Am Montag erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Praxisseminars am Paul-Pfinzing-Gymnasium (PPG) in Hersbruck durch das Team des Studiengangs Geoinformatik und Landmanagement (GI) einen ersten Einblick in das Vermessungswesen.
Nach einer kurzen Vorstellung des Studiengangs und seiner Besonderheiten ging es direkt in die praktische Arbeit: Mithilfe von Tachymetern wurde das Klassenzimmer möglichst präzise vermessen. Anschließend wurde auf Basis trigonometrischer Verfahren und Vektorberechnungen das Raumvolumen ermittelt. Ergänzt wurde das Programm durch eine Einführung in die Drohnentechnik sowie einen Grundlagenvortrag zur Künstlichen Intelligenz am Beispiel der optischen Zahlenerkennung.
Vermessungsworkshop in Amberg
Am darauffolgenden Dienstag wurde der Perspektivwechsel vollzogen: Eine weitere Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums verbrachte einen Praxistag an der OTH Amberg-Weiden am Standort Amberg – ganz im Zeichen der Geodäsie.
Zunächst wurde mit verschiedenen Vermessungsgeräten, darunter ein hochgenauer GPS-Empfänger sowie weitere Tachymeter, ein Abschnitt der Amberger Stadtmauer aufgenommen. Anschließend erfolgte im Computerlabor des Studiengangs die Auswertung der Messdaten sowie ein Vergleich mit historischen Uraufnahmen aus den Jahren 1808 bis 1864.
Es folgte eine zweiteilige, interaktive Vorlesung von Professor Meißner zur spontanen Generierung von Luftbildkarten mithilfe von Drohneneinsätzen. Parallel dazu konnten die Schülerinnen und Schüler eine virtuelle Befliegung eines 3D-Modells der Stadt Amberg erleben, das vollständig aus Luftbilddaten erstellt wurde.
Einblick in ein vielseitiges Berufsfeld
Die beiden Veranstaltungstage vermittelten den Teilnehmenden des P-Seminars einen praxisnahen Einblick in ein Berufsfeld, das vielen Menschen zunächst wenig bekannt ist. Vermessungswesen und Geodäsie spielen jedoch in zahlreichen Bereichen des täglichen Lebens eine wichtige Rolle – häufig ohne dass man sich dessen bewusst ist.








