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Sicherheit braucht klare Regeln: Dieses Weiterbildungsmodul vermittelt die rechtlichen Grundlagen sowie die Strukturen des polizeilichen Bevölkerungsschutzes. Sie lernen, Krisensituationen rechtssicher zu bewerten und professionell in Einsatz- und Kooperationsstrukturen zu handeln.

Description

Das Weiterbildungsmodul Rechtliche Grundlagen und Strukturen gesamtstaatlicher Krisenbewältigung vermittelt fundiertes Wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen des staatlichen Handelns im Bereich Sicherheit und Gefahrenabwehr. Im Fokus stehen zentrale Gesetze, Zuständigkeiten und Strukturen des polizeilichen und zivilen Bevölkerungsschutzes.

Teilnehmende lernen, rechtliche Vorgaben sicher zu interpretieren und auf Einsatzsituationen im Krisen- und Gefahrenfall anzuwenden. Dabei werden auch die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie die Abstimmung im föderalen System behandelt.

Lehrender (Modulverantwortlicher)
Dr. Alexander Gräßel, Dr. Tobias Mattes
 

Lernziele

  • Fachkompetenz

Die Studierenden können die rechtlichen Grundlagen und Zuständigkeitsstrukturen der gesamtstaatlichen Krisenbewältigung erläutern.
Sie können zentrale Normen des Gefahrenabwehr-, Katastrophenschutz- und Krisenverwaltungsrechts auf Krisensachverhalte anwenden.
Sie können komplexe Krisenlagen im Hinblick auf Zuständigkeiten, Befugnisse, Kooperationsformen und rechtliche Schnittstellen analysieren und behördliche Handlungsoptionen unter den Maßstäben von Rechtsstaatlichkeit, Verhältnismäßigkeit und Grundrechtsschutz bewerten.
Sie können rechtlich tragfähige Ansätze für interbehördliche Zusammenarbeit und rechtssichere Krisenbewältigung entwickeln.
Die Studierenden können aktuelle nationale und internationale Bedrohungsszenarien einschließlich hybrider Einflussformen erläutern und diese in sicherheitsstrategische Zusammenhänge einordnen.
Sie können Entscheidungsprozesse unter Zeitdruck und Unsicherheit bewerten und daraus strategische und operative Zielsetzungen für behördliches Handeln entwickeln.
Die Studierenden können konzeptionelle Ansätze zur Verbesserung interbehördlicher Zusammenarbeit und zur Stärkung behördlicher Resilienz entwickeln.

  • Methodenkompetenz

Die Studierenden können organisationale Resilienzfaktoren sowie Kooperationsstrukturen zwischen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben analysieren und deren Bedeutung für die Krisenbewältigung beurteilen.
Sie können Methoden der Lage-, Risiko- und Stakeholderanalyse auf komplexe Krisenszenarien anwenden und daraus strukturierte Handlungsoptionen ableiten.

  • Sozialkompetenz

Die Studierenden können ihre Rolle, eigene Belastungsgrenzen und gefallene Entscheidungen in Notfallsituationen reflektieren. Die Studierenden kennen interbehördliche Kommunikationswege und können interbehördlich adressatengerecht kommunizieren.

Lerninhalte

  • Rechtlichen Grundlagen gesamtstaatlicher Krisenbewältigung - Behandelt werden die verfassungsrechtlichen, unionsrechtlichen und einfachgesetzlichen Rahmenbedingungen staatlichen Handelns in Krisenlagen.
  • Zuständigkeitsverteilung und das Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen im föderalen System
  • Aufgaben, Befugnisse und Kooperationsbeziehungen der an der Krisenbewältigung beteiligten Behörden und Organisationen
  • rechtlichen Voraussetzungen behördlicher Koordination, des Informationsaustauschs sowie der Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz. 
  • aktuelle nationale und internationale Bedrohungsszenarien sowie deren sicherheitsstrategische Einordnung. Behandelt werden grundlegende Begriffe wie Risiko, Bedrohung, Resilienz und hybride Einflussformen. Einen Schwerpunkt bilden hybride Bedrohungslagen, insbesondere durch Desinformation und Cyberangriffe. 
  • Strukturen der interbehördlichen Zusammenarbeit sowie Kommunikations- und Koordinationsmechanismen zwischen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. 
  • zivil-militärische Zusammenarbeit im Rahmen gesamtstaatlicher Sicherheitsvorsorge
  • staatlich gesteuerte Desinformationskampagnen als Bestandteil hybrider Bedrohungen
  • behördliche Planungs- und Entscheidungsprozesse in Krisensituationen
  • Ansätze zur Stärkung behördlicher Resilienz und zur Optimierung interbehördlicher Zusammenarbeit

 

Rahmendaten

Ort:  Amberg
Type Of Study:  Berufsbegleitend/weiterbildend
Faculty:  Elektrotechnik, Medien und Informatik
Course Language:  Deutsch
ECTS Credits:  5
Kursgebühr: 1.120,00 €

Termine

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Datum:01.10.2026 08:00 – 15.02.2027 18:00
Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Anmeldung möglich bis 14.09.2026



Studiengänge und Kurse müssen getrennt voneinander bestellt werden!

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