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Theorie trifft Praxis: Einblicke in die Zukunft der Lagerlogistik am Innovativen LernOrt IGZ

präsentation
Vorstellung eines typischen IGZ-Projektes durch Andreas Spangler (Foto: IGZ)

Im Rahmen der beiden Vorlesungen „Anwendungen künstlicher Intelligenz“ (Professor Dr.-Ing. Manfred Beham) und „Digitale Lagerlogistik“ (Professor Dr.-Ing. Günter Kummetsteiner) erfolgte in diesem Wintersemester eine gemeinsame Exkursion zur IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbh in Falkenberg – einem Innovativen LernOrt (ILO) der OTH Amberg-Weiden. Dabei wurden ergänzend zu den Inhalten der Vorlesungen Möglichkeiten konkreter betrieblicher Anwendungen aufgezeigt: und zwar sowohl durch Einblicke in konkrete Kundenprojekte als auch durch Beispiele im IGZ-eigenen Innovation Center.

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Vorstellung eines typischen IGZ-Projektes durch Andreas Spangler (Foto: IGZ)

Zu Beginn stellte Corinna Mark (Human Resources) die beeindruckende Entwicklung des Familienunternehmens vor: von der Gründung 1999 durch die beiden Brüder Johann Zrenner und Wolfgang Gropengießer bis zum heutigen Stand mit 2 Standorten und über 600 Mitarbeitenden. Andreas Spangler (Leiter des Innovation & Competence Centers) ging dann anschließend proaktiv und ausführlich auf die Frage „Was macht eigentlich IGZ ?“ ein. Dazu veranschaulichte er zunächst anhand des 3D-Bilds eines Projektbeispiels die Komplexität und den Umfang der verschiedenen Gewerke, für die IGZ als Generalunternehmer die Planung und Realisierung übernimmt. Anschließend erläuterte er auch die verschiedenen Phasen der SAP-gestützten Softwareentwicklung durch IGZ: von der funktionalen Spezifikation über die Implementierung und zugehörige Tests inklusive Nutzung eines digitalen Zwillings bis hin zum Customer Support.

Passend zur Vorlesung „Digital Lagerlogistik“, in deren Verlauf die Studierenden des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen selbst mit SAP EWM (Extended Warehouse Management) arbeiten, stellte Gerhard Kainz (Projektleiter Warehousing) das Projekt Siemens Heathineers vor. Neben der Roadmap zur EWM-Einführung erläuterte er auch zwei Best-Practice-Lösungen von IGZ: die Funktionalität für einen dynamischen Routenzug und „Move by Robot“ als fabrikateunabhängige Flottenmanagement-Software für autonome Transportfahrzeuge.

Als weitere Praxisbeispiele zur Vorlesung „Anwendungen künstlicher Intelligenz“ stellten Mitarbeiter des Innovation & Competence Centers vor, wie KI bereits heute Bestandteil in IGZ-Projekten ist:

  • Alexander Hein stellte das Smart Logistics Cockpit vor, welches sowohl als Leitstand für die kennzahlenbasierte Lagerüberwachung als auch zur Visualisierung der automatisierten Anlagenkomponenten dient, und erläuterte, wie hierbei durch KI z.B. kompakte Zusammenfassungen oder auch Handlungsempfehlungen generiert werden können.
  • Der Fokus des Vortrags von Thomas Frischholz lag auf dem Themengebiet der Bildverarbeitung (sowohl konventionell als auch KI-unterstützt) und wie damit zum Beispiel mit 3D-Kameras bei der Kommissionierung durch Roboter oder auch bei der Gestenerkennung an manuellen Arbeitsplätzen Optimierungen möglich sind.
  • Jannik Weiß gab Einblicke in das sogenannte „Smart Slotting“ als intelligente Weiterführung konventioneller ABC-Analysen zur Leistungssteigerung in automatisierten Lägern.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im unternehmenseigenen Betriebsrestaurant kam dann noch ein weiterer Höhepunkt der Exkursion: die Besichtigung des Innovation Centers mit Live-Demos an verschiedenen Stationen. Hier konnte zum Beispiel auch die eindrucksvolle Funktionalität einer Gestensteuerung an manuellen Arbeitsplätzen durch die Studierenden selbst ausprobiert werden

Nach diesem umfangreichen und hochinteressanten Einblick in die Möglichkeiten SAP- und KI-gestützter High-End-Lagerlogistik wurden noch die vielfältigen Optionen für Studierende bei IGZ vorgestellt: vom Praxissemester über Abschlussarbeiten bis hin zum Berufseinstieg zum Beispiel über eines der Trainee-Programme.

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