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Interdisziplinäres Forschungsseminar „Natural Language Processing and Large Language Models“

Teimnehmer des Forschungsseminars

Wie entwickeln sich die natürliche Sprachverarbeitung (Natural Language Processing) und große Sprachmodelle (Large Language Models) – und welche Forschungsfragen werden die kommenden Jahre prägen? Auch im Herbst 2026 kamen Forschende bayerischer Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Wissenschaftszentrum Speinshart für KI und SuperTech zusammen, um genau diese Fragen zu erörtern.

Teimnehmer des Forschungsseminars

Das interdisziplinäre Forschungsseminar „Natural Language Processing and Large Language Models (NLP & LLMs)“ brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich mit aktuellen Entwicklungen in der Sprachverarbeitung und bei großen KI-Modellen befassen.
Das Seminar knüpfte an zwei vorangegangene Veranstaltungen aus den Jahren 2024 und 2025 an und setzte damit ein Format fort, das sich in Speinshart inzwischen als feste Größe für den wissenschaftlichen Austausch etabliert hat. 
Die Reihe wurde von Prof. Dr. Ulrich Schäfer von der OTH Amberg-Weiden ins Leben gerufen. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Netzwerkveranstaltung ist das Seminar explizit forschungsorientiert: Aktuelle Arbeiten werden vorgestellt und diskutiert, wobei sie zugleich als Ausgangspunkt für gemeinsame Aktivitäten und neue Formen der Zusammenarbeit dienen.

Ein bewusst offenes Format bildet ein zentrales Element des Seminarkonzepts. Inspiriert vom „Oberwolfach/Dagstuhl-Geist“ ist die Veranstaltung nicht durch ein starr vorgegebenes Konferenzprogramm definiert. Stattdessen schafft sie Raum, um aufkommende Forschungsfragen zu behandeln, neue Perspektiven einzubringen und gemeinsam Themen zu entwickeln. Ziel ist es, nicht nur den Austausch während des Seminars selbst zu fördern, sondern auch Kooperationen anzustoßen, die weit über die in Speinshart verbrachten Tage hinaus Bestand haben.
Dementsprechend begann das Seminar mit sogenannten „Lightning Talks“, bei denen die Teilnehmenden ihre Forschungsinteressen vorstellen konnten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Ansätzen und Strategien zur Entwicklung eigener „Large Language Models“ (großer Sprachmodelle) und „Foundation Models“ im Kontext einer stärkeren europäischen KI-Souveränität. Der zweite Tag stand im Zeichen von Brainstorming und potenziellen Kooperationen.
Auch der Bezug zu industriellen Anwendungen spielte eine wichtige Rolle. Thomas Stadelmann von der deepset GmbH steuerte einen Impulsvortrag aus der Industrie zum Thema „Agentic AI“ (agentenbasierte KI) und „Natural Language Processing“ (Sprachverarbeitung) bei und brachte damit die Perspektive eines Unternehmens ein, das unmittelbar an der Entwicklung moderner KI- und Sprachtechnologien beteiligt ist. Die anschließende Diskussion bot die Gelegenheit, akademische Forschungsfragen mit Entwicklungen aus der Praxis zu verknüpfen.
Das Wissenschaftszentrum Speinshart bietet einen besonders geeigneten Rahmen für einen solchen Austausch. Es konzipiert seine wissenschaftlichen Seminare bewusst als „Retreats“: Forschende erhalten die Möglichkeit, für eine begrenzte Zeit aus ihrem Alltag herauszutreten, sich in konzentrierte Diskussionen zu vertiefen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln. In diesem Kontext waren gemeinsame Mahlzeiten und eine Gruppenwanderung weit mehr als nur eine Ergänzung des akademischen Programms. Informelle Begegnungen sind ein wesentlicher Bestandteil eines Formats, das darauf ausgelegt ist, wissenschaftlichen Austausch mit persönlicher Interaktion zu verbinden.

 

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