brAInstorm-Kolloquium stärkt KI-Forschung und Transfer

Das von Prof. Dr. Christian Bergler initiierte brAInstorm-Kolloquium bringt Studierende, Promovierende, Forschende und Industriepartner zusammen. Aus Abschlussarbeiten, Promotionsvorhaben und anwendungsnahen Projekten ist eine lebendige KI-Forschungsgemeinschaft mit inzwischen mehr als 25 Teilnehmenden entstanden.

Ein Raum für Ideen, Austausch und Entwicklung

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema einzelner Forschungsprojekte. An der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik wächst seit Jahren eine dynamische KI-Landschaft: Bachelor- und Masterarbeiten, kooperative Promotionsvorhaben, Forschungsanträge, Publikationen und Projekte mit Unternehmen greifen zunehmend ineinander.

Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. Christian Bergler das brAInstorm-Kolloquium ins Leben gerufen. Mit der stetig wachsenden Zahl an Bachelor- und Masterarbeiten, Promotionsvorhaben und anwendungsnahen KI-Projekten in seinem Betreuungs- und Forschungsumfeld entstand der Bedarf nach einem strukturierten Austauschformat. brAInstorm führt diese Aktivitäten zusammen, macht laufende Forschungsarbeiten sichtbar und stärkt die Vernetzung zwischen Studierenden, Promovierenden, Forschenden und Praxispartnern.

Vom ersten Forschungsgedanken bis zur Promotion

Im brAInstorm-Kolloquium stellen Bachelor- und Masterstudierende, Promovierende sowie Forschende ihre laufenden Arbeiten vor. Sie diskutieren Forschungsfragen, methodische Ansätze und aktuelle Herausforderungen, erhalten Feedback und entwickeln ihre Projekte gemeinsam weiter.

Damit bietet das Kolloquium einen strukturierten Raum für wissenschaftliche Qualifizierung und persönliche Entwicklung. Studierende erhalten Einblicke in mögliche Promotionswege, Promovierende profitieren vom regelmäßigen Austausch und Unternehmen begegnen jungen Talenten mit aktuellen KI-Kompetenzen.

KI-Forschung nah an der Anwendung

Inhaltlich reicht das Spektrum von modernen Deep-Learning-Verfahren über Bildverarbeitung, akustische Analyse, natürliche Sprachverarbeitung und maschinelle Signalverarbeitung bis hin zu multimodalen KI-Ansätzen. Die Projekte entstehen häufig an konkreten Problemstellungen aus Forschung und industrieller Anwendung.

Gerade diese Verbindung macht brAInstorm besonders: Neue KI-Methoden werden nicht nur theoretisch betrachtet, sondern an realen Aufgabenstellungen entwickelt, getestet und hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit diskutiert. So entstehen Impulse für wissenschaftliche Veröffentlichungen, Forschungsanträge und neue Kooperationen mit Unternehmen.

Starkes Netzwerk für KI und Transfer

Unterstützt wird das Kolloquium von Beginn an durch Prof. Dr. Ulrich Schäfer, Dekan der Fakultät EMI. Er befürwortete das Format von Anfang an und bringt seine fachliche Expertise unter anderem in gemeinsame Promotionsvorhaben mit Prof. Dr. Bergler im Promotionszentrum REDIG ein. Ebenso ist Prof. Dr. Daniel Loebenberger durch gemeinsame Promotionsvorhaben mit Prof. Dr. Bergler eng in das Kolloquium eingebunden und stärkt den fachlichen Austausch im Rahmen der kooperativen Betreuung.

Darüber hinaus bestehen weitere kooperative Promotionsvorhaben und wissenschaftliche Verbindungen, unter anderem mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Andreas Maier), der Technischen Hochschule Nürnberg (Prof. Dr. André Leonide) und der Universität Regensburg (Prof. Dr. Bernd Ludwig). Über das Innovations- und Kompetenzzentrum Künstliche Intelligenz, kurz IKKI, ist brAInstorm zudem in ein breites regionales und überregionales KI-Ökosystem eingebettet (BCSI, DFKI, AI-Grid, INDIGO und dem KI-Campus Ostbayern).

Eine wachsende Forschungsgemeinschaft

Das starke Wachstum zeigt die Dynamik des Formats: Bereits heute umfasst brAInstorm 12 laufende Promotionsvorhaben. Zwei weitere Promotionsvorhaben von Prof. Dr. Bergler sollen im dritten und vierten Quartal hinzukommen. Zudem ist ein weiteres Promotionsverfahren mit Prof. Dr. Schäfer geplant.

Ergänzt durch zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten aus den Studienrichtungen Künstliche Intelligenz sowie Applied Research ist eine Forschungsgemeinschaft mit inzwischen mehr als 25 Teilnehmenden entstanden. Sie verbindet wissenschaftlichen Anspruch, anwendungsnahe Forschung und den Wunsch, KI-Projekte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Mehrwert für Studierende und Unternehmen

brAInstorm ist damit mehr als ein klassisches Kolloquium. Für Studierende und Promovierende eröffnet das Format Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten, mögliche Karrierewege und industrielle Fragestellungen. Unternehmen erhalten Zugang zu jungen KI-Talenten, wissenschaftlicher Expertise und innovativen methodischen Ansätzen.

Regelmäßige Treffen, gemeinsame Projektideen und soziale Aktivitäten stärken zugleich den persönlichen Zusammenhalt. So ist brAInstorm zu einem Ort geworden, an dem KI-Forschung, Qualifizierung, Transfer und Vernetzung zusammenfinden – von der ersten Idee bis zur publikations- und praxisorientierten Umsetzung.