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Lehrernetzwerktreffen: Einsatz von Spatial Computing im Unterricht

Praxisnahe Anwendung: Im Hands-on-Teil testen Lehrkräfte die Apple Vision Pro und erkunden anatomische Modelle direkt im Raum.
Praxisnahe Anwendung: Im Hands-on-Teil testen Lehrkräfte die Apple Vision Pro und erkunden anatomische Modelle direkt im Raum.

Wie lassen sich virtuelle Räume sinnvoll in den Schulunterricht integrieren? Und welches Potenzial steckt in Spatial Computing für die MINT-Fächer? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Lehrernetzwerktreffen am Donnerstag, 22. Januar 2026, am Campus Weiden der OTH Amberg-Weiden. Mit dabei: das Anatomy Lab der Hochschule, das seine Arbeit und innovative Praxisbeispiele vorstellte.

Praxisnahe Anwendung: Im Hands-on-Teil testen Lehrkräfte die Apple Vision Pro und erkunden anatomische Modelle direkt im Raum.
Praxisnahe Anwendung: Im Hands-on-Teil testen Lehrkräfte die Apple Vision Pro und erkunden anatomische Modelle direkt im Raum.

Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema „Chancen und Herausforderungen von Spatial Computing im Unterricht“, das bei den teilnehmenden Lehrkräften auf großes Interesse stieß. Vertreten waren Gymnasien und Realschulen aus der Region, insbesondere aus den MINT-Fachbereichen.

Neue Möglichkeiten für den Unterricht

Den fachlichen Schwerpunkt bildete der Vortrag „Spatial Computing im Unterricht – Neue Möglichkeiten und Chancen“. Dabei stellte das Anatomy Lab seine Arbeit sowie bisherige Aktivitäten vor, darunter das Anatomy Lab on the Road und bereits erfolgreich umgesetzte Schulprojekte.

Anhand konkreter Beispiele erhielten die Teilnehmenden Einblicke, wie Spatial-Computing-Anwendungen sinnvoll im Biologie- und naturwissenschaftlichen Unterricht eingesetzt werden können. Neben den didaktischen Potenzialen wurden auch technische und organisatorische Herausforderungen offen thematisiert.

Von der Anwendung zur Entwicklung

Darüber hinaus wurde gezeigt, wie Spatial-Computing-Technologien fachübergreifend, insbesondere im Informatikunterricht, eingesetzt werden können. Vorgestellt wurde ein Semesterprojekt, in dem Studierende eigenständig eine Anatomie-App für die Apple Vision Pro entwickelten.

Für die Umsetzung nutzten sie MacBooks mit Xcode zur Swift-Programmierung sowie den Reality Composer zur Erstellung und Integration der 3D-Modelle, darunter gescannte Modelle eines Sprengschädels und einzelner Schädelknochen. Das Projekt verdeutlichte, dass Spatial Computing nicht nur als Lernmedium, sondern auch als Entwicklungs- und Projektplattform einen hohen Mehrwert bietet.

Technologie selbst erleben

Ein besonderes Highlight des Nachmittags war der praxisnahe Hands-on-Teil: Die Lehrkräfte konnten die Apple Vision Pro inklusive Anatomie-Software selbst ausprobieren, virtuelle Organe und dreidimensionale Modelle erkunden und sich so einen unmittelbaren Eindruck vom Einsatz von Spatial Computing im Unterricht verschaffen. In Einzelfällen zeigte sich, dass die Nutzung bei bestimmten Sehschwächen eingeschränkt sein kann, ein Aspekt, der im Hinblick auf Barrierefreiheit und praktische Umsetzbarkeit ebenfalls diskutiert wurde.

Beim anschließenden Get-together nutzten Lehrkräfte, Professorinnen und Professoren sowie die Mitarbeitenden des Anatomy Labs die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Dabei wurde bereits eine mögliche Kooperation mit den Lehrkräften einer 10. Klasse eines Amberger Gymnasiums angestoßen. Da im aktuellen Biologieunterricht das Thema Atmung und Herz-Kreislauf-System behandelt wird, ist ein Projekttag im Anatomy Lab geplant, um die Inhalte mithilfe von Spatial Computing dreidimensional und interaktiv zu vertiefen.

Die Gespräche verdeutlichten das große Interesse an praxisnahen Formaten und unterstreichen die Rolle des Anatomy Labs als Impulsgeber für innovative Lehr- und Lernkonzepte an der Schnittstelle von Schule und Hochschule.

Anatomie im Raum: Spatial Computing ermöglicht die interaktive und dreidimensionale  Darstellung anatomischer Strukturen im Raum, hier am Beispiel der Software 3D Organon.
Anatomie im Raum: Spatial Computing ermöglicht die interaktive und dreidimensionale Darstellung anatomischer Strukturen im Raum, hier am Beispiel der Software 3D Organon.
Vortrag und Austausch: Im Rahmen des Lehrernetzwerktreffens stellte das Anatomy Lab der OTH Amberg-Weiden seine Spatial-Computing-Projekte und das mobile Format „Anatomy Lab on the Road“ vor.
Vortrag und Austausch: Im Rahmen des Lehrernetzwerktreffens stellte das Anatomy Lab der OTH Amberg-Weiden seine Spatial-Computing-Projekte und das mobile Format „Anatomy Lab on the Road“ vor.
Anatomie-App: Im vorgestellten Semesterprojekt entwickelten Studierende eine Anatomie-App für die Apple Vision Pro. Ein eingescanntes 3D-Modell eines Sprengschädels wurde dabei als interaktives Element in die App integriert.
Anatomie-App: Im vorgestellten Semesterprojekt entwickelten Studierende eine Anatomie-App für die Apple Vision Pro. Ein eingescanntes 3D-Modell eines Sprengschädels wurde dabei als interaktives Element in die App integriert.
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