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Ökosystem für Gründungen: Grow4Digital, Digital Entrepreneurship und Oberpfalz Start-up HUB starten ins Wintersemester

| Hochschulkommunikation, Fakultät Betriebswirtschaft | Digitale Gründerinitiative Oberpfalz

„Ihr könntet die Nächsten sein.“ Mit diesem Wunsch schloss André Pscherer seinen Vortrag über Angebote für Gründerinnen und Gründer bei der Auftaktveranstaltung für den Master Digital Entrepreneurship und das studienbegleitende Zertifikat Grow4Digital (G4D). Ähnliche Aufforderungen zogen sich durch den gesamten Abend, bei dem sich auch die Digitale Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) und das neue Projekt Oberpfalz Start-up Hub (O/HUB) vorstellten.

Stefan Uebelacker, Geschäftsführer der CIPA GmbH, berichtet über seine Gründungserfahrungen

Den Auftakt machte Bastian Vergnon, Projektleiter des O/HUB. Unter diesem neuen Projekt arbeiten zukünftig auch die Module des G4D-Zertifikats für Digitalisierung, Innovation und Gründung. In diesem Wintersemester werden dazu folgende Kurse angeboten:

  • Methoden der digitalen Produktentwicklung
  • Entrepreneurship: Grundlagen und Cases zu Start-ups, Wachstum und Exits
  • Start-up Valuation, Evaluation, Financing and Financal Modeling
  • Verhandlungsführung und Moderation

Nach dieser Präsentation beantwortete Bastian Vergnon Fragen zum Master Digital Entrepreneurship, der seit dem Wintersemester 2019/2020 Kurse von Grow4Digital sowie eigene Projekte und individuelle Grundlagenkurse umfasst. Zuletzt präsentierte er das neue Projekt des Oberpfalz Start-up HUBs, das die Gründungsförderung an der Hochschule weiter vorantreiben soll.

Ziel der Hochschule ist es, über diese neuen Möglichkeiten die Gründerzentren vor Ort in Weiden und Amberg mit neuen Ideen und Start-ups zu versorgen. Dort können „junge Leute sich ohne großen Aufwand hinsetzen und an ihren Projekten arbeiten“, erklärte anschließend André Pscherer in seiner Vorstellung. Seine Mission als Projektleiter der DGO und der digitalen Gründerzentren: „Wir möchten ein erfolgreiches Ökosystem für Gründungen in der Oberpfalz etablieren.“ Dazu stellte er nicht nur die Möglichkeiten der DGO in Form von Arbeitsplätzen, Beratung und Hilfe bei Förderanträgen vor. Mit Planery, eLuminus und openpack zeigte er auch bereits etablierte Start-ups, denen möglichst bald Projekte der Studierenden folgen sollen.

Als Höhepunkt des Abends startete der Geschäftsführer der CIPA GmbH Stefan Uebelacker seinen Vortrag mit den Worten: „Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirre sie.“ Denn auch wenn sein Produkt openpack inhaltlich überzeuge, können die Erfahrungen als Gründer und Geschäftsführer manchmal verwirren. Seit Januar 2020 ist er mit seinem Team im E-House in Weiden einquartiert und seitdem von zwei auf 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewachsen. Gemeinsam wollen sie die Verpackungsindustrie revolutionieren, indem sie deren Prozesse „wie mit einem Smartphone“ auf der Plattform openpack digital anbieten. Dabei steht er als Geschäftsführer eines Start-ups vor enormen Herausforderungen. Nicht nur muss er extrem viele Themen bearbeiten, sondern auch 40 bis 50 Entscheidungen pro Tag treffen. Wichtig sei dabei nicht, wie viele richtig sind, sondern dass diese schnell getroffen werden: „Wenn sie falsch sind, können wir das immer noch hinbiegen. Wenn sie gar nicht getroffen werden, kann das Team nicht weiterarbeiten.“ Wichtig ist auch, dass er als Geschäftsführer und Gründer seinem Team die Verantwortung gebe, um „machen zu können.“ Dazu holte er für sein Projekt bewusst Leute, die in ihren Fachgebieten besser sind als er selbst. Darunter auch mehrere Studierende der OTH Amberg-Weiden. Dies verband er mit einer Aufforderung an die Anwesenden, sich bei Interesse an einer Mitarbeit gerne bei ihm im E-House zu melden.

Neben einem guten Team bräuchten Start-ups zusätzlich eine Vision als „Nordstern“, um im Alltag nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren. Zuletzt müssen sich Gründerinnen und Gründer davon verabschieden, über Jahre das perfekte Produkt zu entwickeln. Da vor allem digitale Produkte immer schneller durch neue Ideen ersetzt werden, müssen sie vielmehr „in kleinen Schritten“ schnell und permanent ihre Angebote weiterentwickeln.

Danach kam es zu zahlreichen Fragen von den anwesenden Studierenden, die insbesondere Stefan Uebelacker mit eigenen Erfahrungen beantwortete. Am Ende des Abends bedankten sich alle drei Referenten beim Publikum für das positive Feedback und freuten sich über das große Interesse an den vorgestellten Themen.

Weitere Informationen zu den Projekten bekommen Sie über den Projektleiter Bastian Vergnon unter +49 (961) 382-1915 oder b.vergnon@oth-aw.de.

Bastian Vergnon, Projektleiter des O/HUB, informiert über die Module des G4D-Zertifikats für Digitalisierung, Innovation und Gründung

André Pscherer, Projektleiter der DGO, möchte ein erfolgreiches Ökosystem für Gründungen in der Oberpfalz etablieren

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