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Wanderausstellung Entwicklungsland D: Fairtrade als Entwicklungshilfe?

Die OrganisatorInnen mit Bürgermeister Lothar Höher (2.v.l.) und Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach (6.v.l.)
Die OrganisatorInnen mit Bürgermeister Lothar Höher (2.v.l.) und Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach (6.v.l.)

Deutschland ein Entwicklungsland? Mit dieser These provozierte "Eine Welt Netzwerk Bayern e.V." die BesucherInnen der Wanderausstellung „Entwicklungsland D“ in der OTH Amberg-Weiden am Standort Weiden.

Die OrganisatorInnen mit Bürgermeister Lothar Höher (2.v.l.) und Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach (6.v.l.)
Die OrganisatorInnen mit Bürgermeister Lothar Höher (2.v.l.) und Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach (6.v.l.)

Und ganz so falsch ist die These nicht. Denn ich Sachen Fairtrade hat Deutschland tatsächlich Nachholbedarf. Das zeigten die Aussteller, auf denen Fakten aus dem bundesdeutschen Alltag mit Szenen aus ärmeren Ländern kontrastieren. Dieser Gegensatz zwischen Industrie- und Entwicklungsland, zwischen großen Überfluss und absolutem Mangel rüttelte auf und machte bewusst: Der Reichtum des einen bedingt oft die Armut des anderen Landes – eine Tatsache, die mit Konflikten und Problemen auf der Welt einhergeht.

Neben der Ausstellung waren ökologische und ökonomische Fußstapfen für Handy, Kaffee, Schokolade oder Fußball zu sehen. So konnte man sich mit der Produktionsweise von Fußbällen vertraut machen und selbst versuchen einen zu nähen. Auch die Rohstoffe, die für ein Handy notwendig sind, konnten begutachtet werden. Gleiches galt für Kaffee und Schokolade.

Alexander Herzner, Institut für Nachhaltigkeit, eröffnete die Ausstellung. Dabei verwies er auf das hohe Engagement der OTH Amberg-Weiden und der Fairtrade Stadt Weiden für fairen Handel. Die Ausbildung der Studierenden der OTH Amberg-Weiden umfasse auch das wichtige Thema Verantwortung und Nachhaltigkeit. Auf die Verbindung zum Studium ging auch Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach ein. Ihr Fachgebiet des Handels sei gerade prädestiniert für Fairtrade. Sie hob auch die wichtige Bedeutung der OTH Amberg-Weiden für die Region und das Engagements für den Fairtrade hervor. Schließlich ist die OTH Amberg-Weiden erste Fairtrade Hochschule in Bayern. Auch Bürgermeister Lothar Höher überbrachte Grußworte und spannte einen historischen Bogen zur die Europabewegung. Er ließ auch Themen der Globalisierung und eines gerechten Miteinanders nicht aus.

Die OTH Amberg-Weiden war die erste Station der Wanderausstellung in der Region. Anschließend zog sie weiter zur Sophie-Scholl-Realschule, Lobkowitz Realschule Neustadt/WN und zum Augustinus-Gymnasium in Weiden.

Auf den Ausstellern kontrastierten Fakten aus dem bundesdeutschen Alltag mit Szenen aus ärmeren Ländern.
Auf den Ausstellern kontrastierten Fakten aus dem bundesdeutschen Alltag mit Szenen aus ärmeren Ländern.
Ein "Fußabruck" veranschaulichte die Herstellung von Smartphones.
Ein "Fußabruck" veranschaulichte die Herstellung von Smartphones.
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