Daten haben einen Ort – und genau dort entfalten sie ihr volles Potenzial. Im Weiterbildungsmodul Geoinformatik lernen Sie, räumliche Daten zu erfassen, zu analysieren und verständlich zu visualisieren.
Beschreibung
Ob Stadtplanung, Umweltmonitoring oder Logistik: Geoinformatik verbindet Technologie mit realen Fragestellungen. Sie arbeiten mit modernen GIS-Tools, entdecken Muster in Karten und gewinnen Erkenntnisse, die Entscheidungen verbessern.
Nutzen Sie die Kraft der Geodaten – und erschließen Sie neue Perspektiven auf unsere vernetzte Welt.
Lehrender (Modulverantwortlicher)
Prof. Dr. Henry Meißner
Lernziele
- Fachliche Kompetenz
Die Studierenden beherrschen die theoretischen Grundlagen von Geoinformationssystemen (Geometrie, Topologie, Koordinatensysteme). Sie verstehen die Architektur von WebGIS-Lösungen sowie nationale/internationale Datenstandards (OGC, ALKIS, ATKIS).
- Methodische Kompetenz
Sie sind in der Lage, heterogene Geodaten aus unterschiedlichen Quellen (Satelliten, GPS, Behörden) zu beschaffen, in Geodatenbanken zu verwalten und mittels Metadaten zu dokumentieren. Sie können komplexe räumliche Analysen durchführen, einschließlich fortgeschrittener Techniken wie der Hochwassersimulation.
- Technische Kompetenz
Die Studierenden beherrschen gängige GIS-Software (insb. QGIS und ArcGIS) und sind in der Lage, diese durch grundlegende Programmierung (z. B. Python/PyQGIS) zu automatisieren oder zu erweitern.
Lerninhalte
A. Grundlagen & Geodaten-Management
- Geodatenquellen & -standards: Akquisition von Satellitendaten, Luftbildern und Vektordaten; Arbeit mit Shapefiles, GeoJSON, GeoTIFF sowie amtlichen Daten (ALKIS/ATKIS).
- Datenbanksysteme & Metadaten: Aufbau von Geodatabases; Erstellung und Pflege von Metadaten zur Sicherstellung der Datenqualität und Wiederverwendbarkeit.
- WebGIS & Infrastruktur: OGC-Standards (WMS, WFS), Cloud-Architekturen und mobile WebMapping-Anwendungen für den Einsatz im Feld.
B. Analyse & Simulation (Schwerpunkt Krisenmanagement)
- Räumliche Analytik: Geostatistik, Verschneidungen, Pufferanalysen und Netzwerkanalysen (Isochronen).
- Hydrologische Modellierung: Durchführung von Hochwassersimulationen in GIS zur Identifikation von Überflutungsflächen und betroffenen Infrastrukturen.
- Automatisierung: Einführung in die GIS-Programmierung (z. B. Python-Scripting in QGIS) zur Prozessoptimierung und Erstellung eigener Analyse-Tools.
C. Geovisualisierung
- Kartografische Prinzipien: Symbolisierung, Farbsemiotik und Generalisierung.
- Visualisierungstechniken: Erstellung von Heatmaps, 3D-Geländemodellen, Zeitreihen-Animationen und interaktiven Dashboards für die Stabsarbeit.
- Software-Anwendung: Praktische Arbeit mit QGIS, ArcGIS, Mapbox oder Leaflet.
Rahmendaten
Termine
1
Studiengänge und Kurse müssen getrennt voneinander bestellt werden!
