TIGER Corporate Hackathon entwickelt innovative Lösung für personalisierte Prävention
Am 9. und 10. Juni 2026 fand an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden am Campus Weiden der TIGER Corporate Hackathon 2026 statt. Insgesamt 14 Teilnehmende verschiedener Fachrichtungen arbeiteten gemeinsam mit Experten, Mentoren und dem Unternehmenspartner an einer innovativen Lösung für eine reale Herausforderung aus dem Gesundheitssektor.
Der Hackathon wurde im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprojekts TIGER durchgeführt und verfolgte das Ziel, Studierende, Unternehmen und Fachleute zusammenzubringen, um innovative Ideen für aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen zu entwickeln.
Ausgangspunkt des Hackathons war eine konkrete Aufgabenstellung des Unternehmens. Die zentrale Herausforderung bestand darin, die Lücke zwischen Gesundheitswissen und tatsächlichem Gesundheitsverhalten zu schließen. Obwohl immer mehr Menschen Zugang zu Gesundheitsdaten und wissenschaftlich fundierten Empfehlungen haben, gelingt es häufig nicht, diese Erkenntnisse langfristig in den Alltag zu integrieren. Besonders im Bereich Prävention stellt sich daher die Frage, wie individuelle Gesundheitsinformationen verständlich, motivierend und nachhaltig wirksam vermittelt werden können.
Vor diesem Hintergrund arbeiteten die Teilnehmenden an der Fragestellung: “Wie können personalisierte Präventionsangebote so gestaltet werden, dass sie Menschen langfristig zu einem gesünderen Lebensstil motivieren und gleichzeitig skalierbar sowie wirtschaftlich umsetzbar sind?“
Während der zwei Tage entwickelten die Studierenden gemeinsam mit Mentoren und Experten aus Wissenschaft und Praxis ein Konzept für ein digitales Präventions- und Coachingprogramm. Die Lösung baut auf bestehenden Gesundheitsanalysen auf und erweitert diese um eine personalisierte digitale Begleitung entlang der gesamten Gesundheitsreise der Nutzenden. Der entwickelte Ansatz verbindet individuelle Gesundheitsdaten mit verständlichen Handlungsempfehlungen, digitalen Coaching-Elementen sowie motivierenden Unterstützungsangeboten.
Besonderes Augenmerk legte das Team auf die Nutzerperspektive. Dabei wurden Fragen adressiert, wie Vertrauen in digitale Gesundheitsangebote aufgebaut, die Motivation über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten und individuelle Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen berücksichtigt werden können.
Den Abschluss des Hackathons bildete die Vorstellung der entwickelten Lösung vor einer Fachjury. Das Team präsentierte sein Konzept, erste Überlegungen zur technischen Umsetzung sowie Ansätze für ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die Jury würdigte insbesondere die praxisnahe Herangehensweise, die konsequente Nutzerorientierung und das Potenzial der Lösung.
Der TIGER Corporate Hackathon verdeutlichte eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial entsteht, wenn Studierende, Unternehmen und Experten gemeinsam an realen Herausforderungen arbeiten. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und daraus einen vielversprechenden Lösungsansatz für eine aktuelle Fragestellung der Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Gleichzeitig bot die Veranstaltung den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihr Wissen in einem praxisnahen Umfeld anzuwenden, neue Methoden kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Innovation, Entrepreneurship und digitale Gesundheitsversorgung zu sammeln.
Prof. Dr. rer. pol. Steffen Hamm, Projektleiter des TIGER-Projekts, eröffnete die Veranstaltung. Gegen Mittag richtete Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Weber seine Grußworte an die Teilnehmenden. Gemeinsam stimmten sie die Anwesenden auf die noch bevorstehenden Herausforderungen des Hackathons ein.
Sonja Waldt und Anna Hautmann, beide wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im EU-Projekt TIGER, begleiteten die Teilnehmenden während der gesamten Veranstaltung durch die verschiedenen Arbeitsphasen. Gemeinsam mit dem Projektpartner IGZ vom Innovations- und Gründerzentrum Erlangen mit Matthias Hiegl, Elke Schwerdtferger und Benjamin Stöcklein, unterstützten sie die Teams dabei, die Aufgabenstellung zu analysieren, die Ziele der Challenge zu verstehen und ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen zu entwickeln. Das Organisationsteam bedankte sich bei allen Teilnehmenden, Experten, Mentoren, Jurymitgliedern sowie dem Unternehmenspartner für ihr Engagement und ihren Beitrag zum Erfolg des TIGER Corporate Hackathons 2026.


