchaus quadratische Löcher bohren kann. Mit seiner Technik hat er die Welt verdreht und am Ende tatsächlich quadratische Löcher gebohrt.
„Elektrische Maschinen sind spröde, aber treue Bräute“, besagt ein Vorwort in einem Lehrbuch. Doch Prof. Dr. Armin Wolfram sieht das anders. Für ihn sind Elektromotoren der Inbegriff von Rock 'n' Roll.
Als Teil der Tradition der Weihnachtsvorlesung darf natürlich der Rauch nicht fehlen. Prof. Dr. Mändl lässt daher Rauchkringel aufsteigen und zielt auf Pappbecher, die auf den Köpfen der Studierenden platziert sind.
Den krönenden Abschluss der Weihnachtsvorlesung bildet schließlich Prof. Dr. Peter Kurzweil und sein Team. Sie versprechen ein chemisches Spektakel. Dabei kommt unter anderem reichlich Stickstoff zum Einsatz. Das Team lädt außerdem zu einer kleinen Schaumparty ein, lässt eine elektrochemische Zunge erkennen, ob sie in Wasser, Bier oder Kaffee getaucht ist, und bringt Sägespäne ohne Feuer zum Brennen. Magie der Weihnachtszeit…

 

Matthias Mändl
Prof. Dr. Matthis Mändl erkärt den Versuch
Tischtennisball in einem Rohl
Die Kraft der Luft – ein Tischtennisball erreicht Überschallgeschwindigkeit
Die Hochgeschwindigkeitskamera von Prof. Dr. Marco Taschek zeichnet den Versuch auf.
Horst Rönnebeck
Prof. Dr. Horst Rönnebeck lässt Eier kreiseln
Wolfgang Blöchl
Quadratur des Kreises mot prof. Dr. Wolfgang Blöchl
Armin Wolfram
Prof. Dr. Armin Wolfram: Elektromotoren sind Rock 'n' Roll
Jürgen Stich
Laboringenieur Jürgen Stich zeigt elektrodynamische Versuche
Rauchkringel
Rauchkringel steigen im Siemens Innovatorium auf.
Rauchkringel über den Köpfen
Ziel des Rauchkringels: Pappbecher auf den Köpfen der Zuhörer*innen
Schaumparty!
Chemische Glühnirne: Chemolumineszenz mit Luminol
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