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„Erinnerung verbindet Zukunft“: Aus studentischem Filmprojekt wird deutsch-polnisches Erinnerungsprojekt

Gruppenbild
Vertreterinnen und Vertreter der OTH Amberg-Weiden mit Generalkonsul Rafał Wolski (rechts)

Ein studentisches Filmprojekt der OTH Amberg-Weiden entwickelt sich zu einem grenzüberschreitenden Erinnerungs- und Bildungsprojekt: Im Rahmen der Initiative „Erinnerung verbindet Zukunft“ wird die Zusammenarbeit zwischen der Marktgemeinde Bruck in der Oberpfalz, polnischen Partnern und der Hochschule fortgesetzt und international ausgebaut.

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Vertreterinnen und Vertreter der OTH Amberg-Weiden mit Generalkonsul Rafał Wolski (rechts)

Ein besonderer Moment im weiteren Verlauf des Projekts war ein Empfang im Rathaus der Marktgemeinde Bruck. Zu Gast war Rafał Wolski, Generalkonsul der Republik Polen in München, der gemeinsam mit Landrat Thomas Ebeling die Schirmherrschaft für das deutsch-polnische Erinnerungsprojekt übernommen hat. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bildung und Gesellschaft nahmen auch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Beteiligte des Projekts teil.

Ausgangspunkt der Initiative ist die Aufarbeitung der Todesmärsche von KZ-Häftlingen, die im April 1945 durch die Region führten. Schülerinnen und Schüler der Schule Bruck haben sich gemeinsam mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen intensiv mit diesem Kapitel der Geschichte auseinandergesetzt.

Einen bedeutenden Beitrag dazu leisteten Studierende des Bachelorstudiengangs Medientechnik und Medienproduktion der OTH Amberg-Weiden. Im Sommersemester 2025 realisierten sie im Rahmen des Moduls „Medienprojekte“ unter der Leitung von Prof. Stephan Löhr den Dokumentarfilm „Den Todesmärschen auf der Spur“. Der Film dokumentiert die historische Spurensuche, die Erinnerungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie das Engagement der Schülerinnen und Schüler.

Nun wird das Projekt über die Region hinaus weitergeführt. Geplant ist eine polnische Fassung des Films, die künftig auch an Schulen in Polen gezeigt werden soll. Darüber hinaus ist eine gemeinsame Bildungsreise nach Polen vorgesehen. Schülerinnen und Schüler aus Bruck sowie die an der Filmproduktion beteiligten Studierenden werden historische Orte besuchen, mit polnischen Jugendlichen ins Gespräch kommen und sich gemeinsam mit Fragen der Erinnerungskultur auseinandersetzen. Unterstützt wird die Exkursion vom Kompetenzzentrum Bayern-Mittel- und Osteuropa (KOMO) der OTH Amberg-Weiden, das die Teilnahme der an der Filmproduktion beteiligten Studierenden finanziell fördert.

Für die OTH Amberg-Weiden zeigt das Projekt beispielhaft, wie Lehre, gesellschaftliches Engagement und internationale Zusammenarbeit miteinander verbunden werden können. Aus einem studentischen Medienprojekt ist so ein grenzüberschreitendes Vorhaben entstanden, das historische Aufarbeitung, persönliche Begegnungen und den deutsch-polnischen Austausch nachhaltig stärkt.

Gäste stehen um Stehtische
Beim Empfang in der Marktgemeinde Bruck wurde die Weiterentwicklung des Projekts „Erinnerung verbindet Zukunft“ vorgestellt.
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