Kreativität trifft Künstliche Intelligenz: Internationale Summer School verbindet Kulturen und Ideen
Vom 4. bis 17. Oktober 2026 nahmen zwanzig Studierende der OTH Amberg-Weiden und der Caucasus University an der Summer School „AI meets Arts“ teil. Das zweiwöchige Programm in Tiflis und Amberg verband fachliche Weiterbildung im Bereich Künstliche Intelligenz mit kreativer Projektarbeit und interkulturellem Austausch.
Initiiert wurde das Projekt an der OTH Amberg-Weiden von Prof. Dr. Tatyana Ivanovska und Dr. Annabelle Wolff. Gemeinsam warben sie erfolgreich Fördermittel im DAAD-Programm „HAW Internationalisierung Kurzmaßnahmen 2026“ ein, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert wird.
Die Idee für die Summer School entstand bei einem Besuch an der Caucasus University. Kunstwerke, die in den Hochschulfluren ausgestellt waren, inspirierten die Beteiligten dazu, die visuelle Analyse von Kunst mithilfe Künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt des Programms zu stellen.
Das wissenschaftliche Programm entwickelte Prof. Dr. Tatyana Ivanovska. Unterstützt wurde sie unter anderem von Prof. Dr.-Ing. Gerald Pirkl, Studiendekan der Fakultät EMI an der OTH AW. Von der Caucasus University wirkten Prof. Rati Skhrirtladze und Dr. Guram Shvangaridze mit.
Von Datenanalyse bis Stiltransfer
In der ersten Woche in Tiflis beschäftigten sich die Studierenden in Vorlesungen und praktischen Übungen mit Datenaufbereitung, Convolutional Neural Networks (CNNs), Transformern sowie Sprach- und Bild-Sprach-Modellen. Anschließend starteten sie in internationalen Zweierteams ihre Hackathon-Projekte. Grundlage war das ADAPT-Prinzip: Daten erfassen, eine Aufgabe definieren, Forschungsansätze und Methoden analysieren, diese praktisch anwenden und die Ergebnisse präsentieren.
Neben dem fachlichen Programm erhielten die Teilnehmenden bei einer Stadtführung durch Tiflis und einer Exkursion in die georgische Region Kachetien spannende Einblicke in Geschichte, Kultur und Traditionen des Landes.
Die zweite Woche an der OTH Amberg-Weiden stand ganz im Zeichen der Weiterentwicklung, Evaluation und Präsentation der Projekte. Ein interkultureller Workshop unter der Leitung von Stefanie Ross sowie ein gemeinsames bayerisches Mittagessen ergänzten die intensive Teamarbeit.
Innovative Projektideen und erfolgreiche Abschlüsse
Zum Abschluss präsentierten zehn internationale Teams ihre Ergebnisse. Die Projekte reichten von KI-gestützten Titelvorschlägen für Kunstwerke über die Analyse von Emotionen in Gemälden und die automatische Zuordnung passender Musik bis hin zu Ähnlichkeitssuchen und neuronalem Stiltransfer. Eine Jury bewertete die Präsentationen und zeichnete die besten Teams aus.
Alle zwanzig Studierenden schlossen die Summer School erfolgreich ab. Neben wertvollen fachlichen Kompetenzen sammelten sie Erfahrungen in internationaler Zusammenarbeit, wissenschaftlichem Arbeiten und der professionellen Präsentation ihrer Ergebnisse.
Die Organisatorinnen ziehen ein positives Fazit: „Die Summer School zeigte eindrucksvoll, wie Künstliche Intelligenz, Kunst und kulturelle Begegnungen Menschen über Ländergrenzen hinweg zusammenbringen können.“




