Drohnen, Gründung und Unternehmergeist: Meet the Entrepreneur mit AEROVEX Dynamics
Was kann die Hochschule für die Gründungsideen von Studierenden tun? Neben Veranstaltungen, Beratungen und Förderungen steht für das Regional Institute for Start-ups and Entrepreneurship (RISE) der OTH Amberg-Weiden auch das Vorstellen von Gründungsideen aus der Region im Fokus.
Das Format Meet the Entrepreneur stellt daher in Modulen der Hochschule Gründerinnen und Gründer aus dem jeweiligen Fachbereich vor. In diesem Jahr war es Toni Pressl von AEROVEX Dynamics im Modul Projektmanagement in der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik.
Zuvor erläuterte Dr. Bastian Vergnon, operativer Leiter des RISE, die verschiedenen Fördermöglichkeiten an der OTH-Amberg-Weiden. So gibt es jedes Jahr für den DENK.summit kostenlose Studierendentickets, jede Woche eine virtuelle Erstberatung und Unterstützung bei Förderanträgen.
Danach präsentierte Toni Pressl seine Gründung AEROVEX Dynamics, die er nach seiner Zeit bei der Bundeswehr gestartet hat. Die Idee ist eine Drohne mit dem Profil eines Starflüglers und einem Elektromotor, die modular als Aufklärungs- oder Abfangdrohne funktioniert.
Wie kam er auf diese Idee? „Jedes Business fängt mit einem Problem an, dass man für Kunden lösen muss,“ war seine Antwort. Aus seiner Zeit bei der Bundeswehr kannte er das Problem, dass kleine Drohnen bisher nur mit sehr teuren Abwehrmaßnahmen abgefangen werden können und die Wartung dieser Abwehrsysteme sehr aufwändig ist. Daher soll seine semiautonome Drohne in Massenproduktion gefertigt werden, um eine günstige Abwehrmöglichkeit zu bieten.
Sein nächstes Ziel ist es, ein Minimum Viable Product, eine minimal funktionsfähige Version, der Drohne zu produzieren. Diese Version dient als Testobjekt, um weitere Investitionen zu bekommen. Daher wird der MVP zuerst mit billigen Komponenten gebaut, „um zu testen, wie er funktioniert.“
Zuvor erstellte er mit CAD ein erstes Modell, in das er Einblicke für die Studierenden gab. Dieses Modell verbessert er im Moment, um die optimale Kombination aus Geschwindigkeit, Reichweite und Gewicht für den MVP festzustellen. Dabei bestand laut Toni Pressl die Gefahr, „dass das Modell in der Simulation funktioniert, aber in der Realität aufgrund von zur Verfügung stehenden Materialien nicht.“
Am Ende möchte er mit seinem Team aus drei Personen in Weiden gründen. Daher steht für ihn neben den Optimierungen und den Flugtests auch der Vertrieb der Idee an. Denn im Rüstungssektor gibt es im Moment eine harte Konkurrenz und dadurch einen enormen Arbeitsaufwand bei der Ansprache von Kunden oder Investoren. Beim nächsten Meet the Entrepreneur hofft er aber, neben seiner Gründung auch eine erfolgreiche Drohne vorstellen zu können.
Weitere Informationen zu den Gründungsangeboten an der OTH Amberg-Weiden gibt es auf der Website des RISE oder direkt bei André Pscherer und Dr. Bastian Vergnon.
