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Neue Räume des TTZ Campus Kemnath eingeweiht

Die modernen Räumlichkeiten sollen Studierende, Gründende, Forschende und Partner zum Austausch einladen
Die modernen Räumlichkeiten sollen Studierende, Gründende, Forschende und Partner zum Austausch einladen

Wo vor über 20 Jahren die Metalband Hämatom neue Sounds und ihre Bandgründung plante, ist nun ein Ort, an dem Innovationen, Gründungen und Technologietransfer ihren Anfang nehmen: an der ehemaligen Realschule der Stadt Kemnath. Diesen Wandel griff Ministerialdirigent Dr. Tobias Haaf vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in seiner Festrede auf, die er zur Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Technologietransferzentrums (TTZ) Campus Kemnath hielt.

Die modernen Räumlichkeiten sollen Studierende, Gründende, Forschende und Partner zum Austausch einladen
Die modernen Räumlichkeiten sollen Studierende, Gründende, Forschende und Partner zum Austausch einladen

Aus einer ehemaligen Schule wird ein Innovationscampus

Die Stadt Kemnath hat das ehemalige Schulgebäude umfassend saniert und für seine neue Nutzung umgestaltet. Ein nicht mehr erhaltenswerter Gebäudeteil wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. So ist ein moderner Campus entstanden, der Raum für Forschung, Lehre, Transfer und Zusammenarbeit bietet.

Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, betonte, dass mit der Eröffnung nicht nur die Infrastruktur gefeiert werde: „Es geht darum, einen Raum für Ideen zu schaffen und diese in die Umsetzung zu bringen.“ Das TTZ solle Gründungen mit Technologiefokus fördern, unternehmerische Kompetenzen stärken und nachhaltige Strukturen schaffen. Das klare Ziel: neue Wirtschaftskraft in der Region entstehen lassen. Die rund sieben Millionen Euro Anschubfinanzierung im Rahmen der Hightech Agenda Bayern seien dafür gut investiert.

Auch Ministerialdirigent Dr. Tobias Haaf machte deutlich, dass es genau das Ziel des Freistaats sei, mit der Hightech Agenda Bayern solche Ideen, Kooperationen und Innovationen zu fördern. Er würdigte den Mut, neue Wege zu gehen. Der Campus verbinde Wissenschaft und Praxis ebenso wie regionale Verwurzelung und internationale Perspektiven. „Es geht darum, Verbindung zu schaffen“, sagte er. Die neue Architektur überlasse Begegnung daher nicht dem Zufall, sondern fördere gezielt Dialog. „Innovationen entstehen nicht nur am Schreibtisch, sondern vor allem auch im Gespräch.“

Zwei Hochschulen, ein gemeinsames Ziel

Er lobte in diesem Kontext auch das Zusammenspiel der beiden beteiligten Hochschulen. Die OTH Amberg-Weiden konzentriert sich auf Gründungsförderung und Entrepreneurship. Die TH Deggendorf bringt ihre Expertise in Technologietransfer, Intrapreneurship und Skalierung ein. Gemeinsam begleiten sie Gründungsinteressierte, Start-ups und Unternehmen dabei, innovative Ideen zu entwickeln und in die Praxis zu überführen.

„Auch ländliche Räume sind Innovationsräume“, unterstrich Prof. Dr. Wolfgang Dorner, Vizepräsident der TH Deggendorf. Gerade dort gebe es zahlreiche sogenannte Hidden Champions, deren Innovationspotenzial weiter gestärkt werden könne.

Ein wichtiger Baustein ist zudem der Masterstudiengang „Business Innovation and Entrepreneurship“ der OTH Amberg-Weiden, der am Campus Kemnath angeboten wird. Der englischsprachige Studiengang verankert die akademische Ausbildung von Gründerinnen und Gründern sowie Innovationsverantwortlichen langfristig am Standort. Landrat Hubert Schicker sieht darin ein deutliches Signal für die Innovationskraft Tirschenreuths.

Gemeinsam die Region voranbringen

Auch für die Stadt Kemnath sei das TTZ ein wichtiges Zukunftsprojekt, erklärte Erster Bürgermeister Roman Schäffler. Ziel sei es gewesen, neues Leben in die ehemalige Realschule zu bringen und zugleich einen Bildungsstandort zu schaffen. Mit dem TTZ habe sich dafür eine passende Perspektive eröffnet. Besonders entscheidend sei für ihn dabei das zweite „T“ im Namen: der Transfer. Gute Ideen müssten ihren Weg in die Anwendung finden.

MdL Tobias Reiß, Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags, hob die Bedeutung des gemeinsamen Engagements von Stadt, Landkreis, Hochschulen und Landespolitik hervor. Die Entstehung des Campus sei das Ergebnis von Hartnäckigkeit und Zusammenarbeit. Gerade ein starker Mittelstand sei wichtig, um Innovationen in die Breite zu tragen. Kemnath und die Region hätten dafür beste Voraussetzungen.

Ein Ort für Ideen mit Strahlkraft

Mit dem TTZ Campus Kemnath entsteht ein regionaler Anlaufpunkt, an dem Hochschulen, Unternehmen, Gründungsinteressierte und öffentliche Akteure zusammenarbeiten. Ziel ist es, ein regionales Innovationsökosystem zu schaffen, den Technologietransfer zu stärken und unternehmerische Initiativen in der nördlichen Oberpfalz zu fördern.

Nun wurde auch die Infrastruktur dafür offiziell eingeweiht, an einem Ort, der schon immer der Bildung gewidmet war und an dem auch weiterhin die Zukunft gestaltet wird. Oder, wie es Haaf formulierte: „Wo einst Schlagzeugbeats und Gitarrenriffs ausprobiert wurden, werden heute Ideen und Innovationen erprobt.“

Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, begrüßte die Gäste zur Einweihung des TTZ Campus Kemnath
Prof. Dr. Clemens Bulitta, Präsident der OTH Amberg-Weiden, begrüßte die Gäste zur Einweihung des TTZ Campus Kemnath
Ministerialdirigent Dr. Tobias Haaf spannte in seiner Festrede den Bogen von einer Metalband, die in der alten Realschule ihren Ursprung hatte, zur heutigen Nutzung der Räume als Technologietransferzentrum
Ministerialdirigent Dr. Tobias Haaf spannte in seiner Festrede den Bogen von einer Metalband, die in der alten Realschule ihren Ursprung hatte, zur heutigen Nutzung der Räume als Technologietransferzentrum
Zahlreiche Gäste kamen zur Einweihung des umfassend sanierten und erweiterten Gebäudes
Zahlreiche Gäste kamen zur Einweihung des umfassend sanierten und erweiterten Gebäudes
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