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Students for Future: Public Climate School an der OTH Amberg-Weiden

| Hochschulkommunikation, Fakultät Maschinenbau / Umwelttechnik, Studierendenvertretung

Students for Future: Letzte Woche kämpften Studierende auf der ganzen Welt für eine bessere Klimapolitik. Auch die Studierenden der OTH Amberg-Weiden veranstalteten eine Public Climate School mit Impulsvorträgen und einer Diskussion.

ReferentInnen und VeranstalterInnen der Public Climate School

Den Anfang machte Prof. Dr.-Ing. Stefan Beer mit einem Vortrag über Klimaschutz in Lehre und Forschung. Nach einer Bestandsaufnahme, in welchen Teilen der Welt die Menschen für den Ausstoß der meisten Treibhausgase pro Kopf verantwortlich sind, ging es um den Energiemix in Deutschland und wie fossile Energieträger ersetzt werden können.

Anschließend referierte Prof. Frank Späte über Möglichkeiten zum Klimaschutz in der Praxis. Er stellte klar, dass bei Betrachtung der wichtigsten Hebel „Ernährung, Energieverbrauch und Transport“ kleine Änderungen auch große Wirkungen haben können. Jede und jeder einzelne könne seinen Teil beitragen, um seinen CO2-Fußabdruck auf ein klimagerechtes Maß zu reduzieren. Klimagerecht bedeutet, dass jedem Menschen auf der Erde nur eine Tonne CO2-Emissionen pro Jahr zustehen – denn nur diese Menge könne durch CO2-Senken wie Jung-Wälder oder Ackerbau kompensiert werden. So sei es möglich, die Erderwärmung auf das bekannte 2-Grad-Ziel zu beschränken.

Darauf stellte Larissa Köster, Projektingenieurin am Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung, die dortigen Forschungsaktivitäten vor. Im Fokus stand ein für die Meistermetzgerei Ponnath umgesetztes Blockheizkraftwerk. Die Anlage erzeugt über einen Generator Strom und über einen Abhitze-Dampfkessel Heizwärme. Gleichzeitig liefert eine Absorptionskälteanlage Temperaturen von bis zu -10 Grad Celsius – ausreichend Kälte, um Fleisch- und Wurstwaren einzufrieren. Durch die gekoppelte Nutzung ergibt sich für diese Anwendung ein Gesamtwirkungsgrad von 84 Prozent.

Kraft-Wärme-(Kälte)-Kopplungs-Anlagen können dezentral eingesetzt und bedarfsgerecht geregelt werden. Dies macht sie für den Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz essentiell für die Energiewende. Darüber hinaus können sie mit erneuerbaren Kraftstoffen aus Reststoffen wie Klärschlamm oder mit Wasserstoff aus Power-to-Gas-Anlagen betrieben werden.

Die Veranstaltung wurde mit einer offenen Diskussionsrunde abgeschlossen.

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