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Innovationsachse stärken, Gründungsförderung vernetzen
Wie können Hochschulen gemeinsam mehr Gründungen anstoßen, Innovationen schneller in die Praxis bringen und ihre Regionen nachhaltig stärken? Genau darum ging es bei einem Workshop an der OTH Amberg-Weiden, bei dem sich drei Hochschulen und ein Innovationspartner austauschten. Das gemeinsame Ziel dabei ist die „Innovationsachse Bayern-Sachsen“ weiter auszubauen und Unternehmergeist über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen.
Vertreterinnen und Vertreter der OTH Amberg-Weiden, der Technische Hochschule Deggendorf (THD), der Hochschule Mittweida sowie der TeleskopEffekt GmbH kamen zusammen, um gemeinsame Perspektiven im Bereich Entrepreneurship zu entwickeln. Grundlage der Zusammenarbeit ist ein Memorandum of Understanding. Dieses hatten die Partner bereits im August 2025 in Kemnath unterzeichnet. Der Workshop in Weiden schließt nun daran an.
„Wir freuen uns sehr, Sie als Kooperationspartner in Weiden begrüßen zu können und auf Basis der Forschungsschwerpunkte der drei Hochschulen gemeinsame Projekte entwickeln zu können.“ Mit diesen Worten leitete Vizepräsidentin Prof. Dr. Christiane Hellbach den gemeinsamen Workshop ein.
Drei Hochschulen, vielfältige Stärken
Sie stellte gemeinsam und Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Weber die OTH Amberg-Weiden vor. Sie hoben besonders die Forschungsschwerpunkte Informations- und Kommunikationstechnik, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik hervor. Dr. Bastian Vergnon und Andrea Schild-Janker erläuterten anschließend das Regional Institute for Start-ups and Entrepreneurship (RISE) sowie den Campus Kemnath als Pfeiler der Gründungsförderung an der Hochschule. Damit unterstützt Studierende und Forschende auf dem Weg in die Selbstständigkeit etwa durch Beratung, Netzwerkangebote oder Hilfe bei der Finanzierung.
Vizepräsidentin Prof. Veronika Fetzer und Prof. Dr. Thomas Menken präsentierten die TH Deggendorf. Einen Schwerpunkt legten sie auf gründungsrelevante Inhalte, die an der Hochschule in jedem zweiten Bachelor-Studiengang fest verankert sind, die mittlerweile 17 Technologie- und Transferstellen in ganz Bayern sowie die Vision eines Hochschulzentrums für Entrepreneurship.
Als dritter Partner erläuterten Prorektor Prof. Uwe Mahn und Prof. Alexander Knauer die Schwerpunkte der Hochschule Mittweida. Neben 135 internationalen Kooperationspartnern hoben beide die Forschungsfelder Lasertechnologien, Produkt- und Prozessentwicklung, Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft sowie Angewandte Informatik hervor.
Zahlreiche Ideen für gemeinsame Projekte
Im Austausch wurde deutlich, dass sich zahlreiche gemeinsame Zukunftsprojekte anbieten. Beispielweise schlug Prof. Leonhard Zintl von der Volksbank Mittweida vor, sich mit den Themen dezentrale Rechenzentren, Gesundheit und einer Innovationsachse Bayern-Böhmen-Sachsen zu befassen.
Zudem diskutierte die Runde die Teilnahme an Ausschreibungen in den Bereichen Interreg und Horizon Europe. Interreg ist ein europäisches Förderinstrument zur Stärkung grenzübergreifender Zusammenarbeit. Horizon Europe wiederum ist das zentrale Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union. Beide Programme bieten beispielsweise finanzielle Unterstützung für innovative Ansätzen akademischer Startups.
Auch das Thema Unternehmensnachfolge im Mittelstand schätzten die Partner als enorm wichtig für die drei Hochschulregionen in Bayern und Sachsen ein. Ebenso wie die transdisziplinäre Vernetzung, zum Beispiel im Bereich Gesundheit, und das Nutzen von Schnittmengen mit dem verschiedenen Themenfeldern im Bereich Nachhaltigkeit.
Die Zusammenarbeit im Bereich Entrepreneurship geht auch nach dem Workshop weiter. Als nächste Schritte vereinbarten die Partner ein konkreteres Screening nach Förderausschreibungen und werden sich dazu im März wieder treffen.
Weitere Informationen zu den Gründungsangeboten an der OTH Amberg-Weiden gibt es auf der Website des RISE oder direkt bei André Pscherer und Dr. Bastian Vergnon.
