Physician Assistance-Studierende trainieren am BayZBE
Im Rahmen einer Exkursion besuchten Studierende der Bachelorstudiengänge „Physician Assistance – Arztassistenz“ (PA) und „Physician Assistance – Arztassistenz für Gesundheitsfachberufe“ (PAG) der OTH Amberg-Weiden gemeinsam mit Prof. Dr. med. Matthias Feyrer das „Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen“ (BayZBE) in Windischeschenbach.
Das Trainings- und Simulationszentrum bietet organisationsübergreifende Aus- und Fortbildungen für Einsatzkräfte in einer realitätsnahen Simulationsumgebung. In einem ganztägigen Workshop vertieften die Studierenden ihre praktischen Fertigkeiten in der Akutversorgung und konnten bereits erworbene Kenntnisse unter fachkundiger Anleitung anwenden und weiterentwickeln.
Praktisches Training in Kleingruppen
Nach einer Einführung in das Trainingszentrum und einer Sicherheitsunterweisung wurden die Studierenden in Kleingruppen eingeteilt. Anschließend durchliefen sie im Rotationsprinzip drei Stationen, an denen unterschiedliche Aspekte der präklinischen Versorgung im Mittelpunkt standen. Das Format ermöglichte es, die einzelnen Inhalte intensiv zu üben und individuelle Rückmeldungen der Ausbilderinnen und Ausbilder unmittelbar umzusetzen.
Den Auftakt bildete das Atemwegsmanagement. Die Studierenden übten verschiedene Techniken zur Sicherung der Atemwege, die Beutel-Masken-Beatmung sowie die einzelnen Eskalationsstufen bis hin zur Vorbereitung einer endotrachealen Intubation.
Im Anschluss lag der Schwerpunkt auf der Versorgung (lebensbedrohlicher) Blutungen. Dabei reichte das Spektrum von einfachen Wund- und Druckverbänden über spezielle Traumaverbände bis hin zur Anlage eines Tourniquets oder dem sogenannten Wound Packing bei schweren Verletzungen. Ergänzend wurde das strukturierte Vorgehen nach dem X-ABCDE-Schema vermittelt.
Den Abschluss bildeten die strukturierte Traumauntersuchung, Maßnahmen zum Wärmeerhalt sowie die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Neben der Reanimation einer einzelnen Person trainierten die Studierenden auch das koordinierte Vorgehen im Team einschließlich des Einsatzes eines automatisierten externen Defibrillators.
Übung schafft Sicherheit
„Praktische Fertigkeiten und Handlungskompetenzen entwickeln sich vor allem durch regelmäßiges Üben. Solche Workshops geben unseren Studierenden die Möglichkeit, bereits erworbenes Wissen unter realitätsnahen Bedingungen anzuwenden und weiterzuentwickeln. Genau diese Verbindung von Theorie und Praxis ist ein wichtiger Bestandteil unseres Studiums“, so Feyrer.
Die Exkursion ergänzte die praxisorientierte Lehre an der OTH Amberg-Weiden um ein externes Trainingsformat. Unter realitätsnahen Bedingungen konnten die Studierenden somit ihre bereits erworbenen Fähigkeiten vertiefen und neue Erfahrungen für ihre spätere Berufstätigkeit sammeln.


