Die innere Kritikerin verstehen und konstruktiv nutzen
Selbstzweifel, Perfektionismus und hohe Erwartungen an die eigene Leistung begleiten viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Arbeitsalltag. Laut Studien sind es dabei vor allem Frauen, die ihre Leistungen besonders kritisch reflektieren und sich zusätzlichen Erwartungshaltungen gegenübersehen. Um sie gezielt zu unterstützen, veranstaltete das Zentrum für Gender und Diversity (ZGD) der OTH Amberg-Weiden im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 den Workshop „Die innere Kritikerin näher kennenlernen“.
Ende Mai kamen daher Nachwuchswissenschaftlerinnen in Weiden zusammen, um sich intensiv mit ihrer inneren kritischen Stimme auseinanderzusetzen. Geleitet wurde der Workshop von Dr. Simone Freitag, Psychologin mit Spezialisierung auf Gesundheitspsychologie, die für die Veranstaltung aus Berlin anreiste.
Die innere Kritikerin kennenlernen
Zu Beginn beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit den Erscheinungsformen ihrer inneren Kritikerin und reflektierten, in welchen Situationen diese besonders präsent ist. Anschließend wurden persönliche Erfahrungen und mögliche Ursachen näher betrachtet.
Darauf aufbauend standen praktische Strategien für einen konstruktiven Umgang mit der inneren Kritikerin im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen lernten Techniken kennen, um die innere Kritikerin bewusster wahrzunehmen und konstruktiv mit ihr umzugehen. Ziel war es nicht, die kritische Stimme vollständig auszublenden, sondern ihre hilfreichen Aspekte zu erkennen und ihren Einfluss auf belastende Gedankenmuster zu reduzieren.
Ein konstruktiver Umgang mit der inneren Kritikerin kann dazu beitragen, die eigene Energie stärker auf persönliche und berufliche Ziele zu richten, das Wohlbefinden zu fördern und Herausforderungen im akademischen Alltag selbstbewusster zu begegnen.
Weitere Angebote geplant
Der Workshop wurde von den Teilnehmerinnen sehr positiv aufgenommen und lieferte wertvolle Impulse für den akademischen Alltag. Auch in den kommenden Semestern plant das ZGD weitere Angebote für Nachwuchswissenschaftlerinnen. Interessierte können sich direkt an Miriam Schröder vom ZGD wenden und sich über kommende Veranstaltungen informieren.
