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Strukturierte Daten – transparente Forschung, höhere Nachnutzung

Die OTH Amberg-Weiden unterstützt Forschende aktiv beim professionellen Umgang mit Forschungsdaten. Die Leitlinie zum Forschungsdatenmanagement (FDM) bietet Orientierung für alle Forschenden – von Professorinnen und Professoren über wissenschaftliche Mitarbeitende bis hin zu Promovierenden. Ziel ist es, Forschungsdaten nachhaltig zu sichern, ihre Qualität zu gewährleisten und ihre Nachnutzung zu ermöglichen. 

Leitlinie zum Forschungsdatenmanagement (FDM) der OTH Amberg-Weiden

Gültigkeit der Leitlinie

Die Leitlinie zum Forschungsdatenmanagement gilt für alle Forschenden der OTH Amberg-Weiden und wurde am 24.02.2026 beschlossen. Sie wird regelmäßig überprüft und an aktuelle Entwicklungen angepasst.

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Kurzüberblick

Warum ist Forschungsdatenmanagement wichtig?

Forschungsdaten sind die Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Ein strukturiertes Forschungsdatenmanagement sorgt dafür, dass Daten:

  • nachvollziehbar und reproduzierbar sind 
  • langfristig verfügbar und sicher gespeichert werden 
  • auffindbar und zugänglich bleiben 
  • nachgenutzt und geteilt werden können 

Damit leistet FDM einen entscheidenden Beitrag zur guten wissenschaftlichen Praxis und zur Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen.

Was sind Forschungsdaten?

Forschungsdaten umfassen alle Daten, die im Forschungsprozess entstehen oder genutzt werden, zum Beispiel:

  • Messdaten und Laborwerte 
  • Umfrage- und Interviewdaten 
  • Texte und audiovisuelle Materialien 
  • Software, Simulationen und Quellcode 
  • Protokolle, Modelle und Berechnungen 

Die Vielfalt der Forschungsdaten spiegelt die Bandbreite wissenschaftlicher Disziplinen wider.

Was bedeutet Forschungsdatenmanagement (FDM)?

Forschungsdatenmanagement umfasst alle Prozesse rund um den Umgang mit Forschungsdaten:

  • Planung (z. B. Datenmanagementplan / DMP) 
  • Erhebung und Verarbeitung 
  • Dokumentation und Beschreibung 
  • Speicherung und Sicherung 
  • Veröffentlichung und Archivierung 

Ziel ist es, Forschungsdaten langfristig zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar zu machen.

FAIR-Prinzipien: Standards für gute Forschungsdaten

Die Leitlinie orientiert sich an den FAIR-Prinzipien. Forschungsdaten sollen:

  • Findable – auffindbar sein 
  • Accessible – zugänglich sein 
  • Interoperable – kompatibel und vernetzbar sein 
  • Reusable – nachnutzbar sein 

Diese Prinzipien sind heute zentral für Fördermittelgeber wie die DFG oder die EU.

Umgang mit Forschungsdaten

Forschungsdaten sollen:

  • vollständig, korrekt und unverfälscht gespeichert werden 
  • mit Metadaten dokumentiert werden 
  • in geeigneten Repositorien archiviert werden 
  • mit persistenten Identifikatoren (z. B. DOI) versehen werden 

Sofern rechtlich möglich, sollten Forschungsdaten offen zugänglich (Open Data) bereitgestellt werden.

Die empfohlene Mindestaufbewahrungszeit beträgt 10 Jahre nach Veröffentlichung oder Projektabschluss.

Verantwortlichkeiten der Forschenden

Forschende an der OTH Amberg-Weiden sind dafür verantwortlich:

  • Forschungsdaten strukturiert zu erfassen, zu dokumentieren und zu sichern 
  • einen Datenmanagementplan (DMP) zu erstellen und zu pflegen 
  • rechtliche und ethische Vorgaben einzuhalten 
  • die Nachnutzung ihrer Daten frühzeitig zu planen 

Ansprechpersonen zum FDM

Forschung

Aktuelle Standards und Förderanforderungen

Dr.-Ing. Veronika Wiesmet

Rechenzentrum

Infrastruktur zur Datenspeicherung und Archivierung

Andreas Nießl

Bibliothek

Veröffentlichung, Repositorien

B.A. Lena Konrad