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TANDEM-UA-DE: Vom ersten Projektjahr zum Start der Doppelabschlussprogramme

Gruppenfoto
Gelebte Partnerschaft: Vertreter des internationalen Projekts TANDEM-UA-DE zu Gast in Weiden

Vier Hochschulen, ein Ziel: Ende Juni trafen sich die Partner des internationalen Projekts TANDEM-UA-DE (Teaching and Administration Network for Double Degree Education and Mobility – Ukraine and Germany) an der OTH Amberg-Weiden und zogen nach einem Jahr intensiver Zusammenarbeit eine bemerkenswerte Bilanz. Vertreterinnen und Vertreter der OTH Amberg-Weiden, der Nationalen Universität „Zaporizhzhia Polytechnic“, der Nationalen Technischen Universität der Ukraine „Igor Sikorsky Kyiv Polytechnic Institute“ sowie der Lutsk National Technical University kamen zusammen, um das erste Projektjahr auszuwerten, die nächsten Entwicklungsschritte festzulegen und die Weichen für eine langfristige akademische Partnerschaft zu stellen.

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Gelebte Partnerschaft: Vertreter des internationalen Projekts TANDEM-UA-DE zu Gast in Weiden

Vom ersten Projektjahr zur systematischen Zusammenarbeit

Was als Idee für einzelne gemeinsame Lehrveranstaltungen begann, hat sich binnen eines Jahres zu einer breit aufgestellten Kooperation entwickelt. Die Projektpartner blickten gemeinsam auf die Ergebnisse: neu entwickelte Lehrmodule, gemeinsame Lehrveranstaltungen für Studierende der ukrainischen Partneruniversitäten und ausgewählte Studierende der OTH Amberg-Weiden, die didaktische Weiterqualifizierung der Lehrenden, Workshops zur Bewertung von Lernergebnissen, ein ausgebautes Deutschunterrichtsangebot, die Zusammenarbeit mit Unternehmen sowie der Aufbau eines internationalen Alumni-Netzwerks.

Dass ein solches Vorhaben nicht ohne Hürden verläuft, wurde im Treffen offen angesprochen: Die Abstimmung der Studienprogramme, die Anerkennung von Lernergebnissen und die Umsetzung gemeinsamer akademischer Qualitätsstandards erwiesen sich als anspruchsvolle Aufgaben. Umso deutlicher fiel das Fazit der Teilnehmenden aus: TANDEM-UA-DE hat den Sprung von der Planungsphase zu einer tragfähigen, auf Dauer angelegten institutionellen Zusammenarbeit erfolgreich geschafft.

Der erste Meilenstein: Unterschrift unter das Doppelabschlussprogramm

Der emotionale Höhepunkt der Tagung ließ sich in einem Federstrich zusammenfassen: Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding besiegelten die OTH Amberg-Weiden und die Nationale Universität „Zaporizhzhia Polytechnic“ die Einführung eines Doppelabschlussprogramms im Bachelorstudiengang Digital Technology and Management.

Die Vereinbarung ist mehr als eine Formalie – sie schafft die Grundlage für die gemeinsame Ausbildung von Studierenden, die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen und weitere akademische Mobilität zwischen beiden Ländern. Sie markiert zugleich das erste konkrete Ergebnis einer langjährigen Partnerschaft und dürfte nicht die letzte bleiben: Vergleichbare Abkommen mit der Nationalen Technischen Universität der Ukraine „Igor Sikorsky Kyiv Polytechnic Institute“ sowie der Lutsk National Technical University stehen bereits in den Startlöchern.

Ein Blick hinter die Kulissen: Das Innovationsökosystem der OTH Amberg-Weiden

Neben Verhandlungstisch und Unterschriftenmappe stand auch ein Rundgang durch die Innovationslandschaft der Hochschule auf dem Programm. Die Delegation gewann Einblicke in die Technologietransferzentren, die Start-up-Förderung, das Kompetenzzentrum KOMO sowie in moderne Forschungseinrichtungen wie den Digital Business Campus, das Digital Health Lab, das Anatomy Lab und die Intelligent Factory. Vorgestellt wurden dabei aktuelle Ansätze zur digitalen Transformation industrieller Prozesse, Anwendungen Künstlicher Intelligenz sowie Instrumente zur Förderung von Innovation und Unternehmertum.

Für besonderes Interesse sorgte der Besuch bei HORSCH, einem weltweit führenden Hersteller moderner Landtechnik mit langjährigen Beziehungen zur Ukraine. Im Zentrum der Gespräche standen mögliche Industriepraktika für Studierende der künftigen Doppelabschlussprogramme sowie gemeinsame Innovations- und Forschungsprojekte zwischen Hochschulen und Industrie – ein Beispiel dafür, wie akademische und wirtschaftliche Zusammenarbeit ineinandergreifen können.

Neue Perspektiven der Zusammenarbeit

Aus den Arbeitstreffen entstand eine ganze Reihe vielversprechender Ideen für die Weiterentwicklung der Partnerschaft: ein deutsch-ukrainisches Matchmaking-Format unter Beteiligung von Hochschulen und Unternehmen beider Länder, ein Ausbau der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, die Weitergabe der Erfahrungen der OTH Amberg-Weiden im Bereich der Technologietransferzentren sowie eine vertiefte Kooperation mit Unternehmen im Rahmen gemeinsamer Studienprogramme und Praxisphasen.

Die Ergebnisse des Treffens zeigen deutlich: TANDEM-UA-DE hat sich von einem Projekt zur Entwicklung gemeinsamer Lehrmodule zu einer langfristigen institutionellen Partnerschaft zwischen deutschen und ukrainischen Hochschulen entwickelt. Die Verbindung von Lehre, Forschung, Innovation, Wirtschaftskooperation und akademischer Mobilität schafft eine tragfähige Grundlage für einen modernen internationalen Hochschulraum – und eröffnet Studierenden, Lehrenden und Forschenden beider Länder neue Perspektiven.

 

Präsidenten unterzeichnen Dokument
Unterschrift unter das Doppelabschlussprogramm
Frau mit VR-Brille
Mixed Reality im Anatomy Lab
Mann mit VR-Brille
Interaktive Lernumgebung erlaubt es, den menschlichen Körper interaktiv in 3D zu erkunden.
Gruppenfoto vor Landwirtschaftsmaschine
Besuch bei HORSCH
Menschen sitzen um einen Besrpechungstisch
Arbeitstreffen zur Weiterentwicklung der Partnerschaft.
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