Vom Partner zum Lernort: HT Group wird Innovativer LernOrt
Aus gemeinsamer Forschung und Entwicklung wird ein neuer Ort für die Lehre: Die OTH Amberg-Weiden und die HT Group bauen ihre langjährige Zusammenarbeit weiter aus. Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wurde das Unternehmen zum Innovativen LernOrt (ILO) der Hochschule. Künftig profitieren damit auch Studierende noch stärker von der gewachsenen Partnerschaft im Partner Circle.
Wie sieht ein moderner Operationssaal aus? Welche Anforderungen stellen Labore an Architektur und technische Gebäudeausstattung? Und wie lassen sich aktuelle Entwicklungen dort kennenlernen, wo Lösungen entwickelt und erprobt werden? Antworten auf solche Fragen können Studierende der OTH Amberg-Weiden künftig auch bei der HT Group in Heideck finden. Hochschulpräsident Prof. Dr. Clemens Bulitta und Thomas Fritsch, Geschäftsführer der HT Group, unterzeichneten am vergangenen Montag zum Auftakt der zehnten internationalen Konferenz „Hospital Engineering Trends 2026“ die Kooperationsvereinbarung für den neuen ILO.
Gleichzeitig eröffnete die HT Group ihr neues HT Forum. Es soll Unternehmen, Partnern und Hochschule Raum geben, neue Technologien kennenzulernen, sich auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. „Innovation entsteht dort, wo Forschung, Lehre und Praxis dauerhaft miteinander im Austausch stehen“, erklärte Fritsch. „Mit dem HT Forum schaffen wir einen Ort, an dem Studierende reale Technologien und Prozesse kennenlernen, eigene Ideen einbringen und gemeinsam mit uns an den Lösungen für die Gesundheits-, Forschungs- und Arbeitswelten von morgen arbeiten können. Die Erweiterung unserer langjährigen Partnerschaft mit der OTH Amberg-Weiden zum Innovativen LernOrt ist für uns deshalb ein konsequenter und wichtiger nächster Schritt.“
Aus Forschungskooperation wird auch ein Lernort
Die Zusammenarbeit ist bereits über Jahre gewachsen. Einen wichtigen Ausgangspunkt bildete der Lehr- und Forschungsoperationssaal am Campus Weiden, den die Hochschule gemeinsam mit der HT Group und weiteren Partnern aufgebaut hatte. Forschung und Entwicklung rund um Medizintechnik, Krankenhausarchitektur und technische Gebäudeausstattung wurden seitdem immer wieder gemeinsam weitergeführt. Auch die „Hospital Engineering Trends“ sind aus dieser Zusammenarbeit gewachsen. Nun öffnet sich die Kooperation noch stärker in Richtung Lehre: Studierende sollen die Infrastruktur der HT Group nutzen, aktuelle Technologien kennenlernen und reale Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis bearbeiten können.
Lernen und forschen am Puls der Praxis
Für die OTH Amberg-Weiden trifft das HT Forum damit den Grundgedanken der ILO. Statt Infrastruktur doppelt aufzubauen, treffen Studierende und Forschende dort auf reale Technologien, Prozesse und Herausforderungen. „Wir wollen Lehre nicht im Elfenbeinturm und Forschung an der Praxis vorbei betreiben, sondern mit den Fragestellungen arbeiten, die aktuell in Wirtschaft und Gesellschaft relevant sind“, sagte Bulitta. „Innovative LernOrte ermöglichen uns, in Kontakt mit der Praxis Lehre auf der Höhe der Zeit durchzuführen, vorhandene Infrastruktur partnerschaftlich zu nutzen und unsere Studierenden zukunftsorientiert auszubilden.“ Dabei reicht die Zusammenarbeit weit über Krankenhausbau und Medizintechnik hinaus. Auch Fragen rund um künstliche Intelligenz und Digitalisierung, Betriebswirtschaft, Logistik oder Produktionsautomatisierung können künftig Anknüpfungspunkte bieten. Unternehmen bringen Infrastruktur, Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen ein; die Hochschule wissenschaftliche Expertise, Forschungsinfrastruktur und die Perspektiven ihrer Studierenden.
Für Bulitta hat der neue Lernort zudem einen persönlichen Bezug. Als Mediziner und Wissenschaftler beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit Medizintechnik und der Gestaltung von Versorgungsumgebungen. Als Pate des neuen ILO begleitet er nun gemeinsam mit Fritsch einen Ort, an dem aus einer langjährigen Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft neue Möglichkeiten für Studierende entstehen.


