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Zwischen Daten, Medizin und Naturschutz: Professorin Theresa Götz erreicht nächsten Meilenstein
Was treibt jemanden an, schon früh höchste akademische Ziele zu erreichen und Forschung immer wieder neu zu denken? Für Prof. Dr. Dr. Theresa Götz ist es vor allem eines: die Begeisterung dafür, mit Mathematik etwas Positives zu bewirken. Nach mehreren Jahren intensiver Forschung hat die Professorin der OTH Amberg-Weiden nun erfolgreich ihre Habilitation in der experimentellen Medizin abgeschlossen, ein weiterer Schritt in einer außergewöhnlichen wissenschaftlichen Laufbahn.
Ein interdisziplinärer Weg mit Tempo
Theresa Götz studierte Physik im Bachelor- und Masterstudium und schloss dieses bereits mit 22 Jahren ab. Es folgten zwei Promotionen: Zunächst in der Physik, später in den Informationswissenschaften. Mit 28 Jahren übernahm sie eine Professur in der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und Gesundheit an der OTH Amberg-Weiden. Nun, mit 31 Jahren, hat sie mit der Habilitation den höchsten akademischen Abschluss in Deutschland erreicht. „Es freut mich sehr, diesen Meilenstein in meiner beruflichen Laufbahn geschafft zu haben“, sagt Götz.
Künstliche Intelligenz im Dienst der Medizin
In ihrer Habilitationsschrift beschäftigte sie sich mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Bildverarbeitung, insbesondere in der Rheumatologie. Im Zuge ihrer Forschung entwickelte sie zudem eine Software zur automatisierten Analyse von Zellbildern, die medizinische Diagnostik effizienter und präziser unterstützen kann.
Von der Medizin zur Wildtierforschung
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht dabei stets die Datenanalyse: „Ich verarbeite und analysiere Daten, um Muster zu erkennen, Vorhersagen zu machen oder Informationen zu extrahieren. Ich möchte mein Wissen nutzen, um etwas Positives zu unserer Welt beizutragen“, erklärt Götz. „Deswegen habe ich zunächst viel Forschung in der Medizin gemacht. Inzwischen hat mich mein Lebensweg zur Wildtierforschung geführt.“ Dort analysiert sie GPS- und Beschleunigungsdaten von Tieren, um deren Verhalten zu untersuchen und daraus Algorithmen zu entwickeln. Diese dienen dem Tierschutz, etwa indem Vorhersagen zu den Zugbewegungen von Elefantenherden ein konfliktfreieres Zusammenleben von Mensch und Tier ermöglichen.
Forschung, Lehre und persönliches Umfeld
Neben der Forschung liegt ihr die Lehre besonders am Herzen. „Es macht Spaß, mein Wissen und meine Begeisterung für Naturwissenschaften an Studierende weiterzugeben“, sagt sie. Die Entscheidung für die OTH Amberg-Weiden traf sie bewusst. Sie ist in Weiden aufgewachsen, genießt die schöne Natur in der Gegend und verbringt gerne Zeit mit ihrer Familie draußen. Durch die Arbeit an der OTH Amberg-Weiden kann sie Freizeit, Familie und Beruf ideal verbinden: „Nach meinen zwei Promotionen hatte ich mehrere Angebote für Professuren. Ich habe mich für Weiden entschieden, weil ich weiß, dass diese kleine Stadt alles hat was man braucht. Eine kleine Hochschule bei der alles etwas familärer ist, ist für mich außerdem ein schönes Arbeitsumfeld.“
Blick nach vorn
Auch nach der Habilitation richtet Götz ihren Blick weiter in die Zukunft. Ein nächstes Ziel ist die Betreuung von Promotionsstudierenden – und damit die Weitergabe ihrer Erfahrung und Begeisterung an die nächste Generation.

