Studienreise nach Kroatien: Digital Business-Studierende zu Gast in Split
Ein kurzer Auslandsaufenthalt trotz vollem Stundenplan? Für sechs Studierende des Masterstudiengangs „Digital Business“ wurde dies Mitte Mai Realität. Gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Lederer und Doktorand Stefan Rösl (beide WEBIS) reisten sie an die ASPIRA University of Applied Sciences in Split, um den fachlichen Austausch zu vertiefen und internationale Erfahrungen zu sammeln. Die ASPIRA ist eine von zwei kroatischen Partnerhochschulen der OTH Amberg-Weiden und seit 2025 Partner im DAAD-Projekt „Creative Software Engineering“. Dies wird vom Kompetenzzentrum Mittel- und Osteuropa (KOMO) der Hochschule koordiniert, für das Maika Victor-Ustohal die Studienreise begleitete.
Wissenstransfer und Praxisnähe
Die fünftägige Studienreise bot Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen beiden Hochschulen weiter auszubauen und den wissenschaftlichen Dialog zu intensivieren. Im Mittelpunkt standen zwei fachliche Workshops: Doktorand Stefan Rösl leitete ein Seminar zum Thema „Academic Writing“, an dem auch PhD-Studierende der ASPIRA teilnahmen. Dabei vermittelte er Grundlagen guter wissenschaftlicher Praxis sowie Methoden des toolgestützten Schreibens. Besonders die Frage, wie diese KI-gestützten und assistierten Werkzeuge das wissenschaftliche Arbeiten verändern, führte im Anschluss zu einer regen Diskussion. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf wissenschaftlicher Kommunikation und der Vorbereitung auf Fachkonferenzen. Die Teilnehmenden entwickelten Konzepte für akademische Poster und wissenschaftliche Präsentationen zu ihren aktuellen Forschungsprojekten aus dem Bereich Prozessmanagement mit besonderem Fokus auf Data Science und Agentic AI.
Internationale Erfahrung im Masterstudium
Gerade für Masterstudierende ist ein längerer Auslandsaufenthalt aufgrund hoher Studienbelastung und erster beruflicher Verpflichtungen oft schwierig umzusetzen. „Als Masterstudierende ist es aufgrund des Workloads sowie erster Arbeitsverpflichtungen schwer, eine Auslandserfahrung ins Studium zu integrieren. Für ein Erasmus-Semester fehlt oft die Zeit“, berichtet Johannes Legat, Student an der OTH Amberg-Weiden. Umso wertvoller war für die Teilnehmenden die Möglichkeit, innerhalb weniger Tage internationale Hochschulerfahrung mit fachlicher Weiterbildung zu verbinden. Auch Prof. Dr. Matthias Lederer betont den Mehrwert solcher Kurzaufenthalte für die persönliche und akademische Entwicklung. „Das war ein gelungener Austausch - sowohl fachlich, als auch interkulturell. Gleichzeitig war es auch eine Art Teambuilding für den Masterstudiengang. Man merkt, dass die Studierenden nun enger zusammenarbeiten.“, betont er.
Herzliche Gastfreundschaft und wissenschaftliche Synergien
Neben den Workshops stand auch die Vertiefung der wissenschaftlichen Kooperation im Fokus. Josip Radić, Leiter des International Office der ASPIRA, stellte den Gästen die Hochschule sowie deren internationale Aktivitäten vor. Darüber hinaus präsentierte Maika Victor-Ustohal, Mitarbeiterin des KOMO, die OTH Amberg-Weiden und Bayern als möglichen Studienstandort für ASPIRA-Studierende. An dem Austausch nahm außerdem Đurđica Vukić teil, Dozentin, Prodekanin für Studium und akademische Angelegenheiten sowie Koordinatorin des Studiengangs Informatik. Sie promoviert aktuell im Bereich Informatik und digitale Technologien und nutzte das Zusammentreffen mit Prof. Lederer zur fachlichen Konsultationen zu ihrem Forschungsvorhaben. Darin untersucht sie methodische Ansätze zur Analyse von Modulbeschreibungen sowie zum Vergleich von Kompetenzprofilen in Studienplänen.
Starke Partner und Förderung
Die Exkursion ist Teil des Projekts „Creative Software Engineering“, das im Rahmen des DAAD-Programms „Ostpartnerschaften“ gefördert wird. Ziel des Programms ist die Stärkung der Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zwischen deutschen Hochschulen und Partnerinstitutionen in Mittel- und Osteuropa. Durch das Projekt konnten die seit 2014 bestehenden Beziehungen zwischen der OTH Amberg-Weiden und der ASPIRA University of Applied Sciences erneut mit konkreten Austauschaktivitäten belebt werden. Bereits im Januar 2025 nahmen die kroatischen Partner Josip Radić und Đurđica Vukić an einer gemeinsamen Projektwoche mit Studierenden sowie Vertreterinnen und Vertretern weiterer Hochschulen teil. Eine Fortsetzung des Formats ist für November 2026 geplant.
Neben den Mobilitätspauschalen für den Aufenthalt der Studierenden in Split kann über das Projekt zudem ein Aufenthaltsstipendium für einen ASPIRA-Studierenden im kommenden Wintersemester finanziert werden.
Die ASPIRA University of Applied Sciences ist eine private, gemeinnützige Hochschule mit Sitz in Split. Sie wurde 2008 gegründet und bietet praxisorientierte Studiengänge in den Bereichen Sportmanagement, Informatik (Softwareentwicklung) sowie internationales Hotel- und Tourismusmanagement an. Mit rund 500 Studierenden, einer starken internationalen Ausrichtung und englischsprachigen Studiengängen pflegt die Hochschule zahlreiche Erasmus-Kooperationen.



